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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Party: Wave & Gothic-Treffen (´95) auf der Domplatte zu Köln 1995

 

Wave & Gothic-Treffen (´95) auf der Domplatte zu Köln & das anschließende Festival

Wie jedes Jahr fand auch an diesen, Pfingstsonntag das schon fast traditionelle Wave & Gothic-Treffen auf der Domplatte in Köln statt, und wie immer war das Wetter morgens ziemlich besch ..... , aber das gehört halt dazu. Der Besuch war in Anbetracht der sonstigen Veranstaltungen, man denke nur an das DYNAMO in den Niederlanden oder das Leipziger Treffen, recht ordentlich. Friedlich war es allemal -‑ Die anwesende Polizei kam (zum Glück) nicht zum Einsatz und ersparte der schwarzen Zunft diverse Seitenhiebe seitens der Presse. Das Wetter besserte sich zum Nachmittag hin und die allgemeine Stimmung mit ihm. Leider war es bislang so, daß die Menge gegen Abend in kleine Grüppchen zerbrach, die alle ihres Weges gingen (Fall, Ballhaus, Marl, etc.). Doch 1995 sollte alles anders werden .......

Erstmal wurde ein großes Festival mit anschließender Party organisiert, das sogar bis Pfingstmontag einschließlich in den Rhenania-Hallen am Rhein stattfinden sollte. Wir vom Entry-Team waren bereits gegen 16:30 Uhr in der Haupthalle und bemühten uns, unseren ENTRY-Stand so gemütlich (?) wie nur halt eben möglich herzurichten. Einziges Problem war die an sich sehr gute (vielleicht sogar zu gute) PA, denn die meisten Verkaufsstände reihten sich senkrecht an die Lautsprecher an. Zwischen uns und den ca. 7 Meter entfernten Lautsprechern standen wenigstens noch Kämpfer & Eddie / Art of Dark - arme Schweine!!! Nungut, ein Soundcheck hat immer laut zu sein und so beschwerte sich auch niemand, noch nicht. 18:00 Uhr war Einlaß und der ehemalige Lageraum füllte sich so langsam. LAST DELAY hatten die undankbare Aufgabe, als erstes zu spielen und die Leute aufzulockern. Das einzige, was sich bis dato bei mir lockerte, waren die Gehörgänge. Zudem gab es auf der Bühne ständig Probleme mit Computer, vermutlich ein ATARI, kann ja auch mal passieren. Als nächstes spielten AMGOD und den Leute schien die Musik zu gefallen. Hauptgig am Abend war Dirk Ivens alias DIVE. Sein Fadory-Sound kam in der alten Rhenania-Halle verdammt gut rüber. Da störte es auch niemanden, daß alles nur von DAT zugespielt wurde. Für uns Entry-Leute war nach dem Konzert der lange Tag (endlich) zuende. Wir ließen Party Party sein und zogen davon, zumindest bis zum Pfingstmontag Nachmittag. Die Reihen waren schon etwas gelichtet, als wir wieder eintrafen. Einige wenige Leute tanzten noch unerbitterlid, auf dem harten Steinboden zu den Klängen von IN THE NURSERY und Co. Immerhin wurde die ganze Nacht durch aufgelegt. An Stelle der verhinderten GARDEN OF DELIGHT spielten dann DIARY OF DREAMS, und das war wohl das Beste, was passieren konnte. Meines Erachtens nach haben DIARY OF DREAMS den besten Auftritt des ganzen Festivals hingelegt. THE FAIR SEX spielten anschließend volles Programm von Ihrer neuen CD Labyrinth, wie immer ausgewogen und professionell. Den abschließenden Gig von CASSANDRA COMPLEX konnte ich mir leider nicht mehr anschauen, da es mit meiner Gesundheit steil bergab ging. Alles in allem war das Festival eine runde Sache und ich möchte hiermit den Veranstaltern ein dickes Lob aussprechen. Trotzdem möchte ich noch als kleinen Kritikpunkt anmerken, daß die Regelung mit der 2-Tages-Eintrittskarte recht ungünstig für die Leute war, die nur am Pfingstsonntag Zeit hatten und so für einen Tag trotzdem den vollen Kurs zahlen mußten.

T.C.

 

 

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