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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| Filmrezensionen - FEARDOTCOM |
Columbia Pictures
Präsentiert
eine Koproduktion von
APOLLOMEDIA/FEAR.COM PRODUCTIONS/CAROUSEL FILM COMPANY
mit Unterstützung des
FILM FUND LUXEMBOURG
www.feardotcom-der-film.de
Filmlänge
101 Minuten
Bildformat
Cinemascope 2,35:1
Ton
SRD/SR
FSK
freigegeben ab 16 Jahren
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Stab |
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| Regie | WILLIAM MALONE |
| Drehbuch | JOSEPHINE COYLE |
| Story | MOSHE DIAMANT |
| Produktion | MOSHE DIAMANT, LIMOR DIAMANT |
| Ausführende Produzenten | ELIE SAMAHA, ANDREW STEVENS, DAVID SAUNDERS, MARK DAMON, RUDY COHEN, FRANK HÜBNER |
| Co-Produktion | JAN FANTL |
| Kamera | CHRISTIAN SEBALDT |
| Ausstatttung | JÉRÔME LATOUR-BURCKHARDT, MARKUS WOLLERSHEIM, FRANK GODT |
| Schnitt | ALAN STRACHAN |
| Kostüm | KERSTIN ROSSBANDER |
| Musik | NICHOLAS PIKE |
| Ton | CARLOS THOSS |
| Produktionsleitung | YORAM BARZILAI |
| Deutsche Bearbeitung | FFS FILM- & FERNSEH-FERNSEH-SYNCHRON GMBH |
| Deutsches Dialogbuch/Dialogregie | JAN ODLE |
BESETZUNG |
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| Mike Reilly | STEPHEN DORFF | Silvan Leirich | ![]() |
| Terry Houston | NATASHA MCELHONE | Carin C. Tietze | |
| Alistair Pratt | STEPHEN REA | Ekkehardt Belle | |
| Sykes | JEFFREY COMBS | Thomas Rauscher | |
| Turnball | NIGEL TERRY | Joachim Höppner | |
| Frank Bryant | MICHAEL SARRAZIN | Michael Brennicke | |
| Polidori | UDO KIER | ||
| Denise | AMELIA CURTIS | ||
| Kleines Mädchen | JANA GUTTGEMANS | ||
| Kate | ANNA THALBACH | ||
| Jeannie | GESINE CUKROWSKI | ||
„Siehst du gerne zu?“
Was wäre, wenn das Internet nicht nur deine geheimsten Wünsche wahr werden ließe, sondern auch deine schlimmsten Ängste? Was wäre, wenn ein Besuch auf einer Website dein Todesurteil besiegelt? FEARDOTCOM begibt sich in den düster verregneten Straßen eines „Film noir“-New Yorks auf die Spuren dieser verstörenden Vorstellung – 48 Stunden nach dem Einloggen auf der Internetsite FEARDOTCOM stirbt man unter fürchterlichen Todesängsten. Regisseur William Malone (Haunted Hill) schickt Stephen Dorff (Blade, Im Glanz der Sonne), Natasha McElhone (Die Truman Show, Ronin, Solaris) und Stepen Rea (The Crying Game, Das Ende einer Affäre) auf eine packende Schnitzeljagd des Grauens. Visionäre Einfälle, irrlichterne Visionen und alptraumhafter Horror garantieren kompromissloses Schauerkino in einer verblüffenden Verbindung eines sehr modernen Themas mit einem archaischen Grusel-Look. Aufblitzende Abgründe und verborgene Ängste zeigen ihr faszinierendes Gesicht in FEARDOTCOM.
„Bist du bereit zuzuschauen?“
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Regen prasselt in die düsteren verlassenen Gänge einer New Yorker U-Bahn-Station, als Polidori (Udo Kier) die Treppen zum Bahnsteig hinunter rennt und sich gehetzt umblickt. Angst steht ihm ins Gesicht geschrieben, seine Hände umklammern ein Buch, seine Augen sind unnatürlich geweitet, und niemand ist in der Nähe, der bezeugen könnte, ob das, was er sieht, wahr ist oder nur die Ausgeburt seiner Fantasie. |
Wie ein geisterhaftes Leuchten in der Dunkelheit taucht ein weißblondes Mädchen im weißen Kleid auf, spielt mit einem weißen, völlig glatten Ball und springt schließlich hinterher, als der Ball auf die Gleise fällt. Mit einer verzweifelten Rettungsaktion folgt Polidori dem Kind - und stirbt Sekunden später durch einen vorbeirasenden Zug.
Der seltsame Todesfall ruft nicht nur Detective Mike Reilly (Stephen Dorff) und seinen Kollegen Styles (Jeffrey Combs) auf den Plan, sondern durch die Ebola-ähnlichen Anzeichen bei dem Toten auch die Ermittlerin des Gesundheitsamtes Terry Huston (Natasha McElhone).
Mike Reilly ist nicht gerade begeistert von diesem Fall. Vor allem, weil er mit seinen Gedanken noch bei den brutalen Morden von Alistair Pratt (Stephen Rea) ist, des sogenannten „Doctors“, der seine sadistischen Folterungen an jungen Mädchen über das Internet als Live-Feed anbietet und Reilly als seinen „Brieffreund“ auserkoren hat. Einmischen darf er sich allerdings nicht mehr, da das FBI die Ermittlungen übernommen hat. |
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Und noch kann Reilly nicht wissen, dass die Spuren beider Fälle in die gleiche Richtung führen. Zur gleichen Zeit hat der „Doctor“ ein neues Opfer gefunden und beginnt ein böses Folterspiel vor laufender Internet-Kamera, immer den Zähler der zugeschalteten Internetuser im Blick. Tagelang wird er die junge Frau mit Skalpellen und anderen chirurgischen Instrumenten quälen bis sie danach bettelt, durch den Tod erlöst zu werden.
Mike Reillys und Terry Hustons erstes Treffen auf dem Polizeirevier wird von einem herein geführten Punker gestört, der zusammenhangslos nach seiner Freundin schreit und wild um sich schlägt. Kurze Zeit später ist der Junge tot, sein Gesicht in Todesfurcht erstarrt, seine Augen blutend. In seiner Wohnung finden Mike und Terry seine Freundin tot in der Badewanne vor, ihr Gesicht so verzerrt, als wäre sie in Angstkrämpfen umgekommen. Nachdem das Labor des Gesundheitsamtes Ebola und ähnliche Erreger als Todesursache ausgeschlossen hat, weiten die beiden ihre Ermittlungen in andere Richtungen aus. Die Videokamera des Punkerpärchens zeigt die beiden, wie sie vor dem Computer sitzen und offensichtlich etwas Bemerkenswertes im Internet entdeckt haben. Lichter zucken über ihre Gesichter, anschließend wirken sie ebenso verwandelt wie verängstigt.
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Seltsam verhält sich auch Terrys Chef Turnbull (Nigel Terry) - und tatsächlich stirbt auch er in Tagesfrist. Eingeschlossen verbrennt er in seinem Auto und sieht kurz vor seinem Ende das kleine weißblonde Mädchen. Reilly kommt angesichts des zerschlagenen Computers in Turnbulls Wohnung auf die Idee, die Festplatten aller vier Opfer von der Computerspezialistin Denise (Amelia Curtis) auf ihre Internetnutzung untersuchen zu lassen, und bekommt so den entscheidenden Hinweis. Alle vier Opfer haben sich kurz vor ihrem Tod auf der Website FEARDOTCOM eingeloggt. Um genau zu sein: 48 Stunden vor ihrem Tod. |
Fatalerweise aber kann auch Denise den Lockrufen von FEARDOTCOM nicht widerstehen: einer Frauenstimme, die wissend fragt, ob sie es mag zuzuschauen. Ein Klick bringt verstörende Bilderblitze von verbotener Gewalt und führt einen Schritt weiter. Die Stimme, die sogar ihren Namen kennt, will nun wissen, ob sie mehr sehen möchte, und per Mausklick besiegelt Denise ihre letzen 48 Stunden.
Ihr seltsames Verhalten am nächsten Tag lässt Mike zwar aufmerken, doch zu spät wird ihm klar, dass auch sie sich eingeloggt haben musste. Als er gemeinsam mit Terry vor ihrer Wohnung ankommt, stürzt sie sich gerade aus dem Fenster und landet auf seinem Auto. Ihre Wohnung ist völlig verwüstet und vom Boden bis zur Decke vollgekritzelt mit binären Zahlenreihen. |
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Die einzige alternative Spur, der sie noch nachgehen können, ist das Buch, das Polidori bei seinem Tod in der Hand hielt. Eine visionäre Abhandlung über das Internet, die er gemeinsam mit Frank Bryant (Michael Sarrazin) geschrieben hat. Als Terry und Mike ihn in einer Kneipe aufspüren, erzählt er ihnen von Polidoris verrückter Idee, dass das Internet in der Lage sein könnte, den Datenfluss als Energie zu kanalisieren, die dann in jeder möglichen Form auftreten kann – also unter bestimmten Umständen ein Eigenleben entwickeln. So abwegig sich diese Theorie auch anhört, so genau passt sie auf diesen Fall.
In der nächsten Nacht kommen sich Mike und Terry näher und Terry verlangt Mike den Schwur ab, sich auf keinen Fall bei FEARDOTCOM einzuloggen. Daran halten kann er sich nicht. Er macht sich Vorwürfe für den Tod von Denise und vermutet darüber hinaus, über FEARDOTCOM vielleicht den „Doctor“ fassen zu können. In Denises Wohnung tippt er die verhängnisvollen Buchstaben in den Computer, wieder taucht sich der Bildschirm in eine dunkle Wolke und wieder beginnt die Frauenstimme den Dialog. Wieder folgen bizarre Ansichten und zusammenhangslose Bilder dem endgültigen „Yes“ und sofort überfallen Reilly derart heftige alptraumhafte Visionen, dass er schließlich im Krankenhaus landet.
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Als Terry aufwacht, weiß sie sofort, was Mike getan hat und auch sie loggt sich bei FEARDOTCOM ein, um Mike – und sich selbst – zu retten und vielleicht das Geheimnis zu lösen. Ihr entscheidender Gedanke ist die Verbindung zwischen FEARDOTCOM und dem psychopathischen „Doctor“. Aus den Akten über den Serienmörder erfährt sie von seinem ersten Opfer, das 48 Stunden lang vor laufender Kamera zu Tode gequält wurde. |
Ihre Leiche wurde niemals entdeckt, ihr Mörder niemals zur Rechenschaft gezogen und ihr Schrei nach Vergeltung hat sich offenbar in der Internetsite FEARDOTCOM manifestiert – Rätsel und Rache gleichsam. Langsam beginnen die halluzinogenen Bilder auf FEARDOTCOM Sinn zu machen. Wie Teile eines Puzzles fügen sie sich zu einem Gesamtbild, das die Umstände eines vergangenen Mordes beschreibt und Terry nicht nur zur Leiche führt, sondern auch zum Versteck des „Doctors“, der kurz davor ist, sein neues Opfer umzubringen. Terry holt Mike aus dem Krankenhaus und gemeinsam fahren sie zu dem vermuteten Unterschlupf des Killers. Können sie sein neues Opfer retten und sein erstes rächen? Werden sie selbst ihren Todescountdown überleben, den sie durch ihren letzten Klick auf FEARDOTCOM ausgelöst haben? In dieser Nacht fällt die Entscheidung ...
PRODUKTIONSNOTIZEN
Ein junger New Yorker Detective (Stephen Dorff) geht gemeinsam mit einer hübschen Ermittlerin des Gesundheitsamts (Natasha McElhone) den rätselhaften Todesumständen von vier Menschen nach, die alle genau 48 Stunden nach ihrem ersten Einloggen auf der Internetsite FEARDOTCOM gestorben sind. Was sie bei ihrer Spurensuche herausfinden, ist genauso unfassbar wie die Todesfälle selbst.
Und Grauen erregender als ihr grässlichster Alptraum.
| MDP Worldwide präsentiert eine Koproduktion von ApolloMedia/Fear.com Productions und Carousel Film Company mit der Unterstützung des Film Fund Luxembourg, einen William Malone-Film mit Stephen Dorff, Natasha McElhone und Stephen Rea in den Hauptrollen. Regie führte William Malone, das Drehbuch schrieb Josephine Coyle nach einer Story von Moshe Diamant. Produziert wurde der Film von Moshe Diamant und Limor Diamant, ausführende Produzenten waren David Saunders, Mark Damon, Rudy Cohen, Frank Hübner und Romain Schroeder. Verantwortlich für die Kamera war Christian Sebaldt, den Schnitt überwachte Alan Strachan, Produktionsdesigner war Jérôme Latour, Koproduzent war Jan Fantl und für die Musik war Nicholas Pike zuständig. | ![]() |
MDP Worldwide präsentiert mit FEARDOTCOM einen Horrorthriller, der sich in den düsteren Straßen New Yorks auf die Suche nach der geheimen Seele des Internets macht. Der in Luxemburg gedrehte Film wurde von William Malone inszeniert, der als Regisseur des Kinoerfolges House on Haunted Hill (Haunted Hill, 1999) bekannt wurde. „Die Geschichte spielt im heutigen New York, aber unsere konzeptionelle Vision sah Schauplätze und Architektur des industriellen New Yorks Dreißiger Jahre vor“, erläutert Malone. „Luxemburg mit seinem oft verhangenem Himmel und den Möglichkeiten, in verlassenen, verfallenen Fabriken und Lagerhallen zu drehen, erlaubte uns die Umsetzung dieser Vision.“
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Produktionsdesigner Jérôme Latour, Cutter Alan Strachan, Kameramann Christian Sebaldt und der Spezialeffekte-Supervisor Harry Wiessenhaan halfen Malone bei der Gestaltung eines „Nebeneinanders von modernster Informationstechnologie und einem Setting lange vergangener Tage. Die Geschichte und die grobkörnig-urbanen Eindrücke von FEARDOTCOM lassen alt und neu aufeinanderprallen.“ FEARDOTCOM vereint den vielseitigen Stephen Dorff (Blade, Cecil B, Im Glanz der Sonne) und die bemerkenswerte Natasha McElhone (Mein Mann Picasso, Die Truman Show, Ronin) mit solchen Thrillerveteranen wie Stephen Rea (Interview mit einem Vampir, The Crying Game), Jeffrey Combs (Haunted Hill, Ich weiß noch immer was Du letzten Sommer getan hast) und Udo Kier (Shadow of the Vampire, Dancer in the Dark). |
Sie treffen auf halluzinogene Indizien und kranke Visionen von Mörder und Opfer gleichermaßen während sie der tödlichen Gefahr durch die Internetsite FEARDOTCOM nachgehen.
Stephen Dorff spielt den selbstbewussten Polizisten Mike Reilly, der immer noch den ungelösten Fall „Doctor“ mit sich herum trägt, als er nach einigen mysteriösen Todesfällen auf die Internetsite FEARDOTCOM stößt. Dorff las das Drehbuch sehr sorgfältig, um ein Gefühl für seinen Charakter zu bekommen, „aber ich ließ ihn erst vor der Kamera wirklich entstehen, Moment für Moment, in einer stetigen Weiterentwicklung durch jede Interaktion.“
Dorffs Leinwandpartnerin Natasha McElhone in der Rolle der engagierten Terry Huston vom Gesundheitsamt empfand ihre Arbeit als „außerordentliche Herausforderung, da Spannung und Tempo so wichtig für die Geschichte waren, Jeder Tag brachte mich an die Grenzen.“ „Die Chemie stimmte zwischen uns und so konnten unsere Charaktere wirklich Gestalt annehmen und zu Leben erwachen“, beschreibt Dorff die Zusammenarbeit mit Natasha McElhone. |
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Der Spezialeffekte-Supervisor Wiessenhaan erläutert des Weiteren, dass dieser Thriller „hauptsächlich auf dem Spannungsaufbau und der Atmosphäre des Film Noir beruht.“
Um die dramatische Textur der Geschichte noch zu verstärken, nutzte Malone Spezialeffekte zur Betonung der Charaktere und Handlungselemente sowie für die Ausweitung der visuellen Ausdrucksmöglichkeiten. „In FEARDOTCOM“, so Malone, „unterlegen wir subtile, winzige Elemente mit kaum wahrnehmbaren Spezialeffekten, die aber unterbewusst ankommen und sowohl Spannung als auch Unbehagen vergrößern.“
M.V.