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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Konzert: Crack Up

 

Crack Up

08. Mai 2002 Hyde Park in Osnabrück

Das Line-Up hörte sich viel versprechend an: "Pro Pain" als Hauptact dieses Abends und "Crack Up", "Do or Die", "Against All" als Support. Und aus diesem Grunde begaben wir uns auf den Weg nach Osnabrück in den Hyde Park, um uns "Crack Up" einmal live auf der Bühne an zu sehen.

Mit einer 20minütigen Verspätung sahen wir den "Hyde Park" am Stadtrand von Osnabrück. Eine Halle, von außen recht unscheinbar, aber von innen an eine Art Zirkusarena erinnernd - eine recht schmucke Disko, in der man am Wochenende mit Sicherheit gut feiern kann.

Wir wunderten uns beim Betreten, das das Set von "Against All" schon umgebaut wurde, obwohl es mittlerweile gerade mal halb neun war. Na ja, egal – "Crack Up" standen ja noch aus.

Als der Zweite Act des Abends "Do or Die" anfingen, staunten wir über die spärliche Anzahl an Fans und Besuchern. Es hätten locker 600 Personen Platz gehabt, aber leider hatten sich bis dato nur ca. 50 Fans vor die Bühne verirrt. Der Rest, ca. 100, standen an den Bars rund um der Manege. "Do or Die" gaben ihr Bestes und schafften es, trotz eines grässlichen Sounds aus der P.A., die Fans in Wallung zu bringen. Zwar hatten sie dazu nur 30 Minuten Zeit und abgesehen von der Musik, die uns nicht lag, war es ein guter Job.

Dann kamen Sie, auf die wir gewarteten hatten – "Crack Up"! Sie hatten eine schwere Bürde zu tragen. Support von "Pro Pain" zu sein, ist nicht leicht. Und deshalb gaben Sie ihr Bestes, sie rockten. Aber aufgrund der immer noch spärlichen Besucherzahlen und des immer noch verwaschenden Sounds sprang der Funke nicht auf das Publikum über. Es war halt nicht recht die passende Mischung zu "Do or Die" oder "Pro Pain".

"Leaving Mexico" und "Another Good Emotion" von ihrem Album "Buttoxin’ Bloom" (Moonstorm Records) kamen nicht in ihrer Stärke, wie es auf ihrem Album zu hören ist, heraus. Zweistimmige Gitarrenparts fielen zumeist der P.A. zum Opfer. Und dann war auch nach 30 Minuten alles leider schon wieder vorbei. Auch sie hatten nicht mehr Zeit als die beiden anderen Anheizer bekommen. Da freut man sich darauf, wenn "Crack Up" als Headliner auf Tour gehen, wo man wohl mehr sehen wird und in besserer Qualität…

Nichts desto trotz glauben wir, dass "Crack Up", die auch am 09.05.02 mit "Pro Pain" in der Zeche Carl in Essen tourten und mit Sicherheit dort mehr Spaß gehabt haben (kleinere Halle), eine rosige Zukunft beschert ist. Weiter so, denn ihr habt das Beste aus diesen Vorraussetzungen gemacht. In einer Halle, in der vor der Bühne kaum Publikum ist, kann kein guter Sound und Stimmung aufkommen.

Dann war’s 22Uhr, der "Hyde Park" mit jetzt ca. 250 zahlenden Gästen gefüllt.

"Pro Pain". Scheinbar waren fast alle nur wegen "Pro Pain" gekommen, denn im nu war es vor der Bühne voll, die Bars fast leergefegt und jeder hatte wie auf Knopfdruck gute Laune. Es waren ja halt "Pro Pain" – wem’s gefällt.

www.crackup.de

 

Katharina Buescher & Georg Henzel

 

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