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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| In Extremo |
Und wieder einmal gab sich eine der beliebtesten deutschen Bands im härteren Bereich die Ehre und wurde durch regen Publikumszuspruch belohnt. Die spezielle Mischung von Metal und mittelalterlicher Musik, in der ja die Wurzeln der Band liegen, spricht nach wie vor ein breites Publikum angefangen von den Freunden mittelalterlicher Musik über Gothics bis hin zu Metallern an- worin der Grund für den großen Erfolg der Band in den letzten Jahren zu suchen sein dürfte.
Gerade bei In Extremo spielte der Veranstaltungsort eine große Rolle: es sei, wie die Band dem Publikum verkündete, schon immer ihr Traum gewesen, einmal auf der Lorelei auftreten zu dürfen. Umso schöner, dass dieser Traum nun im Rahmen des Zillo- Festivals wahr werden konnte.
Wie immer höchst engagiert und motiviert legte sich die Band ins Zeug und bot dem Publikum eine breite Palette aus bekannten In Extremo- Klassikern und neueren Songs.
Auch pyrotechnische Effekte und andere Showeinlagen kamen nicht zu kurz, unter anderem ein wohl eher unfreiwilliger Ausrutscher von Sänger "Einhorn", der zu einer Bauchlandung führte, aber glücklicherweise folgenlos blieb.
Wie immer hielt man auch emsig Zwiesprache mit dem Publikum, wobei die Band das wohl erste "Open-Air-Casting" im Rahmen eines Zillo-Festivals durchführte.
Auf die Frage ob es im Publikum jemanden Gäbe, der "die Eier" hätte auf die Bühne zu kommen und "A vis lo lop" mit der Band zu singen, meldeten sich einige Unverzagte.
Der schließlich Auserwählte hieß Sascha und war dann wohl doch sichtlich aufgeregt, was sich auf seine stimmliche Leistung dergestalt niederschlug, dass außer schiefem Krächzen im Publikum wenig zu vernehmen war. Allerdings gehört Mut dazu, sich unvorbereitet vor ein großes Publikum zu stellen und etwas zum Besten zu geben. Und so wurde der gute Sascha mit großem Applaus, einem T-Shirt sowie der Bestätigung, dass er einen "Arsch in der Hose" habe von der Bühne verabschiedet.
Es gelang In Extremo wieder einmal hervorragend, das Publikum in den Konzertablauf mit einzubinden; es wurde getanzt, geklatscht, gebangt (hauptsächlich die anwesenden Metaller) und lautstark mitgesungen. Von alten In Extremo- Klassikern wie dem "Palestinalied" und "A vis lo lop" bis hin zu neueren Stücken wie "Erdbeermund" und "Küß mich" war alles vertreten; ein äußerst starker und gelungener Auftritt bei dem man auch musikalisch auf nichts verzichten musste!
JenS