Entry
Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - Geisterjäger John Sinclair -

 

Hörspiele - Geisterjäger John Sinclair

 

Hörspiele kommen wieder in Mode. Hatten die öffentlich rechtlichen Radiosender schon ihr Kontingent für Hörspiele gestrichen, so werden diese wieder für eigene Produktionen aufgestockt. Der Trend geht zweifelsohne wieder hin zum Hörspiel.

John Sinclair Nicht nur auf Kinder üben diese einen Reiz aus. Es sind gerade die Erwachsenen, die diese Leidenschaft wieder entdecken. So berichtete ein Verkäufer bei HMV (Frankfurt, Zeil), dass die meisten Grusel- und Krimihörspiele von Personen der Altersgruppe 20 aufwärts gekauft würden.

Hörspiele werden gerne bei einer Bahn- oder Autofahrt gehört da diese subjektiv die Zeit verkürzen. Ebenso geschätzt sind diese zur Entspannung oder als Einschlafhilfe.

Was gibt es auch schon netteres, als ein schönes Gruselhörspiel, mit Kerzenschein, in einer schaurig schummrigen Umgebung zu genießen. (Also faktisch in einem Standard Gothicwohnzimmer)

Dem Trend folgend wurden viele alt bekannte Hörspiele neu aufgelegt und zum Teil auch neu besprochen. Dem wurden auch John Sinclair und seine Freunde zum Opfer, ebenso wie Jan Tenner und andere Hörspielhelden.

So erreichte die Hörspiel CD John Sinclair "Der Anfang" am 06.05.2002 Platz 41 der Top 100 Longplay Charts.

Die alten Hörspiele, nach den Romanen von Jason Dark erschienen im Bastei-Lübbe Verlag, wurden von der Tonstudio Braun KG in Wiesbaden verlegt. Bei der neuen Edition liegen die Rechte bei der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co KG, Bergisch Gladbach.

Die Geschichten beider Editionen beruhen auf den Romanen von Jason Dark. In diesen kämpft John Sinclair, der Sohn des Lichts, gegen das Böse. Mal gegen den schwarzen Tod, seinen Erzfeind, Asmodina, einer Erzfeindin, oder eilt auch mal einem deutschen Kollegen (Will Mallmann) zu Hilfe und nimmt es auch sonst noch mit allen anderen übernatürlichen Übeln auf.

John ist Inspektor bei Scotland Yard und ist dort für Fälle der übernatürlichen Art zuständig.

Ausgestattet ist er mit einem Kreuz, durch welches starke Mächte wirken, später mit einer Dämonenpeitsche und zu guter letzt hat seine Beretta, mit Silberkugeln geladen, noch so manchen Werwolf oder Vampir gekillt. John Sinclair

Aber was wäre ein Geisterjäger ohne tatkräftige Unterstützung. Diese findet er zum einen in Jane Collins. Sie ist die Freundin und Geliebte von John, wobei gesagt werden muss, dass dieser nicht sonderlich monogam lebt. Zusätzliche Unterstützung erfährt er aber auch noch von Bill Conolly, einem Reporter. Er und seine Frau Sheila werden auch des Öfteren in die Kämpfe gegen die Unterwelt verwickelt. Aber natürlich ist da ja auch noch sein Freund Suko und dessen Freundin Shao. Mit diesem Team kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Aber natürlich tut es das oftmals doch, ansonsten wäre die ganze Serie recht uninteressant.

Die beiden Editionen unterscheiden sich vor allem in Stil. Die neue wirkt härter und auch schockierender. Wobei die alte Edition einen Charme in sich birgt, der wahrhaft einzigartig wirkt. Natürlich ist vieles veraltet, wie die Billigorgel Hintergrundmusik. Aber die Stimmung wird einwandfrei rübergebracht. Auch das Lachen, der Charme und der Witz sind in der alten Edition einmalig.

Die neue Edition ist nicht kaputt zureden. Auch sie birgt ihre Vorzüge. Und welche Edition man letztendlich bevorzugt hängt sicherlich vom individuellen Geschmack ab. Am ehesten kann man das alles mit James Bond vergleichen. Die einen bevorzugen die Nonchalance und den Witz eines Roger Moores während andere die Coolness eines Pierce Brosnan bevorzugen.

Tatjana Stuhlemer

Home Zurück