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| In Mitra Medusa Inri |
In Mitra Medusa Inri - Der Neubeginn
Eines Tages erhielt ich eine tolle e-mail von Michael, einem Mitglied der "In Mitra Medusa Inri". In ihr stand, daß die Band jetzt ganz wie Phönix aus der Asche wieder erstanden ist und auch bereits neues Material existiere. Dies war für mich der Anlaß für dieses Interview, denn ich sehe in ihr eine Band mit großem Potential, von der wir mit Sicherheit in Zukunft noch mehr hören werden...
Entry: Was bedeutet der Name der Band?
INRI: Die Mitra stellt ursprünglich den Hut des Gottes Dagon dar. Die Mitra symbolisierte den Kopf eines Fisches und sollte ein Zeichen der Freundschaft sein. Bis im dritten Jahrhundert die Kirche ihr Machtsystem ausweitete und der Papst die Mitra als sein Symbol beanspruchte.
Inri weißt ein Symbol der Kirche auf, die durch unwiderrufliche Handlungen immer wieder negativ von sich reden macht.
Bei der Medusa handelt es sich um eine Gottheit, die zur Abwehr böser Mächte vor Tempeln und Gräbern eingesetzt wurde. Alle die ihr Haupt erblickten wurden zu Stein.
Zusammenhängend ergeben diese Begriffe zwar keinen Sinn doch die Bedeutung der einzelnen Wörter sind für uns maßgebend. Es regt die Leute hoffentlich zum Nachdenken an , was könnte der Bandnamen bedeuten. Setzen sie sich mit den Themen auseinander die hinter den Begriffen stehen ist auch das für uns als Musiker und Band ein Erfolg. Man kommt dann sehr schnell zu der Erkenntnis das die Institution der römisch katholischen Kirchen ein ausgeklügeltes Machsystem ist und ihren "Gläubigen" Regel und Gesetze auferlegt. Freiheiten gibt es kaum, werden die Regeln nicht befolgt kann sehr schnell ein Ausschluß aus der " Glaubensgemeinschaft" folgen. Und hat die Kirche nicht immer wieder negativ von sich reden gemacht indem sie z.B. rothaarige Frauen als Hexen abstempelte und verbrannte. Natürlich sollte jeder Mensch an das Glauben was er für sich als glaubenswert empfindet, sei es die Jesus, Allah etc. Wir für uns haben festgestellt das der Glaube an sich selbst und den Dingen mit denen man sich umgibt mind. genauso wichtig ist, wenn nicht noch wichtiger, als jeden Samstag in die Kirche zu rennen und zu beten. Aber das muß natürlich jeder für sich als Individuum selber entscheiden. Wir haben unseren Weg gefunden.
Entry: Wie kamt Ihr dazu Musik zu machen?
INRI: Das Interesse für die Musik war immer schon sehr groß. Bei mir begann alles mit dem Kontrabaß spielen, das war der Einstieg in die Musik. Volker spielte schon etwas länger Gitarre und war dann derjenige der Holger an das Basspielen heranführte. Die beiden gründeten die Band Impossible Dreams. Doch schon nach einiger Zeit stellten Volker und Holger fest das die synthetischen Elemente fehlten. Das war der Zeitpunkt an dem ich dann in die Band stieß. Kamen wir doch alles aus dem selben Ort und kannten uns bereits von der Schule. Holger sattelte um auf Synthie und ich übernahm den Part des E-Bassisten. Die Musik von Impossible Dreams hatte damals Einflüsse von Echo & The Bunnymen und auch JOY DIVISION. Aus dieser Band entwickelte sich später IN MITRA MEDUSA INRI.
Entry: Wie kam es zu Eurer ersten CD-Veröffentlichung und wann war das?
INRI: Unsere erste CD die den Titel LONG FORGOTTEN WORLD trägt wurde im Jahr 1996 veröffentlicht. Volker, Holger und ich hatten uns nach ca. 2 Jahren des musikalischen Schaffens getrennt. Wir hatten interne Bandprobleme die immer wieder zur Eskalation geführt haben. Somit sahen wir erst einmal für keine Zukunft mehr für uns. Das Konzert welches wir damals gespielt haben fand in NEUSS statt. Wir waren sehr unzufrieden mit dem Auftritt, was aber Resultat der internen Schwierigkeiten war. Dann kam es zu dem oben beschriebenen Ende. Ja, und ca. ein Jahr später meldete sich Mozart ( Spirit Productions ) bei uns. Er hatte sehr viele Nachfragen bzgl. IN MITRA MEDUSA INRI erhalten und fragte uns ob wir nicht einen CD veröffentlichen möchten. Das ganze kam für uns natürlich sehr überraschend und Volker, Holger und ich setzen uns zusammen um uns jetzt nach einem Jahr auszusprechen und überlegten ob es überhaupt Sinn machen würde das wir eine CD veröffentlichen. Wir kamen zu einem positiven Ergebnis. Wir machten den Deal mit Mozart und schon kurze Zeit später hielten wir die CD in den Händen. Dieses war auch Anlaß nach diesem Jahr Pause wieder in der Ursprungsbesetzung Musik zu machen. Wir nahmen uns vor dieses Mal offen miteinander umzugehen um nicht wieder in den selben Kreislauf zu geraten der uns zur ersten Pause mit den INRI’s trieb.
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Entry: Es gab zu jener Zeit einige Probleme innerhalb der Band. Wie sahen jene aus und woran lagen sie?
INRI: Das war ein schleichender Prozeß, der sich immer mehr und mehr intensivierte. Es wurden Versprechen nicht eingehalten, abgesprochene Aufgaben nicht erfüllt. Es kam zu einem Ungleichgewicht innerhalb der Band und das Vertrauen ging verloren. Wenn sich eine Person in den Vordergrund stellt, aber die anderen beiden eigentlich diejenigen sind die IN MITRA MEDUSA INRI am Leben halten – wir dachten uns, das kann’s nicht sein. Sogar die Freude am regelmäßigen Proben ging verloren. Es war halt nur noch eine Frage der Zeit bis der Punkt kommen würde an dem der Knoten platze. Ja und das war nach dem Neusser Konzert. |
Entry: Wie war die Resonanz auf Eure Musik?
INRI: Die war durch die Reihen positiv. Wir bekamen zu der ersten CD sehr gute Kritiken und bei unseren Livegigs kam unsere Musik bestens an. Wir konnten damals als z.B. Vorband von UMBRA ET IMAGO in der Zeche Carl Essen überzeugen. Auch unsere Gigs im Zwischenfall, Gladhouse in Cottbus und dem Spirit Festival wurden von den Menschen positiv angenommen.
Wir verkauften von unser CD LONG FORGOTTEN WORLD ca. 2000 Stück, was uns selber ein wenig überraschte, spielten wir zwar Live aber nicht wir es die Regel ist, das nach Veröffentlichung einer CD eine ausgiebige Tour durchgeführt wurde. Bei uns verteilten sich die GIGS eher über einen längeren Zeitraum, aber verfehlten nicht ihre Wirkung. Eigentlich verlief alles positiv......
Entry: Wodurch kam es zu Eurem Split?
INRI: Der Split, also der Ausstieg von Holger und mir als Ur-Grüdungsmitglieder von IN MITRA MEDUSA INRI, wurde durch dieselben Probleme hervorgerufen die auch schon vor der Veröffentlichung der ersten CD die Ursache waren. Es hatte sich erschreckender Weise nichts an der Einstellung einer gewissen Person geändert. Dieses Auf und Ab und der Kampf innerhalb der Band war für Holger und mich nicht mehr tragbar. Volker führte die Band ja dann noch weiter, veröffentlichte noch eine zweite CD. Diese hatte aber in meinen Augen nicht mehr viel mit IN MITRA MEDUSA INRI zu tun. Und so ging es langsam bergab mit den INRIS. Irgendwann, ich weiß nicht genau wann das war, da er Kontakt zum Sänger nicht mehr bestand, beendete Volker die Band IN MITRA MEDUSA INRI.
Entry: Was machtest Du danach?
INRI: Die Zeit nach Inris war für mich eine Zeit der Orientierung. Ich war natürlich weiterhin musikalisch tätig, allerdings nur in meinen eigenen vier Wänden. Nebenbei organisierten Holger und ich noch Konzerte für einen Club bei uns in der Umgebung. Wir hatten z.B. DIVE und Monolith zu Gast. Irgendwie juckte es uns beiden wieder in den Fingern Songs zu schreiben und unseren kreativen Output zu nutzen. Das war die Geburtsstunde von MY PERSONAL COUNTDOWN.
Entry: Wann startete Ihr Euer neues Projekt MY PERSONAL COUNTDOWN wie sieht es musikalisch aus und wie war die Resonanz?
INRI: Im Mai 1998 war die Geburtsstunde von MY PERSONAL COUNTDOWN. Das war zu dem Zeitpunkt an dem Volker noch mit IN MITRA MEDUSA INRI unterwegs war. Wir wußten das in uns genügend Potential stecken würde. Als wir den ersten Song komponiert hatten gingen wir ins Studio um diesen aufzunehmen. Als wir das Ergebnis hörten waren wir von uns selber überrascht. Waren wir doch Anfangs die ganze Sache mit etwas Skepsis angegangen. Das bestärkte uns in dem was wir nun machten. Vor allen Dingen verstehen Holger und ich uns sehr gut. Das hatten wir schon während der Zeit bei IN MITRA MEDUSA INRI und beim Organisieren der Konzerte festgestellt. Wir sind jetzt also zu zweit und eine klare Rollenaufteilung innerhalb der Band gibt es nicht. Wir schreiben die Songs zusammen, beide schreiben Texte und ergänzen uns einfach optimal. Besser könnte es gar nicht sein.
| Die Resonanzen betreffend unsere Musik war ebenfalls sehr positiv. Wir bekamen für unsere Demo-CD gute REZIS in der Orkus, Sonic Seducer, Der Schrei. Außerdem wurden wir Gewinner eines großen Demoplacements – Wettbewerb. Wir erhielten auch unheimlich viele Anfragen von INRI Fans die fragten wann eine CD von uns erscheinen wird. Und wir wundern uns immer wieder das die Leute unsere Namen noch mit IN MITRA MEDUSA INRI in Verbindung bringen. Letztlich erhielten wir sogar Post aus Polen, ein INRI Fan der Interesse an dem Material von MY PERSONAL COUNTDOWN hatte. | ![]() |
Entry: Was ist heute mit dem Projekt und wie sind die weiteren Pläne? Wie kam es zu der Auferstehung der Inris und was war der Grund hierfür?
INRI: Die beiden Fragen gehen in einander über.
Nach langer Zeit wurde uns bewußt das wir ohne IN MITRA MEDUSA INRI nicht SEIN können. Bestimmte das doch eine ganze Zeit unseres Lebens und war Lebensinhalt bzw. hörte eigentlich nie auf Lebensinhalt zu sein. Da kam die Tatsache das Volker als letztes ursprüngliches Bandmitglied die INRIS aufgab uns ganz recht. War es doch das wofür Holger und ich lebten und leben werden. Das ist ein Grund warum wir wieder als IN MITRA MEDUSA INRI musikalisch unterwegs sein werden. Ein anderer Grund ist sicherlich der, daß wir sehr viele Anfragen von Fans erhielten und das uns ebenfalls sehr nachdenklich ( im positiven Sinne ) machte. So kam der Gedanke INRI’s wieder zum Leben zu erwecken sehr nahe und ist jetzt Realität geworden.
MY PERSONAL COUNTDOWN wird es so nicht mehr geben.
Entry: Wie sieht das heutige LineUP aus?
INRI: Die Band IN MITRA MEDUSA INRI besteht aus Holger und mir. Als festes Bandmitglied werden wir wohl keinen zusätzlichen Mitstreiter aufnehmen. Wir konnten uns ja oft genug mit den Problemen einer Dreierbesetzung auseinandersetzen. Da möchten und werden wir nicht mehr hinkommen. Wir haben festgestellt das Holger und ich außerdem so am besten zusammen arbeiten können. Für Livegigs werden wir dann einen Livekeyboarder mit ins Boot holen. Live wird Holger für den Gesang zuständig sein, ich werde die Gitarren spielen.
Entry: Beschreibe doch bitte einmal Eure heutige Musik, und in wie weit unterscheidet sie sich von damals?
INRI: Meiner Ansicht nach setzt sich unsere Musik aus Elementen des Synthiepop, des Gothic und des Dark Waves der 80er zusammen. Wir versuchen die Gitarren und die Elektronik gleichwertig zu behandeln. Auf der Demo-CD überwiegt in erster Linie die Gitarre und die synthetischen Elemente geraten in unseren Augen etwas in den Hintergrund. Diese Tatsache hat sich bei den neueren Songs etwas geändert. Wir sind jetzt soweit das die beiden Hauptelemente einen gleichen Stellenwert eingenommen haben. Was für uns allerdings sehr wichtig ist sei es nun Synthie oder auch Gitarre, ist der Einsatz von Melodien. Da kommen unsere musikalischen Favorits zum tragen. Das sind unter anderem CLAN OF XYMOX, NEW ORDER oder aber auch JOY DIVISION. Eine Bestätigung dessen bekamen wir in einer Rezi in der Sonic Seducer: dort wurde über den Song "Heaven under Sea" geschrieben. Wie The Cure und New Order zu ihren besten Zeiten. Das hatte uns selber überrascht, war aber auch gleichzeitig eine Bestätigung unseres künstlerischen Schaffens. Wir sehen aber keinen allzu großen Unterschied zu der Musik von damals. Es ist eher eine Weiterentwicklung dessen was nach der ersten CD von IN MITRA MEDUSA INRI bzw. nach unserem Ausstieg verloren gegangen war.
Die heutigen Songs sind in unseren Augen wesentlich ausgefeilter, auch legen wir Wert auf kleine Details, die einen Song in der Basis positiv verändern können. Das war damals in der ursprünglichen Dreierbesetzung immer mit Problemen verbunden. Aber genauso wie damals verarbeiten wir mit unserer Musik Probleme, Emotionen und Gefühle. Das ist für uns eine optimale Möglichkeit des Outputs. Den Song " WIND STROKE THE TREES" haben wir nach dem Tod eines guten Freundes textlich, sowie musikalisch umgesetzt.
Entry: Wo besteht der Unterschied zwischen MY PERSONAL COUNTDOWN und den INRIS?
INRI: Wie ich schon erwähnte einen musikalischen Unterschied gibt es nicht. MY PERSONAL COUNTDOWN war für uns erst einmal ein Ventil um unsere Musik eine Namen zu geben und zu veröffentlichen. Bei der Gründung von MY PERSONAL COUNTDOWN bestand das Problem das INRIS noch existieren. Also blieb uns anfangs keine andere Möglichkeit als einen anderen Bandnamen zu wählen. Musikalisch ist bzw. war MY PERSONAL COUNTDOWN die Weiterführung von IN MITRA MEDUSA INRI. Den das zweite Album der INRIS " Commedia del arte", das waren nicht mehr die Inris wie Holger und ich sie in Erinnerung hatten.
Entry: Habt Ihr schon Angebote von Labels?
INRI: Uns liegen zur Zeit leider noch keine konkreten Angebote vor. Wir stehen mit einigen Labels in Verbindung. Eine Entscheidung ist leider noch nicht gefallen.
Entry: Wann dürfen wir wieder mit Konzerten rechnen?
INRI: Wenn alles optimal verläuft dann werden wir ab Juni 2001 beginnen unsere ersten Livegigs zu spielen. Wir werden dann natürlich auch einige Songs des 96er Albums LONG FORGOTTEN WORLD zum Besten geben. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr wenn wir wieder auf der Bühne stehen können.
Entry: Was sind Deine Pläne für die Zukunft?
INRI: Pläne, ja ich plane was die meisten Dinge angeht nicht sehr weit im voraus. Betreffend der Musik sieht das natürlich anders aus. Pläne oder auch Wünsche sind, daß wir nächstes Jahr eine CD veröffentlichen können ,unsere Livegigs beim Publikum gut ankommen werden und wir viele Menschen mit unserer Musik erreichen. Außerdem habe ich noch einige Träume die ich gerne in die Realität umsetzen würde. Aber auch dieses Jahr habe ich wieder feststellen können, daß Pläne sich sehr schnell ändern können. Ich für meine Person habe gemerkt, daß der Glaube an sich selbst – sich niemals aufzugeben unheimlich wichtig geworden ist. Das bestärkt mich in den Dingen mit denen ich mich täglich auseinander setze bzw. auseinander setzen muß.
Eines möchte ich aber noch loswerden. Holger und ich bedanken uns bei den Menschen die auch bisher IN MITRA MEDUSA INRI nicht vergessen haben und freuen uns auf ein Wiedersehen.
Schließt die Augen und laßt Euch fallen!!!!!!!!
Dem kann ich mich nur mit den besten Wünschen für die Band anschließen und hoffe, daß sie jetzt mehr Glück haben.
M.V.
"Die ´Mitra` weißt auf eine Gottheit hin, die den Tag beherrscht und ein Zeichen der Freundschaft darstellen soll. Bei der ´Medusa` handelt es sich um eine Gottheit, die zur Abwehr böser Mächte von Tempeln und Gräbern eingesetzt wurde. ´Inri` weißt ein Symbol der Kirche auf, die sich durch unwiderrufliche Handlungen immer wieder in den Schatten stellt, und so von sich negativ reden macht."
Das also von dem Label über den Bandname und seiner Bedeutung. Das dieses für die Band nicht ganz so wichtig war, zeigt sich bei einem Interview, das ich aufgrund eines Konzertes im Bochumer Zwischenfall geführt hatte.
Die Band erzählte mir dabei, daß "wir eigentlich keinen direkten Bezug zu diesem Mystischen Sachen haben. Wir hatten den Namen Medusa und fanden ihn irgendwie zu kurz und auch noch nicht einprägsam genug. Also schauten wir nach und fanden die Ergänzungen, die nun den Namen In Mitra Medusa Inri ausmachen."
| Die Stimme, die für viele Leute eine Ähnlichkeit zu Ian Curtis von Joy Division vorweist, kommt von Volker Rohde, der, wie er selbst sagte, mit Joy Division, Cure und ähnlichen Gruppen großgeworden ist und so wohl ein wenig geprägt worden ist. Fakt ist aber, das es sicherlich keine Joy Division-Kopie ist, da dieses depressive Element von Joy Division nur stark minimiert vorkommt. Man könnte den Stil der Musik eher als Goth-Romantik beschreiben, wobei sie sich zum Ziel gesetzt haben " ...unsere Emotionen in Musik umzusetzen, ohne uns dem gängigen Geschmack anzupassen." |
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Dem gängigen Geschmack sich anzupassen würde sicherlich bedeuten, daß man möglichst viel mit Computern arbeitet und möglichst wenig Instrumente Live spielen zu müssen. Dieses aber haben In Mitra Medusa Inri sicher nicht nötig. So haben sie ihren ersten Termin im Studio von Ausfahrt Records schon nach kurzer Zeit geschmissen, da der Produzent viel zu stark auf die Elektronik ausgerichtet war. Neben dem Sänger und Gitarristen Volker Rohde gibt es noch drei Musiker, die den Baß (Michael Gronau), das Keyboard und das Schlagzeug bedienen. |
Dabei entsteht die Musik durch Ideen von jedem Mitglied der Band, welche dann von allen zusammen diskutiert und bearbeitet wird. Als Ergebnis steht ein Song, der angeführt von der dominanten Stimme unterstützt von ruhigen Gitarrensounds, melodiöse Keyboards und Rhythmus gebendem Schlagzeug überzeugt.
Mit den Texten verarbeitet Volker seine Probleme und auch der Frust der ihn manchmal überkommt fließt mit in die Texte ein, so daß aus der Band, die zwar Anfang ´92 gegründet wurde, sich jedoch Ende ´94 schon wieder trennte, da die Differenzen in der Band einfach zu groß wurden, nun seid mehr als einem Jahr mit durchaus konstanten Erfolg arbeitet. Die Tapes, die ´92 und ´94 bei Spirit Records veröffentlicht wurden, sind natürlich restlos vergriffen, jedoch kann man diese auf der ´96 erschienenen CD "Long forgotten World" hören und sich ein Urteil über das Schaffen dieser vielversprechenden Band machen. Der Vertrag bei Spirit Records kam durch Mozart (Ihr wißt schon, der von "Umbra et Imago") zustande, da er mit seinem Kunstverständniß, sogleich das Potential der Band erkannte und auch die Band, aufgrund starker Hörernachfragen, zur Reanimation drängte. Samplerbeiträge auf den ersten zwei Spirit-Samplern waren vorprogrammiert und stachen weit aus dem Feld der übrigen Songs heraus. Für die Fulltime-CD "Long Forgotten World" mußten lediglich zwei Songs "Violate" und "Tears" zusätzlich aufgenommen werde, der Rest war so gut, daß man eigentlich nichts weiter machen mußte, als die CD zu veröffentlichen und den Namen in einigen Infos publik zu machen. Ohne größere Werbung oder einer großangelegten Tour kam es dann auch zu beachtlichen Verkaufszahlen, die wohl ohne weiteres mit der wahrscheinlich im Sommer dieses Jahres erscheinenden neuen CD übertroffen werden sollten. Was uns auf dieser CD erwarten soll, steht zwar noch mehr oder weniger in den Sternen, jedoch sprechen die restlos positiven Resonanzen der Hörer, ein klares Wort für die weitere Zukunft dieser Band.
Weiterhin sei noch zu erwähnen, daß In Mitra Medusa Inri dieses Jahr wohl auf dem Wave & Gothic-Festival in Leipzig auftreten werden und dort wohl vor ihrem größten Publikum spielen werden dürfen. Einen großer Dank geht von der Band noch an alle Leute, die die CD gekauft haben und auch an die Personen die In Mitra Medusa Inri bis heute so tatkräftig unterstützt haben.
R.R./M.V.