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| Erster Hexenkongress |
Bereits um 10.00 Uhr startete der Kongreß mit der Besichtigung des Bergbaumuseums und einer historischen Silbergrube. Hierbei ging man durch viele Jahrhunderte bestehende Stollen und Schachte. Gegen 12.00 Uhr wurde es dann musikalisch, denn der Geigenvirtuose Valery Oistrach startete seinen künstlerischen Akt. "Die Hexe als Harzsymbol" leitete den Vortrag einer Referentin zum Thema Hexenglauben im Mittelalter ein. Dieser bezog sich speziell auf die Harzer Umgebung und seinen angrenzenden Gebieten. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer wurde gesorgt, gegen 14.00 Uhr fand der gemeinsame Hexenschmaus statt, bei dem außergewöhnliche Gerichte im Silbersaal des Steigerhauses serviert wurden. Nach dem Vortrag "Von Hexen und Weisen Frauen" ging es in die Podiumsdiskussion, bei der es häufig auch um das Bild der Frau und deren Stellung im Gestern und Heute ging.
Am frühen Abend bildete wiederum Valery Oistrach mit Wladimir Chopowski den künstlerischen Abschluß. Im Anschluß daran wurde mit Musik, Tanz, Getränken und Buffet die Walpurgisnacht als Höhepunkt des Tages eingeläutet. Hier wurde bis spät in die Nacht getanzt und gesungen.
Bei soviel Positives gab es jedoch einen bitteren Beigeschmack und zwar der stark kommerzielle Einfluß auf die Veranstaltung. Dieser begleitete den "UNOX"-Festschmaus bis zur kostenlosen Tageskarte für die Spielbanken in der Umgebung bei der Anmeldung. Ob es nächstes Jahr wieder einen Kongreß geben wird stand bis Redaktionsschluß noch nicht fest. Positiv hervorzuheben ist noch, daß es für Nichtselbstfahrer eine Fahrgemeinschaftsplanung seitens des Veranstalters gab. Wer sich informieren will, kann dies beim Niedersächsischen Bergbaumuseum tun.
Armin Kessel