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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Project Pitchfork

 

Project Pitchfork - Interview 1

Project Pitchfork - Interview 2

Project Pitchfork - Interview 3

 

 

PROJECT PITCHFORK

"Wir ruhen uns nicht auf unseren Loorbeeren aus, sondern wir arbeiten ständig weiter."

Nach "Steelrose" erscheint die neue Single "Carnival" und dann das langerwartete neue Album "EON:EON".

Ich gehöre zu den Glücklichen, die vorab schon mal ein paar Tracks, und auch "Carnival" hören durften und ich kann nur sagen: Bestellt Euch "EON:EON" schon mal vor!

Genug Neues also, um ein paar Worte mit Dirk Scheuber von Project Pitchfork zu wechseln:

Viele waren ja der Meinung, daß Euer letztes Album "Chak´ra: Red" eigentlich gar kein richtiges Pitchfork-Album war. Auch ich muß zugeben, daß es ein wenig, genau wie die "Alpha Omega", gewöhnungsbedürftig war, aber nach mehrmaligen Hören wirklich ein Knaller ist.

Ich habe öfter den Eindruck, daß die Leute unsere Alben erst drei- bis viermal hören müssen, um sie dann später wirklich zu lieben. Bei der "Chak´ra: Red" haben wir das auch gemerkt, aber dadurch haben wir auch viele neue Leute dazugewonnen. Vielleicht haben einige Leute nicht ganz so den Zugang zu der Scheibe, aber ich war eigentlich ganz begeistert davon. Wir machen Musik aus dem Bauch heraus und überlegen nicht beim Songwriting, welcher Song gefallen könnte oder nicht.

Wir sind mit dem neuen Album "EON:EON" sehr glücklich, weil es für uns der Höhepunkt der jetzigen Laufbahn ist. Auf unserem neuen Album lassen wir sozusagen unsere letzten Alben an uns vorüberstreifen (musikalisch gesehen).

Project Pitchfork

Auf der "Steelrose" hört man ja deutlich, daß Ihr wieder mehr zum alten Stil findet (Richtung "Corps dámour). Auch die Songs vom neuen Album gehen in die Richtung.

Wir können wirklich mit Stolz sagen, daß wir vom neuen Album echt begeistert sind. Wir sind zwar noch nicht ganz fertig mit der "EON:EON", aber wie gesagt, wir lassen unser ganzen bisheriges Schaffen mit einfließen. Die Stücke, die Du hören konntest sind ja auch nur ein kleiner Teil.

(Anm. Wenn sich das ganze neue Album so anhört, dann kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch).

Ihr geht mit FRONT 242 auf Tour in die USA. Würdet Ihr denn auch mal sowas machen wie FRONT 242, d. h. alte Songs von Euch neu auflegen und mixen?

Ich glaube nicht, aber bei einigen Songs, wie z. B. "Fire and Ice", haben wir das durchaus schon getan, also wir haben dem Song ein neues Soundgewand verpaßt. Ich glaube aber nicht, daß wir es in dem Extrem, wie FRONT 242 das gemacht haben, tun würden. Dafür sind wir, glaube ich, viel zu fleißig. Wir machen ja immer neue Alben und FRONT 242 haben ihr letztes Album ja vor Jahren gemacht und bis jetzt ja dann gar nichts mehr.

In Amerika machen wir den Support für FRONT 242, aber wir sind eigentlich, auf der Tour, gleichgestellt, d. h. daß wir nicht nur eine Vorgruppe im eigentlichen Sinne sind. Wir kriegen also auch die volle Lautstärke und die ganze Lichtanlage, nicht so, wie es bei Vorgruppen eigentlich üblich ist, nämlich abgespeckt.

Was ist das für ein Gefühl, mit FRONT 242 auf Tour zu gehen?

Ich habe mich eigentlich nie so mit FRONT 242 auseinandergesetzt. Mir machen mittlerweile seit 10 Jahre Musik und wir sind in dem Sinne auch irgendwie Kollegen. Ich sehe das jetzt nicht als Fan und denke: "Oh Gott! Mit FRONT 242 auf Tour", ich habe sie ja schon kennengelernt und sie sind ja auch nicht mehr die Jüngsten. Das ganze wäre vor einigen Jahren aber bestimmt anders gewesen.

Letztes Jahr auf dem Zillo-Festival habe ich von einigen Leuten gehört, daß Ihr auf der Bühne ziemlich arrogant wärt. Was sagst Du dazu?

Warum das denn? Man darf unser Verhalten auf der Bühne nicht falsch verstehen. Wenn wir auf die Bühne gehen sind wir echt sehr aufgeregt. Wir warten auf das Feedback des Publikums und wollen einfach nur eine Super-Party abfeiern. Ich habe mit solcher Kritik überhaupt kein Problem, aber ich habe nicht das Gefühl, daß wir auf der Bühne arrogant sind. Vielleicht hat es sich das Publikum einfach anders vorgestellt, wie wir auf der Bühne sind, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich handelt sich um ein Mißverständnis.

Bezeichnet Ihr Euch selber eigentlich als "schwarze" Band?

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Peter ja, auf jeden Fall. Ich habe mich im Laufe der Jahre davon entfernt, möchte ich mal sagen. Ich geh schon noch in die Clubs, aber ich bin nicht mehr so auf den neuesten Stand. Peter ist noch viel mehr in der "Szene". Ich habe viele verschiedene Musikgeschmäcker und bin nicht so festgefahren, habe aber durchaus noch Bezug zur "Szene".

Vom 01. Bis 04. Oktober sind Project Pitchfork auf Tour in kleineren Clubs in Hamburg, Köln, Leipzig und Berlin (dort werden dann sogenannte Show-Cases gemacht). Ab Januar geht´s dann auf Deutschland-Tour.

Wir unterhielten uns noch ein wenig über Techno, die "Szene" und über das Photo im Cover der "Steelrose". Ich muß wirklich sagen, daß Dirk Scheuber sehr locker und wahnsinnig nett war. Wenn ich ehrlich bin, habe ich das nicht erwartet (man hat halt wenig Zeit, wenn eine US-Tour ansteht), aber da sieht man mal, wie man sich täuschen kann.

Ich wünsche Project Pitchfork viel Erfolg auf ihrer Tour und werde mir auf jeden Fall ein Konzert in Deutschland anschauen.

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