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| Impressions of Winter |
Nicht allzu oft begegnet man einer Band, deren Debutalbum von der Presse derartig hochgelobt wird, wie "Cantica Lunae - Songs of the Moon" von Impressions of Winter. Gäbe es einen besseren Anlaß, dem Mastermind der Band, Joe P., daraufhin ein wenig auf den Zahn zu fühlen?
Entry: Erzähl uns bitte etwas über die Entstehungsgeschichte der Band. Wer sind Impressions of Winter, wie kamt ihr zusammen, welche künstlerischen Absichten verbinden Euch?
Joe: Unsere Absicht, oder besser, unser Ziel ist es, die Lücke zwischen DCD und Stoa zu schließen, da dies meiner Meinung nach wenige Bands tun. Seit ich DCD das erste Mal hörte, hatte ich den Wunsch, diese Art von Musik zu machen, egal wie, nur etwas ähnlich edles zu produzieren, das war mein ganz spezieller Wunsch. Ich hab’ mir dann in Form von Instrumentalsongs diesen Wunsch etwas erfüllt, aber dann wurde ich auf die Idee gebracht, eine Sängerin zu suchen. Diese fand ich dann in Laikha durch eine Anzeige in einem bekannten Magazin. Auch Andres meldete sich auf diese Anzeige, denn ich hatte als Musikstil DCD angegeben. Da Andi DCD auch sehr mag und diese auch männlichen Gesang haben, war er der Überzeugung, daß er bei uns gut aufgehoben sei, womit er auch recht hat. Seine Stimme ist eine schöne Ergänzung des Gesamteindruckes der Musik.
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Tobias war ein sehr guter Freund von Laikha und war zu Beginn eigentlich nur zum Spaß an der Freud’ bei mir mit zu Besuch. Es kristallisierte sich heraus, daß er ja das Democover übernehmen könnte, als Fotograf, welches wir für unser geplantes Demo brauchten. Daß er mit einem derart genialen Cover daherkommen würde, damit hatte eigentlich niemand von uns gerechnet. Wahrscheinlich nicht einmal er selbst...! Wir mußten dann nur noch diese Einzelteile zusammensetzen, um zuerst "Flores Gelidi" und dann "Cantica Lunae" zu machen. Entry: In Leipzig hast Du erzählt, daß Ihr Euch von Laikha getrennt habt. Was waren die Gründe hierfür? |
Joe: Ja, das ist richtig, Laikha ist nicht mehr dabei. Ich möchte auch nicht so sehr näher auf diese Sache eingehen, wir haben uns darauf geeinigt, daß wir unsere Zusammenarbeit aufgeben. Alle Gründe hierfür will ich, wie gesagt, nicht nennen, Ihr zuliebe. Sie hatte sich halt irgendwann zurückgezogen und wir waren insgesamt unzufrieden mit ihr, was sie nicht zu stören schien. Während ich verbissen mit allem, was ich habe und fühle, an Impressions of Winter arbeite, habe ich herausgefunden, daß sie es doch nur als Nebensache sah. Sie meinte, daß sie mir nicht im Wege stehen wolle, und deshalb wohl eine Trennung unumgänglich sei.
Entry: Wird Felicia jetzt ihren Part übernehmen? Und wie wird sich dies auf den Stil der Band auswirken?
Joe: Wie sich das Ganze auf den Gesamtsound auswirkt? Ich denke, nicht negativ. Felicia, das Mädchen, welches den Part nun fast gezwungenermaßen übernehmen muß, aber auch will, ist sehr talentiert, hat ebenso in der Vergangenheit Erfahrungen sammeln können und besitzt eine Ausstrahlung, die mich beim Leipziger Gothictreffen sehr überrascht hat. Felicia ist sich ihrer Sache sehr sicher, und das ist auch gut so. Sie scheint für die Bühne geboren zu sein, und war außerdem auch schon früher bei unseren Konzerten als Backgroundsängerin mit von der Partie, ist also keine Unbekannte für uns. Musikalisch wird sie selbst nicht viel ändern, da sie, im Moment noch, lediglich für die Stimme zuständig ist. Die Musik kommt weiterhin von mir. Andres wird auf der nächsten CD öfters zu hören sein, er hat ein paar ganz interessante Texte geschrieben.
Entry: Welche Vorteile siehst Du darin, mit Gastmusikern zusammenzuarbeiten, anstatt mit einer Band im herkömmlichen Sinn?
Joe: Bei unseren Live-Musikern liegt der Vorteil ganz klar darin, daß du keinem Zwang zum Kompromiß ausgesetzt bist. Ich wahre mir sozusagen die "Narrenfreiheit"...Da ich diese Songs komplett mit dem Computer umsetze (nach dem gleichen Schema wie z.B. :Wumpscut: ), kann ich während des Komponierens nicht mit einem Zweiten, oder gar Dritten herumstreiten, wie welches Arrangement aussehen soll. Daß dabei nichts, aber echt nichts Produktives ‘rauskommt, das habe ich in der Vergangenheit erlebt. So hat es sich bei uns bewährt, daß jeder sein Aufgabengebiet hat und den anderen machen läßt. Wenn etwas entstanden ist, dann kommen Verbesserungsvorschläge der anderen, oder man hilft sich sonst irgendwie in Form von Textkonzepten oder Melodielinien. Das Ganze hat sich echt bewährt, und so werden wir es wohl auch nicht mehr ändern. Natürlich sind da Lieder, die dem Einen oder Anderen weniger gefallen, aber das ist bei jeder Band so. Dann müßte man sich auf Stücke fixieren, die alle gut finden, und diese bringen wir dann auch auf die Bühne. Außerdem sind wir ja schon drei Musiker, quasi eine Band.
Entry: Ist es nicht schwierig für die anderen, sich in die Musik einzubringen, wenn Du mit Deinen Kompositionen schon den konkreten Rahmen vorgibst?
Joe: Klar, da hast Du schon recht. In die Instrumentierung einbringen können sich unsere zwei "Sangeskünstler" so gut wie nicht, aber ich denke, daß ich bei den Songs immer genügend Freiraum lasse, um darin eigene Gesangsideen zu entwickeln. Darauf kommt es ihnen ja an. Zumindest hat sich bisher keiner der beiden darüber beschwert. Die Sänger haben bisher immer etwas gefunden, was paßte. Andres findet es sogar sehr elegant, wenn er ein Stück vorgelegt bekommt, und er darf es dann komplettieren. Er sagte mal, daß es o.k. sei, solange ihm die Stücke gut gefallen, was scheinbar noch zutrifft. Das Ganze trifft auch auf Felicia zu, wobei sie sich im Moment bei diesem Thema noch etwas zurückhält.
Entry: Cantica Lunae - Songs for the Moon.. Was inspirierte Dich dazu, unter diesem Thema eine CD aufzunehmen? Fühlst Du Dich dem Mond besonders verbunden, oder wolltest Du eine konkrete Idee verwirklichen?
Joe: Irgendwie fühle ich mich schon mit diesem kleinen Freund der Erde verbunden, zumindest fasziniert mich der Mond in seiner Pracht immer wieder. Ich hab’ schon halbe Nächte damit verbracht, diesen hellen Ball am schwarzen Himmel zu betrachten, ja, man kann schon von einer Faszination sprechen. Die Idee zu diesem Rahmen ist uns eigentlich erst viel später gekommen, als Canticum Lunae, der Song, schon existierte. Irgendwer in unserer Runde hatte diese Idee eingebracht, wir haben dann darüber nachgedacht und fanden, daß die Idee sogar sehr gut wäre. Also hat Tobbi diese umgesetzt. "Cantica..." ist allerdings nicht als Konzeptalbum zu sehen. Absolut nicht, wir wollten mir mit diesem Titel lediglich einen Rahmen schaffen. Um den Mond und seine Schönheit geht es einzig und allein beim Song "Canticum Lunae" . Die anderen Songs haben verschiedene Themen, zum Teil sogar sehr unterschiedliche. Die ganzen Songs sind auch nicht für diese Platte geschrieben, sondern stellen lediglich einen Querschnitt unseres Schaffens aus dieser Zeit (1994/95) dar.
Entry: Wie waren die bisherigen Resonanzen auf das Album?
Joe: Die Reaktionen der Presse waren bis jetzt fast nur positiv, was uns schon etwas glücklich macht, aus dem Publikum und aus der Hörerschaft konnten wir noch nicht soviel mitkriegen, außerdem haben wir ja noch keine Verkaufszahlen. Dafür ist es noch etwas zu früh. Ich finde sogar, daß die Presse etwas übertreibt, mit Lobeshymnen. Damit sorgen sie doch nur dafür, daß man blöd im Kopf wird, und sich für "Superstar" hält, in meinen Augen sogar grundlos. Es gibt so viele gute Musiker. Gegen die überschäumenden Rezis versuchen wir mit Gelassenheit anzugehen, wir wollen auf dem Boden bleiben, wir interessieren uns für unser musikalisches Schaffen, sollen doch andere die Macker spielen, die das auch vielleicht besser können. Allerdings wüßte ich natürlich schon gerne, warum gerade dieses Mädchen oder dieser junge Herr unsere CD gekauft hat. Aber das werden wir in den meisten Fällen wohl nicht erfahren.
Entry: Wie kamt ihr eigentlich in Kontakt zu Spirit Production?
Joe: Spirit Poduction? Ich habe Mozart in seiner Kulturruine besucht und ihm dort eines unserer Demos in die Hand gedrückt. Wir wollten auf seinen nächsten Spirit-Sampler, und er hört sich ja bekanntlich fast alles an. Die anderen Labels, die wir angeschrieben haben, die wollten uns nicht, oder wußten nicht, ob sie uns wollen. Mozart hat eine Woche später dieses Angebot gemacht, da er uns total gut fand. Da wir bei dem Deal alle Freiheiten hatten, haben wir uns für ihn entschieden. Zwangsläufig, denn er war unsere einzige Chance, überhaupt mal auf uns aufmerksam zu machen. Ohne ihn wären wir wieder in meinen Schrank gewandert, denn nochmals ein Demo wäre nicht möglich gewesen. Wir besuchten ihn also erneut, und bei einer lockeren Tasse Tee in einem lockeren, kleinen Cafe´ haben wir den Papierkrieg bewältigt.
Entry: Zum Thema Live: wie versucht Ihr, die Stimmung Eurer Songs live zu vermitteln?
Joe: Eines unserer kleinen (oder großen) Probleme. Wie Du ja weißt, arbeiten wir ausschließlich mit Elektronik, was live dann die Darbietung optisch arg schmälert. Die Leute kamen schon mit schönen Vorschlägen an, wie z.B. echte Streichinstrumente, Filmleinwand, Percussions-Exzesse und derlei Sachen, und ich mußte leider immer wieder ganz trocken zurückfragen, wer den ganzen Spaß bezahlen will. All die nötigen, zum teil studierten Musiker, und wissen die, was eine Trommel alleine kostet? Dann soll ich davon 20 in Besitz haben? Und wie transportieren? Mit LKW? Wer fährt? Bei den absolut miesen bis gar keinen Gagen, die wir gekriegt haben, und bei der lächerlichen Zeit für Soundcheck, die uns bisher zustand? Bei einem Konzert hatten wir, sage und schreibe, ganze 25 min (!!!) Soundcheck. Mir kann keiner erzählen, daß man mit vielen echten Instrumenten den Gesamtsound so schnell und natürlich perfekt abmischen kann. Das kann einfach niemand. Deshalb haben wir keine "echten" Instrumente. Wir werden aufgrund unserer Instrumentierung wohl immer ausgebuht werden, denn diese Art von Musik darf man wohl nicht mit Samplern produzieren. Aber soll ich Dir was sagen? Mittlerweile ist’s mir sogar egal, was manche Leute sagen. Sollen sie doch mal solche Musik selber machen...ich bin mir sicher, daß manche Kritiker nicht mal den Einschaltknopf am Synthesizer finden würden... aber lassen wir das Thema, zurück zur Frage, wie wir in Zukunft live auftreten. Wir haben da ein paar Pläne, die ich natürlich, wie sollte es anders sein, nicht verrate (sorry). Komm’ vorbei...
Entry: Was bewog Euch dazu, die lateinische Sprache zu benutzen, und wer war in der Lage dazu, die Texte in Latein zu verfassen?
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Joe: Laikhas Idee war es, mal lateinische Texte zu schreiben. Sie war in der Schule ziemlich fit in diesem Fach, und zur Sicherheit sind noch Lehrer zur Korrektur herangezogen worden. Die Texte sollten somit sogar fehlerfrei sein. Wie wir das in Zukunft machen, wissen wir noch nicht, denn Felicias und Andis Lateinzeiten sind schon länger vorbei. Sowas vergißt man halt mit der Zeit. Vielleicht finden wir ja mal jemanden, der die Texte sinngerecht übersetzen kann. Interessant war es halt schon. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft auch Originaltexte von unbekannten Verfassern verwenden, mal sehen. |
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Entry: Ein wahrer Augenschmaus waren das liebevoll gestaltete Cover und das Booklet Eurer CD. Wie wichtig ist es Dir, die Musik mit der Kunst oder Fotografie zu verbinden?
Joe: Seit wir unseren Tobbi haben, ist es uns schon sehr wichtig. Er hat uns gezeigt, daß wir Musik optisch wundervoll untermalen können, und es ist ihm eine Riesenfreude, sein Können gerade bei uns einzusetzen, da er von der Musik Impressions of Winters begeistert ist. So gesehen ist diese Zusammenarbeit geradezu genial. Er kann seine Fotografien veröffentlichen, ohne einen Buchverlag oder ähnliches aufreißen zu müssen, und wir haben die perfekte optische Umsetzung unserer musikalischen Kreationen zur Verfügung. Man kann also schon sagen, daß eine Hand die andere wäscht, allerdings macht dieses Waschen sehr viel Freude. Die Musik muß natürlich auch alleine stehen können, wie die Fotos ohne die Musik wundervoll sphärisch wirken, aber das Ganze gebündelt birgt doch noch mehr Kraft in sich. So wollten wir nie auf interessante Covers verzichten, auch in Zukunft nicht.
Entry: Mir kam zu Ohren, daß Cantica Lunae Dir im Endeffekt zu romantisch ausgefallen sein soll, obwohl ich denke, daß gerade dies ein großer Pluspunkt der CD ist. Was würdest Du demnach auf Eurem nächsten Album anders machen wollen, welche Stimmungen sollen erzeugt werden?
Joe: Romantik ist aus heutiger Sicht ein sehr dehnbarer Begriff, wie ich meine. Will Roland Kaiser nicht auch romantisch klingen, und ist nur schmalzig? Auch in der schwarzen Szene gibt es Bands, denen in meinen Ohren dieser Selbstmitleidsschmalz anhaftet, leider. Mit diesen Bands will ich nicht in einen Topf geworfen werden, das ist mein Streben. Wir werden bestimmt für die meisten Hörer dieser Musikrichtung interessant bleiben, aber ich will dennoch weg von diesem süßlich-verspielten Charakter, hin zur echten intelligenten, musikalischen Dunkelheit. Die nächste CD wird viel dunkler und depressiver werden, zum gleichen Teil aber auch regelrecht hoffnungsvoll, also diese Wechselbad von Licht und Dunkel wird größer werden. Auch die Soundauswahl und die Einflüsse werden viel facettenreicher sein. Die Akustikgitarre bekommt mehr Einsätze, seltsame, dunkle, asiatische Instrumente wirst Du hören. Und über all dem wird nicht mehr diese brave Stimme stehen, wie Laikha sie hat, sondern die kräftigere und tiefere Stimme von Felicia wird zu hören sein. Mehr klassische Gesangsparts wollen wir einbauen, und Andis ruhiger Gesang hat sich ebenfalls weitergebildet. Ich hab’ mich ja, glaube ich, auch weiterentwickelt, was man hoffentlich auch etwas hört. Ich denke, daß das Folgealbum anders klingt, aber in keinster Weise uninteressant wird. Es wird wohl auch eine solche Reise durch Raum und, vor allem, durch Zeiten.
Entry: Stimmt es, daß die nächsten beiden geplanten Alben bereits komplett fertig komponiert sind? Sind sie dann nicht bis zur Veröffentlichung für Dich selbst schon eher unaktuell, da sich die Grundstimmungen, die in die Kompositionen einfließen schließlich in sofern ändern könnten, daß Du bis dahin kein Bedürfnis mehr hast, sie zu veröffentlichen, und statt dessen lieber neues Material verwendest?
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Joe: Auch in diesem Fall hast Du etwas recht. Da die Songs auf "Cantica" noch von 1994/95 stammen und ich nicht untätig war, ist natürlich eine Menge Stoff zusammengekommen. Wenn ich nachrechne, dann komme ich auf sehr gute Spielzeiten der nächsten 2 CDs. Hört sich doof an, ist aber so. Ich will meine Ideen nicht unterdrücken oder hinausschieben, so arbeite ich sie aus, wenn ich sie habe. Die Grundgedanken oder Gefühle habe ich beim Hören dieser Songs sofort wieder, weil das Gefühl im Song drinsteckt. Wenn du dann nach längerer Zeit dieses Lied mal wieder hörst, dann weißt du sofort, was du dabei gefühlt hast, und die Lieder, die ich für veröffentlichungswürdig halte, die werden nie so unaktuell werden, daß ich sie nicht mehr wollte, Es gibt wohl keinen zweiten Musiker auf der Welt, der so verliebt in seine eigenen Lieder ist, wie ich, das gebe ich ehrlich zu. Damit habe ich aber auch keine Probleme. Spricht dies nicht für die Ehrlichkeit des Musikers? |
Entry: Für wann ist die Veröffentlichung des nächsten Albums geplant? Gibt es schon ganz konkrete Ziele oder Richtungen, in die Ihr Euch mit ihm musikalisch oder textlich bewegen möchtet?
Joe: Wir würden das näxxxte Album gerne im Winter 97/98 bringen, leider ist geschäftlich noch nicht viel passiert. Das muß demnächst geklärt werden. Die musikalische Richtung hatte ich ja schon erläutert, und textlich werden wir es wahrscheinlich sein lassen, zuviel von der Liebe zu schreiben. Das Phänomen Liebe verstehen ohnehin eh’ nur wenige wirklich. Wir werden uns um die Beschreibung von Landschaften kümmern, um Gefühlszustände und um Begebenheiten des Lebens. Ich machte mal den Vorschlag, auf lyrische Weise die Gesellschaft und ihre miesen Zustände zu beschreiben, ähnliches taten ja Qntal, glaube ich, schon mal, aber Andres findet es nicht so gut. Es ist sein Part, Texte zu verfassen. Ich machte bisher nur Konzepte, die er mitverarbeiten kann. Er soll einfach die Songs auf sich wirken lassen und dann den Text schreiben, den er für richtig hält. Er ist ja sowas wie ein "Lyrikfetischist".
Entry: Gibt es noch wichtige Neuigkeiten, die man über Impressions of Winter erfahren sollte? Habt Ihr z.B. noch Pläne für diesjährige Live-Auftritte oder ähnliches?
Joe: Naja, wer definiert, was wichtig ist, wenn nicht derjenige, der es für wichtig hält?
Live-Auftritte kann ich leider keine bekanntgeben, obwohl wir sehr den Wunsch hegen, uns live zu präsentieren. In eine Tournee kommst du nicht rein, und Einzelkonzerte gibt es ja kaum noch. Von daher weiß ich darauf nicht soviel. Heyyy...wie wär’s mit einem kleinen, aber feinen Entry-Festival...? Wir wären dann gerne dabei. Habt ihr darüber schon mal nachgedacht?
Entry: Hmmm....zu guter Letzt: Fällt Dir spontan noch ein nettes Schlußwort für unsere Leser ein?
Joe: Was nettes? Hmmm...da fällt mir nichts ein, außer, daß ich froh bin, daß es noch Leute gibt, die Sinn für Romantik haben. Vielleicht gebe ich Euch mein Lebensmotto mit auf den Weg:
Am Grunde der Erwartung gibt es keine Enttäuschung...
Und so endet sinnschwanger unser Interview mit Impressions of Winter. Grüße gehen an Ina von Vielklang, Felicia, Tobias für die Fotos und natürlich an Joe, der die ganze Arbeit hatte. Möge der Mann im Mond mit Euch sein...
H.M.