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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| M`era Luna Festival 2003 |
In diesem Jahr fanden sich vom 8. bis zum 10. August ca. 20.000 Besucher in der Sahelzone auf dem Hildesheimer Flugplatzgelände ein. Ja, ihr lest richtig – Sahelzone, denn anders waren die Witterungsverhältnisse nicht zu bezeichnen. Die Quecksilbersäule kratzte an der 40°C Markierung. Nichts anders ist man mittlerweile von diesem Festival gewöhnt: Entweder man wird ersäuft oder geröstet. Die extrem hohen Temperaturen bescherten der Johanniter Unfallhilfe unerwartet viel Arbeit. Allein 600 Besucher mussten wegen Dehydration oder Hitzschlag behandelt werden. Die DUNKELziffer liegt wahrscheinlich viel höher (warme Grüsse nach Nordengland).
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Lockmittel für die vielen Besucher war wohl das Line Up, welches Bands wie Killing Joke, The Crüxshadows, Red Lorry Yellow Lorry, Phillip Boa & The Vodooclub feat. Pia Lund, Project Pitchfork, Dive, In Strict Confidence, Terminal Choice, Wayne Hussey, Placebo, Deine Lakeien , usw. umfasste. |
Das Flugplatzgelände war, wie in den Jahren zuvor, in verschiedene Bereiche unterteilt. Da gab es zunächst das Konzertgelände, auf dem sich die Open Air Hauptbühne, die Hangarkonzerthalle und die Shoppingmeile befand. In einem anderem Hangar, außerhalb des Konzertgeländes, befand sich die Location für die Discoparties und der Zeltplatz nahm den restlichen Platz ein.
Die Bühnen waren recht großzügig geschnitten und Platz für großartige Performances, der Bands, war ausreichend gegeben. Die Hitze machte aber auch den Bands zu schaffen. So begann manches Make Up schon zu zerfließen, bevor der erste Song beendet war. Dies schien aber die Performances der Protagonisten nicht übermäßig zu beeinflussen. |
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Dagegen litt eher die Leistungsfähigkeit des Publikums. Um dieses vor dem totalen Hitzekollaps zu bewahren, setzten die Veranstalter Wasserschläuche, vor der Hauptbühne, ein, und versuchten der Menge auf diese Weise Kühlung zu verschaffen. Einige mutierten hierbei zu regelrechten Wasserratten, wohingegen Andere versuchten sich und ihre Ausstaffierung in Sicherheit zu bringen.
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Zum Bandaufgebot bleibt zu sagen, dass viele der „Hochkaräter“ dieses Jahres bereits auf den vorangegangenen Hildesheimer Festivals vertreten waren (Proj. Pitchfork, de Flip und sein Voodooclub, …). Ein innovativeres Bandaufgebot wäre sicher wünschenswert. Wir wollen keinem der genannten Künstler zu nahe treten, auch nicht der Veranstaltungsleitung, aber für langjährige Besucher dieses Festivals haben diese Konzerte mittlerweile einiges an Attraktivität verloren. |
Probleme ergaben sich für einige Besucher als sie nach kurzem Verlassen des Konzertgeländes nicht mehr mit den dort erworbenen Utensilien (Ringe Nietengürtel, Halsbänder, etc.), aus Sicherheitsgründen, zurückehren durften.
| Für die Discoparties in der Hangarhalle wurden, wie in jedem Jahr Eintritt verlangt (in diesem Jahr 3 €). Leider erreichten die diesjährigen Discoparties nicht die Qualität derer von vor zwei Jahren. Die Lichtanlage stellte nichts besonderes dar ebenso wie manche Djs. Es ist nun einmal problematisch innerhalb einer Stunde von zwei Bands jeweils zwei Lieder zu spielen. | ![]() |
Der Zeltplatz, der mit seinen ausgetrockneten Grasbüscheln eher der Sierra Nevada glich, war gut gefüllt. Leider muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die hygienischen Einrichtungen nicht in ausreichender Zahl vorhanden waren um den schwitzenden Massen und der Hitze gerecht zu werden.Trotz der genannten Kritikpunkte war konnten wir auch dieses Jahr unterm Strich ein entspanntes und zufrieden stellendes Festivalwochenende verleben. Nicht umsonst hat sich dieses Festival in den letzten Jahren dermaßen etabliert. Letzten Endes können wir nur noch in freudiger Erwartung der Dinge harren, die uns im nächsten Jahr in Hildesheim erwarten. Denn auch im nächsten Jahr wird dieses wieder, sofern es stattfindet, ein Highlight in der Festivalsaison darstellen.
Tatjana Stuhlemer, Karsten Seibert
Photos: Tatjana Stuhlemer
Konzertbericht – Terminal Choice
Konzertbericht – The Crüxshadows