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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Dark Storm Festival

 


Die Ausrüstung dabei und es konnte los gehen. Die erste Band des Abends hatte es wohl, wie immer, am schwersten. Das sollte sich während des Konzerts der "Bloodflowerz" im Publikum bemerkbar machen. Das bunt gemischte Publikum (ca. 2000 Besucher), von schwarz bis weiß, von jeans bis lack, von jung bis alt, war äußerst wählerisch.

Besucher Am 26.12.2003 war es nun endlich soweit, denn das Dark Storm Festival stand vor der Tür. Die Hallen im alten Schlachthof in Dresden waren gut gefüllt und dementsprechend war es angenehm warm.


 

Zurück zu Bloodflowers… gegen 18.30 ließen sie die Gitarren zittern und die Haare fliegen, leider vergeblich. Der große Saal war halb leer und Frontfrau Kirsten schaffte es selbst nicht mal mit versuchter weihnachtlicher Aufheiterung. Weihnachtliche Stimmung zwischen den Menschen aber alles andere als Konzertstimmung. Der Sound war teilweise viel zu kalt und zu eintönig. Bloodflowers

Außer Beifall in den ersten 2-3 Reihen und hier und da ein verstecktes Fusswippen konnte man nicht mehr erwarten.
Kurz und knapp, die Band hatte heute schlechte Karten in Dresden, denn dem Publikum waren keine Emotionen und nur wenig Begeisterung zu entlocken.

SITD Gleich im Anschluss betraten Shadows In The Dark kurz SITD die Bühne. Größtenteils dröhnten Lieder vom Album "Stronghold" aus den Boxen, aber auch Remixe von der "Laughingstock" Maxi waren zu hören. Immernoch hielt sich die Begeisterung beim Publikum in Grenzen, sie reichte zwar schon von der 1 bis in die 6. Reihe aber von Bewegung oder Anteilnahme war in den letzten Reihen nichts zu spüren.

Bei Stücken wie "Snuff Machinery" und "Laughingstock" brach dann wohl das Eis bei manchen Besuchern und die Bewegungen wurden etwas gewagter. So gewagt, dass ein einzelner Fan auf die Bühne stürmte, den Sänger umarmte und dann verzweifelt den Weg ins Freie suchte, sich dabei aber in Richtung Backstagebereich verirrte. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Kurz um Sänger Carsten Jacek war gut gelaunt, sprang ständig von einer Ecke in die andere und versuchte so dem Publikum einzuheizen. Insgesamt hätte das Liedmaterial etwas abwechslungsreicher sein können.

Von 20.20 bis 21.00 spielten dann Gothminister. Einen Vergleich mit "Batman und Robin" konnte man sich nicht verkneifen und so feierte so manch einer nicht nur wegen der Musik. Das mag wohl auch am gemischten Publikum liegen, welches mit Sicherheit nicht zur Zielgruppe von Gothminister gehörte. Die Band versuchte viel Wert auf Outfit und weibliche Performance zu legen und sorgte damit für etwas Abwechslung auf der Bühne. Die nette Dame, mit Namen Dementia, wechselte nach jedem Lied ihre Bekleidung, um, neben dem Sänger, mit ihrem Auftritt zu begeistern. Nur Abwechslung allein ist nicht genug und so blieb der düstere und melancholisch angehauchte Sound (Mischung aus Gothic und Industrial) etwas hinter dem Erwarteten zurück. Nichts desto trotz feierten die Leute mit Gothminister und die Stimmung wurde besser.

21.36 war es dann soweit und Within Temptation sollten beweisen, was sie live zu bieten haben. Menschenmassen, ein brechend voller Saal und jede Menge Jubel. So könnte man es in einem Satz beschreiben. Die Bühne war pompös gestaltet, in der Mitte eine Brücke, lins und rechts daneben zwei übergroße Engel, fast wie im Theater. 3 Gitarrsiten, 2 Keyboarder unter den weißen Bögen und in der Mitte auf einem Podest die Sängerin in einem weinroten Ballkleid. Das Publikum verfiel in einen Rausch und Party war angesagt. Goth Minister

Es wurde getobt und bombastischer Beifall zu Songs wie Ice Queen und Mother Earth war selbstverständlich. In der Bühnengestaltung und im Sound wurden Sie ihrem Image gerecht. Mit 4 Feuerfontänen heizten Within Temptation den Saal zusätzlich ein. Die Fans waren begeistert. Bei langsamen Stücken konnte man nur noch die Hände über den Köpfen der Leute sehen und Feuerzeuge bewegten sich im Rhythmus zur Musik. Es wurde gekuschelt was das Zeug hält. Die Gänge zwischen den Säälen waren leer und wenn es auch so manchen in die Halle nebenan zog (dort spielten Winterkälte und Chombichrist) hatten Within Temptation einen gelungenen Auftritt.

 

Covenant Von 22.30 bis 23.00 war die Crew mit dem Abbau der Dekoration beschäftigt und nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten betraten Klaas, Joakim und Eskil die Bühne.
Wir sollten erstmalig in den Genuss eines speziellen Intros namens "silent night" kommen, welches Eskil für das schwedische Festival "Virtual Xmas" 1996 gebastelt hatte.
Wie immer souverän und gut gestylt in schwarzen Anzügen begannen die Drei von Covenant ihren Auftritt. Mit einer gelungenen Mischung aus alten und neuen Songs brachten sie das Publikum zum ausrasten.

Gespielt wurden: "feedback, go film, rising sun, call the ships to port, edge of dawn, invisible & silent, bullet, der leiermann, leviathan, tour de force und we want revolution". Eskil war wie immer voll und ganz dabei und gab gesanglich alles, was ihm das Publikum mit tosendem Beifall dankte. Aber auch Joakim und der ewig schüchterne Klaas leisteten ihren Beitrag zum gelungenen Auftritt. Gerührt vom Beifall mussten sie die Bühne auch schon wieder verlassen, denn die enge Planung und diverse Auflagen liessen keine Zugaben zu.

 

Jetzt waren Subway to Sally an der Reihe. Anscheinend hatten das Publikum für diesen Abend genug gehört und so verliessen viele die Halle, wie ich, und begaben sich auf den Heimweg.

Trotzt des Stimmungstiefs am Anfang des Konzert kann man von einem gelungenen Abend sprechen, die Bands haben ordentlich eingeheizt und am Ende war jeder glücklich. Bleibt abzuwarten was uns beim nächsten Darkstorm Festival erwartet.

Within Temptation

 

Photos und Text: Michael Düntzsch

 

Bildgallerie Besucher

Bildgallerie Bloodflowers

Bildgallerie Covenant

Bildgallerie Goth Minister

Bildgallerie SITD

Bildgallerie Within Temptation


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