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| Archiv Bücher - Der siebte Turm: Sturz in die Dunkelheit |
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Der siebte Turm Sturz in die Dunkelheit
von Garth Nix
im deutschen erschienen bei Dino entertainment AG
ISBN 3-89748-402
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Man stelle sich vor: Eine Welt, in der undurchdringliche Dunkelheit und Eiseskälte herrscht, da die Sonne von einem dichten Schleier verhüllt ist. Eine Welt, in der das Licht als höchstes Gut verehrt wird und der Besitz von lichtspendenden Sonnensteinen das Ansehen und die gesellschaftliche Stellung einer Person bestimmt.
In dieser Welt wächst der junge Held der Geschichte, Tal Graile-Rerem, mit seinen Geschwistern auf- das heißt, eigentlich weiß er nicht besonders viel von dieser Welt, denn er ist ein "Erwählter" und lebt in einem riesigen Schloss, wo er die Magie und den Umgang mit dem Licht erlernt und das er noch nie verlassen hat.
So ist er auch nicht besonders gut vorbereitet, als er bei dem Versuch, den siebten Turm des Schlosses hochzukraxeln und oberhalb des dunklen Schleiers einen Sonnenstein für seine Familie zu stehlen, abstürzt und in der Eiswüste außerhalb des Schlosses landet. Er überlebt nur dank seines Schattenwächters, der Tal bei seinen Abenteuern beisteht und seinen Sturz abfängt.
Er macht sich auf den beschwerlichen Weg zurück zum Schloss, wobei er auf die Eiscarls trifft, ein nicht ganz ungefährliches Volk, das auf riesigen Schlitten lebt. Außerdem gilt es, gegen grauenhafte Kreaturen zu kämpfen und sich nicht von Schildjungfrauen umbringen zu lassen.
Ob Tal sein ziel erreicht, bleibt in diesem ersten Band der Fantasy- Reihe "Der siebte Turm" offen und es schließt sich ein Glossar an, in dem man die zentralen Begriffe und Personen nachschlagen kann.
Eigentlich ist das ja eine interessante Idee: Eine Welt, in der Licht gleichzeitig Geld und Gottheit darstellt und seinen Besitzer blind macht für den Rest der Welt, der nicht davon beschienen wird…
Allerdings wird diese Ebene der Handlung, falls sie beabsichtigt war, im Verlaufe der Handlung vom Autor vernachlässigt und muss der vordergründigen Handlung weichen.
Diese ist ziemlich einfach gestrickt, so ist z.B. von verschiedenen Erzählsträngen keine Spur und auch die fantastischen Elemente sind- na ja, ganz nett, aber sie schaffen es letztlich nicht, den Leser aus seiner realen Welt zu entführen.
Allerdings ist die Geschichte um Tal lebendig geschrieben, recht leicht zu lesen und außerdem s e h r g r o ß gedruckt sodass die 267 Seiten wie im Flug vorbei sind.
Mich hat es nicht vom Hocker gehauen und ich komme zu dem Schluss, dass "Der siebte Turm" sich vielleicht doch eher an Leser im Alter des Helden, so um die 13, wendet…
Katharina Buescher