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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

IC 434

 

Belgien und glücklicherweise kein Ende. Nachdem es lange Zeit so aussah, als hätte die kreative Phase im Lande des EBMs nach Front 242, Vomito Negro und Klinik einen Stagnationspunkt erreicht, zeigten uns Bands wie Fuze Box Machine, !Aiboforcen und vor allem Suicide Commando, daß mit gutem belgischen Electro auch weiterhin zu rechnen ist. Eine weitere talentierte Band, die das nötige Potential für einen vorderen Platz auf dem Elektronik-Zug besitzt, ist das Duo IC 434 aus der Nähe von Antwerpen. Ich möchte Euch daher diese Band, deren Klanggewand wie eine Fusion aus alten Pitchfork, Calva Y Nada und ein wenig alte Cat Rapes Dog anmutet,einmal näher vorstellen. Die Band wurde 1991 von Geert De Wilde(progr.,voc.) unter dem Namen "Tales of Doom" ins Leben gerufen. Zunächst noch Geerts Soloprojekt, stieß nach einiger Zeit seine Freundin Genevieve Pira dazu, um ihn fortan bei Live-Performances zu unterstützen. Mitte ’94 wurde das Synthie-Equipment vollends ausgewechselt, was dem Klangnetz der Band einen neuen Sound einbrachte. Ebenso fand man einen neuen Namen- IC 434. Nach einigen persönlichen Problemen verließ Genevieve dann die Band und Geert’s guter Freund Didier De Strooper übernahm den Part des Live-Keyboarders. Bis dato pflastern zwei Tapes ("Paralyzed Beyond", 1994 und"Drowning by Darkness", 1995-siehe Rezis in dieser Ausgabe) den Bandweg, wobei beide durchweg gute Kritiken erhielten(u.a. von Side Line,die mittlerweile die Tapes vertreiben). Mit ihrem melodisch packenden Dark Techno eroberten IC 434 jedoch nicht nur Reviewer-Herzen, auch Labelbetreiber und Musiker Dirk "Dive" Ivens konnte den Klängen wohl nicht Widerstehen signte die Band für sein Daft - Label. Die Debüt-CD soll im Herbst dieses Jahres erscheinen. Auch bei Live-Auftritten (u.a.mit Ionic Vision, Image Transmission,Suicide Commando,Inertia) hat das Duo bereits viele Pluspunkte sammeln können; mit ihren energiereichen Darbietungen verstehen sie es, selbst hartgesottene Bewegungsmuffel in Wallung zu bringen. Ach ja, apropos Suicide Commando(Johan Van Roy), hier hat Geert desweiteren seine Tatkraft walten lassen , beim Song "Mortal Combat" vom "Stored Images"-Album spielte er die zusätzlichen Keyboards.

Was die lyrische Seite betrifft,so verarbeitet Geert die verschiedensten Dinge,z.B. ungewöhnliche Arten der Diskriminierung,Dinge aus dem Tierreich,Friedhofserlebnisse oder auch Astronomie-Thematiken. Besonders von der Astronomie zeigt sich Geert sehr fasziniert:"Ein Blick in den Himmel und ich bin in einem anderen Sinneszustand." Wenn alles nach Plan verläuft,werden auch wir bei Erscheinen des Debüt-Werkes in einen anderen Sinneszustand verfallen,denn die beiden belgischen Studenten werden mit Sicherheit so manchen Electro-Junkie in Begeisterung versetzen. Eine Sound-Kostprobe gibt es übrigens auf dem Side Line-Sampler "Sound-Line Vol.1" zu hören.Eine Band, die man sich merken sollte...

Thanx & greetinx to you,all the best for the future.

Kontaktadresse: Geert De Wilde, Zand 6, 2930 Brasschaat,Belgium

(AX)

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