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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| Presseerklärungen |
An dieser Stelle bieten wir den Raum, Presseerklärungen unseren Lesern zugänglich zu machen, und zwar auch solche, mit denen wir nicht konform gehen, solange sie nicht strafrechtlich relevant sind. Wir werden sie nicht kommentieren, da unsere Leser sich sicherlich ihre eigenen Gedanken machen werden.
Presseerklärung Desert + Fortune (Juni 2002)
Presseerklärung VNV Nation (Mai 2002)
Presseerklärung Syria (Mai 2002)
Presseerklärung Qntal / Estampie (Januar 2002)
Zu unserem größten Bedauern haben Fields of the Nephilim ihre Zusage für den Auftritt im Rahmen des 10. Wave-Gotik-Treffens zurückgezogen. Das WGT Team bemüht sich eine adäquate Band für das 10. Wave-Gotik-Treffen zu verpflichten. Zu den Gründen für die Absage von Fields of the Nephilim bitten wir Euch folgende Presseerklärung, welche dem WGT Team Carl McCoy auf dem elektronischen Postweg zukommen lassen hat, zur Kenntnis zu nehmen.
Das WGT Team
PRESS RELEASE
"The Nephilim regret to inform you that we are unable to perform at the Wave Gotik Treffen Festival (June 2nd) and the Zillo festival (June 16th), as scheduled, due to personal and professional reasons. If we had not been held back with our project they would have been fantastic opportunities to show you our new material. In Carl's eyes the album has been cursed and postponed enough by unforeseen forces that be. We have promised you, our loyal fans, the next chapter We thank you for your ongoing patience and due to our commitment to our devotees this project's completion is our first priority. Our new album is the key to our future and we are not prepared to compromise our fans' expectations any more. We are sorry that you have been disillusioned, The Nephilim is not about celebrating the past, it is a deep and intense way of life. Those who understand the significance of the philosophy will understand that there is no other reason for being there."
Regards,
Carl McCoy
Presseerklärung zum "Wave-Gotik-Treffen"
Wir möchten, auch im Interesse anderer Bands, ein kurzes Statement zu den Ausfällen der Auftritte beim "Wave-Gotik-Treffen" abgeben: Wir selbst haben noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Anruf unserer Agentur erhalten, daß wir dem Festival dringend fernbleiben sollen, da es große Probleme mit dem Budget gäbe und schon viele Bands am Abreisen seien. Sonntag morgens haben wir dann jedoch beschlossen, trotz aller Risiken und Ungewißheiten, nach Leipzig zu fahren - auf halber Strecke wurde uns über Handy mitgeteilt, daß nun das endgültige Chaos ausgebrochen sei: Locations geräumt, Security auf und davon, Gefahr von "Ausschreitungen" etc. etc. Trotzdem wollten wir uns persönlich vor Ort ein Bild von der Lage machen und gegebenenfalls auch ohne Gage auftreten - zudem waren ein paar befreundete Bands ebenfalls zu solch einer Geste bereit. Leider wurde uns jedoch, nach über sechs Stunden Fahrt am Hotel angekommen, mitgeteilt, daß die Bands ab Sonntag nicht nur sicher keine Gage mehr bekämen, sondern auch noch ihre Übernachtungen selbst zu zahlen hätten...!!!
Als uns anschließend auch noch - trotz Zufahrtsschein - die Einfahrt auf das AGRA-Gelände von der Polizei (!) verwehrt wurde, und wir somit keine Möglichkeit mehr besaßen, unsere Instrumente und die Technik auf das Gelände zu befördern, war eigentlich klar, daß es keinen Sinn mehr mahen würde, noch eine Minute länger in Leipzig zu bleiben! Daß doch noch einige Bands (die größtenteils jedoch wenigstens noch sichere Unterkünfte hatten!) einen Auftritt bestritten, ist bewundernswert - auch wenn wir der Meinung sind, daß diesem ganzen Betrug einfach zu einem gewissen Zeitpunkt die Stirn geboten werden mußte!
Wir haben wirklich das Menschenmöglichste versucht, den Besuchern trotz der Wirren noch einen (halbwegs) schönen Abend und ein gutes Konzert zu bieten - es stimmt uns wahnsinnig traurig, daß so viele Menschen unter den unverantwortlichen Organisatoren leiden mußten! Bleibt nur zu hoffen, daß aus diesem Chaos ein Lernprozeß entsteht, der Geschehnisse dieser Art in Zukunft unmöglich macht!!!
ILLUMINATE & Crew
20.09.2000, VAWS-PR213 Pressemitteilung - Unterwanderung der Schwarzen Szene
Die schwarze Szene ist keine in sich abgeschlossene Subkultur. Verschiedene Musikrichtungen, u. a. Neofolk, Industrial, Gothic-Rock und EBM, aber auch andere kulturelle Bereiche prägen diese Szene maßgeblich. Fester Bestandteil der schwarzen Szene ist seit 10 Jahren der Medienvertrieb VAWS. Die Mitarbeiter wirken als Musiker (Josef Klumb) oder als DJ (Werner Symanek) schon seit Anfang der 80er Jahre im Independent-Bereich aktiv mit. Seit einiger Zeit werden Musikgruppen wie Death In June, Kirlian Camera, Forthcoming Fire, Laibach und Blood Axis, sowie VAWS vorgeworfen, die Szene "zu unterwandern". Aber was heißt in diesem Fall unterwandern?
VAWS ist ein Medienvertrieb, spezialisiert auf Independent-Musik und Underground-Literatur kleiner Verlage. Da es sich gerade in dieser Szene nicht um Kinder im Konsumrausch handelt, sondern um kritikfähige Menschen, hat der Informationsgehalt bei der Auswahl der Bücher oberste Priorität. Die politische Couleur der Autoren bzw. der Verlage ist dabei zweitrangig. "Wir suchen die Essenz des Kritischen, den Hintergrund des Verschwiegenen und die Vorboten des Verbotenen. Unser Angebot ist jedem frei zugänglich - Vorzensur halten wir für abwegig und überholt."
Die schwarze Szene läßt sich nicht unterwandern. Dogmaten sollten zur Kenntnis nehmen, daß in der Szene neben Atari Teenage Riot und Goethes Erben auch Bands wie Forthcoming Fire und Death in June ihren Platz haben. Und VAWS ebenso wie Trikont und Indigo als Medienvertrieb aktiv sind.
Eine Unterwanderung könnte man dann in Betracht ziehen, wenn VAWS die Szene mit politischen Propagandaschriften überziehen würde, so wie es die "Grufties gegen Rechts" mit einer 13.000,- DM Spende der Heinrich-Böll-Stiftung (Die Grünen), oder die millionenschwere Konrad-Adenauer-Stiftung mit der Broschüre "Nachtsaiten der Musik" gemacht haben. Die Szene wird nicht durch Musikgruppen wie Death in June oder Kirlian Camera in Verruf gebracht. Vielmehr sind es bewußte Falschinformationen und die Statements außenstehender Organisationen, die die breite Medienwelt gegen die Szene aufbringen.
Wer seine Boykotthaltung - politisch korrekt - gegenüber den o. g. Bands und VAWS aufrechterhält, sollte seine Beziehung zu BMG (H-Blocks, HIM, Subwax to Sally), die mit der Filmindustrie des III. Reiches nach wie vor gute Geschäfte machen, überdenken.
+++VAWS+++