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Festival: 3. Mülheimer Castle Rock Open-Air, Schloß Broich |
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In diesem Jahr ging das Mülheimer Castle-Rock in die 3. Runde und hat sich dank seiner familiären Atmosphäre sowie dem stimmigen Ambiente im Innenhof von Schloss Broich mittlerweile zu einer festen Größe etablieren können. Nicht umsonst konnte der Veranstalter rund einen Monat vorher "Ausverkauft" melden. Die rund 2.000 glücklichen Besucher, die in den Besitz eines der heiß begehrten Tickets gelangen konnten, erwartete ein rundum stimmiges Festival mit abwechslungsreichem Programm vor kuscheliger Kulisse, einer kleinen aber feinen Händlermeile sowie Verpflegungsstände mit festialuntypisch günstigen Preisen. Und weil auch der Wettergott diesmal ein Einsehen hatte und die Regenwolken fest unter Verschluss hielt, konnte Punkt 13.00 Uhr ein einzigartiges Festival seinen Lauf nehmen und zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
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Hier 2 Impressionen von
diesem kleinen aber feinen Event. Auf dem linken Bild seht ihr einen Ausschnitt
der Händler- bzw. Gastronomiestände. Das rechte Bild zeigt den
Bühnenbereich mal aus der Vogelpersepektive.
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Die undankbare Aufgabe des Openers hatte dieses Jahr die Synthie-Pop-Band Technoir, aber in dieser haben sie sich durchaus wacker geschlagen und den ersten wohlwollenden Applaus des Tages für ihre Darbietung geerntet.
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Danach waren die Mannen von Lost Belief an der Reihe und sorgten mit ihrer eindrucksvollen Performance für die ersten "Aaahs" und "Ooohs" des Tages. Mit diesem Auftritt dürfte die bislang eher in ostdeutschen Gefilden zu bestaunende Truppe auch in der westlichen Region für die ihnen gebührende Aufmerksamkeit gesorgt haben. | ||
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Eine Schande, dass Lost
Belief ob ihres grandiosen Sounds und der nicht minder beeindruckenden
Bühnenshow noch kein geeignetes Label finden konnten. An dieser Stelle
gebührt dem Veranstalter ein Extra-Lob, dass nicht nur auf kommerziell
relativ erfolgreiche Bands gesetzt wurde, wie es viele andere praktizieren,
sondern speziell beim Castle Rock ein ganz besonderes Auge auch auf die
Qualität gerichtet wird.
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| Zeraphine - wie immer dank Frontmann Sven Friedrichs ausdruckstark und bewegend, präsentierten sie einen Ausschnitt ihres Debutalbums "Kalte Sonne", was schon einen gewissen Bekanntsgrad zu haben scheint, da das Publikum in den vordersten Reihen extem textsicher wirkte. | ![]() |
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Besonders anmerken möchte
ich, dass sich Sven Friedrichs sowohl vor als auch nach dem Auftritt immer
wieder inmitten des Publikums tummelte, wie auch einige Mitglieder der
anderen Bands, was viel zu der fast schon intimen Atmosphäre dieser
Veranstaltung beitrug.
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Als nächste Band standen Schandmaul auf dem Programm, die aufgrund technischer Probleme direkt ihr Improvisationstalent unter Beweis stellen durften. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, im Gegenteil, das begeisterte Publikum honorierte diese bravouröse Akustikvorstellung mit anerkennendem Extra-Beifall. Unverständlich bleibt jedoch, wieso plötzlich von Seiten der Sicherheitskräfte der Zugang zum Pressegraben versperrt wurde. Im anschließendem Gespräch mit einem Bandmitglied zeigte dieser sich ebenfalls höchst verwundert über diese Anordnung, die laut Security von der Band ausgegeben worden sein sollte. Welches Missverständnis auch immer für diese Verwirrung gesorgt hat, aufgrund dessen kann ich leider nicht mit Photos dieser ausgesprochen gelungenen Darbietung dienen.
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Nach Schandmaul betraten
die anscheinend von vielen sehnsüchtig erwarteten The Dreamside die
Bühne und zogen das Publikum angesichts der ausgesprochen charismatischen
Sängerin und auch der beeindruckenden Effekte von der ersten Minute
an in ihren Bann. Ich denke, hier sprechen wohl die Bilder für sich,
was den geneigten Besucher bei einem The-Dreamside-Konzert erwartet...
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Und hier noch einmal
2 Impressionen vom Burginnenhof bzw. vom Festivalgelände.
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Nach The Dreamside enterten Letzte Instanz die Planken und sorgten für Begeisterung pur. Wie Irrwische fegten die Mannen aus Dresden über die Bühne und brachten ordentlich Bewegung in die Zuschauerreihen. Reine Energie sprühte von der Band auf das Publikum und wurde von diesem ungebremst zurückgeworfen. Letzte Instanz haben mit ihrer eigenwillig interpretierten Folk-Musik und einer schweißtreibenden Bühnenshow auf voller Länge zu überzeugen gewusst und wurden dafür auch mit gebührendem Applaus belohnt. |
Den Abschluss dieses wunderbaren Festivals bildete der Headliner In Extremo und auch hier wurde wieder der Weg Richtung Pressegegraben blockiert, dieses mal aus Sicherheitsgründen wegen der heftigen Pyro-Show. Es hatte den Anschein, als dürfte sich nur eine begrenzte Anzahl an Fotografen jeweils links und rechts des äußeren Bühnenbereiches aufhalten. Also, wer zu spät kommt, den bestraft die Security;-) Leider kann ich aus diesem Grund auch hier nicht mit Bildern dienen, denn der Weg in die vorderen Reihen inmitten hemmungsloser pogender Menschenmassen erschien als nicht besonders verlockend... Aber es zeigt auch, wie In Extremo es verstehen, die Stimmung anzuheizen. Darauf waren die Sicherheitskräfte anscheinend auch nicht vorbereitet, denn angesichts dieser unkontrollierten Begeisterung war ein gewisse Nervosität zu spüren. Glücklicherweise endete dieser Auftritt ohne größere Blessuren und ein würdiger Headliner entließ die Menge mit zufrieden strahlenden Gesichtern in die laue Sommernacht.
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Hier noch 2 Eindrücke
von Besuchern des Castle Rocks:
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Ich bin böse oder
auch schwarze Seelen können lachen. Oder einfach nur Facetten ein
und derselben Szene.
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Andrea Scherr