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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - L -

 

Lacuna Coil
La Floa Maldita
Jana Lanka
LA MAMOYNIA
L`ame Imortelle
La Morte De La Maison
The Last Dance
The Last Days Of Jesus
Lacrimosa
LADY BESERY'S GARDEN
Lake Of Tears
Lazlo Hortobagyi
Leather Strip
Le Cri du Mort
Left Hand Solution
Legendary Pink Dots
Leila K.
Christian Dörge - Lycia
Letzte Instanz
Lights Of Euphoria
LILALU
Limbo
L.I.N.
Linkin Park
Lit
L.minygwal
Lokalmatadore
London After Midnight
Loom Light
LOVELIESCRUSHING
Love Like Blood
Lucie Cries
Lunastoy
Lydia Lunch
Lymingwal

 

L.minygwal - Somn - Quamby Hill rec.

Fett wie Pottwal kommt L.minygwal aus den Boxen und Bässen. Tiefe Gitarren, echtes Schrömmel; dazu martialischer Gesang, teils brutal exstatisch wie eine Walkürenorgie nach Stechapfel. Unbedingt erwähnenswert die Tracklist: "if-2-3-or-5-x". Geil! '... aprupte rythmus- und tempiwechsel ... ineinander geflochtene melodische und noisige parts ...' schreibt das Label und trifft damit den Ra-batz und -baukensound der Dreiercombo ins sprichwörtliche Schwarze. Wenn der Freund Schluss gemacht hat oder der 6er im Lotto ansteht - für beides bietet sich L.mynigwal's "Somn" an. Aber erst ab 100dB. Alles andere wäre mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

SEBO

 

LEILA K. - C´MON NOW / MCD - Mega Scandinavia

Bisher habe ich LEILA K. eigentlich immer mit in die vermeindliche Pop-Ecke gesteckt, doch jetzt muß ich ehrlich zugeben, wie falsch ich damit gelegen habe. „C'mon now" heißt die neue Single der wilden Dänin, auf der sie alles andere als schnöden und langweiligen Pop macht. Ein geiler Beat, ein tiefer Bass, ein leichter Refrain und fertig ist der Hit a´ la BJORK's "Army of me"... Note: 1

T.C.

 

LIMBO - SEIN UND ZEIT / DISCORDIA

Diese CD ist erstens ein weiteres Mal der Beweis, daß man auch mit relativ minimalistischer Instrumentierung eine atmosphärisch dichte Musik machen kann, es müssen ja nicht immer die Monstersoundwälle sein, und zweitens daß auch aus Bella Italia guter Elektro kommen kann, was aber auch schon bekannt sein dürfte. LIMBO-Mastennind G. Luca B. gibt sich auf der neuesten CD sehr sehr sinister, sowohl beim Cover-Artwork, als auch bei der Musik und bei den Texten. In denen geht es hauptsächlich um den Tod, das Leben und alles Finstere dazwischen, davor und danach, wie Blut, Knochen, Fleisch, das ewige Licht etc.. Das hört sich jetzt vielleicht nach Klischee pur an, stellt sich auf der Platte durch den Zusammenhang mit der Musik aber ganz anders, nämlich ziemlich beeindruckend und mit einer inherenten Glaubwürdigkeit, dar. Die Musik ist wie gesagt relativ minimalistisch eingesetzt, nur wenige Strukturen überlagern sich, die Atmosphäre wird mit effenzienten Mitteln kreiert. Dabei kommen Melodien mit wunderbar morbider Stimmung heraus, die einfach nur "schön" sind. Ab und zu gelangt sogar ein Gitarrensample an das Ohr des Hörers, wenn auch nur ganz selten und dann sehr zurückhaltend, meist herrscht die klassische 80er-Jahre Instrumentierung vor. Bei den 14 Songs wechseln sich Instrumentaltitel mit Gesang ab, der meist in Italienisch ist, aber in Ausnahmen auch Englisch ist. Die männliche Gesangsstimme ist größtenteils unverzerrt und klingt sehr angenehm. Wenn sie mal verzerrt daherkommt, dann ist sie richtig schön fies. Eine gelungene Komposition für jene, die auch mal einer Reise durch ein Schattenreich eine Faszination abgewinnen können! Anspieltip sind unbedingt: "Tenebra Karnica", "Lux Aeterna" und "Dislocazione Ultima Destinazione", übrigens eine Cover-Version von Ultravox. Note: 2+

C.C.

 

LOVELIESCRUSHING - XUVETYN - CD PROJEKT/SPV

Gestreßt? Ärger mit der/dem Angebeteten? Schwiegermutter zu Besuch? Wieder 10 graue Haare mehr? Da kommt ein Album wie dieses genau richtig. Verträumte Sphärenwelten öffnen ihre Pforten, schwebende, sanfte Klänge, bei welchen der Blutdruck spätestens nach 15 Minuten wieder auf normales Niveau fällt. Ein Trip durch Gefilde zwischen Ethereal Wave und Heavenly Ambient, fließende Gitarrenteppiche werden begleitet vom zarten Gesang Melissa Arpin's, um so eine harmonische Einheit zu kreieren. Alles schön und zauberhaft, nur leider besteht die Gefahr, daß nach einer gewissen Zeit doch Langeweile aufkommt, da die Tonierungen etwas sehr monoton und gleichklingend daherkommen, so daß es schwer fällt, Aufmerksamkeit aufzubringen und nicht vor dem Ende der CD einzuschlummern. Ein entspannendes Album ohne nennenswerte Höhen und Tiefen, netter Background für (be)sinnliche Stunden zu zweit. P.S. Lob für das aufwendig gestaltete Booklet. Note 3(-)

AX

 

L.I.N. - OO MIND - CD - SUB/MISSION / SPV

Eine interessante neue Electroveröffentlichung ist das Album `00 Mind` des "Multimedia-Kollektivs" (so das Presseinfo) L.I.N.. L.I.N. steht weniger für ausgelutschte Technobeats als vielmehr für komplexere Songstrukturen und eher experimentelle Sounds. Dennoch ist `00 Mind` für den Hörer recht leicht zu erschließen, da das Album nicht mit Effekten überladen ist, sondern sich mehr an den Errungenschaften von Bands wie CLOCK DVA orientiert Bezeichnenderweise waren sie mit denen auch schon auf Tour. Deswegen sind sie aber noch lange nicht anachronistisch, denn so ziemlich jeder Song besitzt genügend Merkmale, die ihn eindeutig den späten 90ern zugehörig machen. Somit bauen L.I.N. mit ihrer Musik eine solide Brücke zwischen Neuzeit und Vergangenheit, ohne sich irgendwo anzubiedern. Von meiner Seite gibt's also auf jeden Fall eine Empfehlung für `00 Mind`. Note: 2

RIR

 

LOVE LIKE BLOOD - CHRONOLOGY OF A LOVE AFFAIR - HALL OF SERMON

Das neue Album von Love Like Blood möchte man meinen, doch schon der volle Titel der CD, der eigentlich noch die Zeile "1985 - 1990 - 1995 - 2000 - A Novel Written By Love Like Blood" beinhaltet, läßt vermuten, dass es sich hier nicht um ein richtiges Album handelt. Richtig vermutet! Die Band covert auf dieser Scheibe nämlich die ihrer Meinung nach besten Stücke aus 20 Jahren Gothic-Geschichte! Ein äußerst bemerkenswertes Projekt, zumal die gecoverten Stücke tatsächlich eine gute Auswahl darstellen, auch wenn jeder sagen wird: "Dies und das Stück hätte man doch auch gegen dies und das Stück austauschen können..." Völlig normal! Dennoch schaffen Love Like Blood es, mit diesem Album einen schönen "Gimmick" für alteingesessene Grufties, sowie einen tollen Einstieg für "Frischlinge" zu kreieren. Pro Zeit-Abschnitt werden vier Stücke präsentiert, darunter Bauhaus' "She's In Parties", The Mission's "Wasteland", oder Type O Negative's "Black No. 1". Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach das sehr gelungene Killing Joke-Stück, "Love Like Blood", was der Band bekanntlich ihren Namen hat finden lassen, also ein regelrecht historisches Werk für Fans der Band. Historisch ist natürlich auch die CD an sich zu nennen, allerdings trifft dies nicht unbedingt immer auf die Qualität der Lieder zu. Leider fehlt der CD ein wenig Abwechslung und vielleicht einfach Elan oder Spontanität. Unter die teilweise genialen, bereits angesprochenen Cover, mischen sich auch Totalausfälle wie z.B. "Whatever That Hurts" von Tiamat. Im Original ein Meisterwerk, verliert das Stück hier durch eine recht uninspirierte "Nachahmung", außerdem kann man diesen Song meiner Meinung nach von niemand anderem als Johan Edlund persönlich singen lassen...

Jedoch ist diese Scheibe alles in allem ein Meilenstein in der Geschichte der Band, allein schon aufgrund ihrer Originalität! Aber das warten auf ein neues reguläres Werk der Eysel-Brüder hält an...(ds)

 

Lit - A place in the sun

Mit ihrem Erstlingswerk "A place in the sun" versuchen Lit sich auch hier in Deutschland in die Ohren der Hörer zu spielen. Mit ihrer Scheibe sollte ihnen das auch sofort gelingen. 12 nette Pop-Punkrock Lieder, bei denen man zum größten Teil nur mitschunkeln kann. Aufgefallen ist mir auch die Beteiligung diverser anderer Musikinstrumente (Horns, Trompete, etc.), die super in das Gesamtkonzept eingebunden wurden und die Wirkung der Songs nur verbessern. Uns müßte evtl. "My dum worst enemy" von MTV bekannt sein. Dieses ist aber nicht das Highlight von "A place in the sun", denn insgesamt sind 7 der 12 Songs ausgezeichnet. Tip: "Four" Drücken wir ihnen die Daumen, das Sie auch in Deutschland den Durchbruch schaffen. Georg Menzel Note: 2

 

The Last Dance - Staring at the SkyEP - Apollyon

Im Zuge der in den Staaten offenbar allseits beliebten Remix Welle (selbst Faith & The Muse, so hört man, seien ihr verfallen...) ließen es sich auch The Last Dance nicht nehmen, ihren musikalischen Output im neuen Gewand zu präsentieren. Heraus kam ein Remix Album, welches neben zwei neuen Stücken (‘Flesh’, ‘Mystery’) 4 verschiedene Versionen von ‘Do you believe in angels’, den Kane Mix zu ‘Inside’ sowie ‘War’ im Betty’s Page Mix enthält. Sämtliche Versionen bestechen nicht nur durch ihre verstärkte Clubtauglichkeit, sondern auch vor allem dadurch, daß der eigene Charakter der Stücke trotz der teilweisen Verschiebung in den Electrobereich durchgehend erhalten blieb. So ausgerüstet werden uns The Last Dance demnächst in den Clubs sicherlich wieder öfter zu Ohren kommen, und das mit Recht. Sollten übrigens ‘Flesh’ und ‘Mystery’ bereits ein Vorgeschmack auf ein eventuell demnächst zu erwartendes neues Full Length Album sein, so darf der gemeine Gothic sich schon jetzt die Finger danach lecken...exzellent! H.M. 2

 

The Last Dance - TragedyMCD - Apollyon/EFA

Die seit 1992 bestehende, aus den USA kommende Gothic-Formation bietet auf dieser 6-Track Mini-CD eine Mischung aus englischem und amerikanischem Gothic, irgendwo zwischen frühen Mission und Christian Death zur "Ashes" oder "Catastrophe Ballet"-Zeit. Variationsreiche Gitarrenklänge, lodernde Baßlinien und dynamisches Drumspiel fusionieren zu einem stimmungsvollen Cocktail, der durchzogen wird mit charismatischem, nicht an Wayne Hussey erinnernden Gesang. Die Songs vermitteln irgendwie ein Gefühl von Wärme, egal ob es sich dabei um balladeske Momente ("You") oder um kraftvolle Feuerwerke ("War") handelt. Der Albumtitel "Tragedy" ist somit in keinster Weise auf die musikalischen Darbietungen anwendbar. Wenngleich das Album auch nichts spektakulär Neues bietet und mir persönlich der eine oder andere Höhepunkt fehlt, so liegt hier doch ein wohltuendes und solide gemachtes Werk vor, welches die dunklen, kalten Wintertage etwas erträglicher werden läßt. AX

 

The Last Days Of Jesus - Arma ChristieCD Alice in ...

Welch eine Überraschung nach dem Blick ins Booklet: die Heimat dieser Formation ist Bratislava in der Slowakei. Wenn man bedenkt, seit welch kurzer Zeit erst der Kommunismus hinweg gefegt wurde, ist es verwunderlich, wie professionell die Debut-CD der 1993 gegründeten Band klingt. Diese Gothic-Rock Formation erinnert teilweise recht stark an ältere American-Goth Sachen, ist dabei aber durchaus eigenständig. Anspieltip: "LIKE AN ANGEL" und "ARMA CHRISTIE". Da bleibt nur zu hoffen, daß sie uns auch bald Live erfreuen werden... Übrigens besticht diese CD auch durch ihr wirklich liebevoll gestaltetes Booklet: es wird neben den Texten vor allem durch die wirklich geschmackvollen Aktfotographien belebt! M.V.: Note:2

 

Lunastoy - "Pleasure Park" (BMG/Marlboro Music)

Ich kannte von Lunastoy bisjetzt nur das göttliche "Tränen"; also war ich ziemlich gespannt auf dieses Album. "Pleasure Park" wird neimanden enttäuschen, der Lunastoy auch vorher schon kannte. Die Songs beinhalten sehr viel Gefühl und raffinierte Tracks, wie man es von Lunastoy eben gewohnt war. Ein sehr schönes Album und man muss auch eigentlich gar nicht darüber nachdenken, ob man sich "Pleasure Park" zulegen sollte oder nicht, denn für jeden Electro-Synth-Fan ist diese Scheibe hier ein Pflichtkauf. A.D.

 

LYMINGWAL - TRITURATED - MCD - Quamby Hill

Trip Hop goes Metal? Keine Ahnung, aber bei L.MINYGWAL könnte man den Eindruck gewinnen. Das Titelstück schleppt sich quälend langsam durch die Zeit. Ganz weit im Hintergrund kracht eine heavy E-Gitarre, während im Vordergrund der monotone Gesang der Sängerin herrscht. Und obwohl auf der ganzen CD eigentlich nicht viel passiert, zieht sie den Hörer gerade durch ihre Einfachheit in ihren Bann, vermag ihn geradezu zu hypnotisieren. Wirklich interessant, auch wenn es weder massen- noch discotauglich ist und auf einer Fulltime-CD sicher auch Längen auftreten würden. Aber für eine MCD wirklich okay.

Thorsten Kübler

 

La Floa Maldita - L'oasis CD Candyland Entertaiment

Selten geworden sind solche Bands, bei denen mich eine Frauenstimme mit elektronischer Untermalung richtig zu überzeugen vermag. L.F.M. ist mit Sicherheit eine jener wenigen Ausnahmen wo mich Musik und Gesang regelrecht in einen Bann ziehen. Das neue 7-Track Minialbum bietet neben traumhaft ergreifenden Balladen wie "Moonstruck" durchaus auch tanzflächenhitverdächtige Titel wie "L'oasis", welcher zusätzlich nochmals in einem HAUJOBB-remix vertreten ist, sowie ein OOMPH-remix von "break now". Hierbei verzichtet man jedoch gänzlich auf stumpfe, einfallslose Rhytmik, sondern setzt vielmehr Engagement auf intelligente Tanzbarkeit. Nicht nur diese sondern erst recht die beiden bereits bei Kodex erschienenen full-length CDs gehören in jede gut sortierte Musiksammlung. losrennen und kaufen! B.K.

 

La Morte de la Maison "Aaron's Rod" CD/GOT 002

Hier ist es endlich, das langersehnte Rerelease der süddeutschen Dark-Wave-Klassiker LA MORTE DE LA MAISON. Bereits seit 1984 besteht diese Formation. Jüngst riefen sie sich uns wieder auf dem "German Mystic Sound"-Sampler ins Gedächtnis. Ohne Übertreibung wird für jeden, der düstere, anspruchsvolle und gefühlsbetonte Musik liebt, "Aaron's Rod" ein wahrer Ohrenschmaus sein. Songs wie "Civilized Animals" oder "No Reason" sind mit das Beste, was der Markt an Dark-Wave zu bieten hat. Der Hörer wird zusätzlich mit 30 Minuten Bonus-Tracks belohnt. Ein weiteres Studio-Album ist für dieses Jahr auch noch in Planung. Tja, bleibt mir nur noch zu sagen, daß es schön wäre, wenn es noch mehr solcher Gruppen gäbe. Vielleicht würde die einstige SCHWARZE SZENE wieder zum Leben erweckt werden. S.H.

 

Lacrimosa - Live; Europa tour, 97

Endlich, nach 8 Jahren Bandgeschichte, fünf Studioalben, drei Singles und unzähligen Konzerten erscheint nun endlich das erste Live-Album der erfolgreichen Goth/Rock Formation: Lacrimosa. Was ich in den Händen halte ist so etwas wie ein Live-Album und gleichzeitig ein Best-Off-Album. Das ganze in einer sehr guten Klangqualität und in einer Saugeilen Reihenfolge, der einzelnen Stücke. Damit jedoch nicht genug; Jedes einzelnes Stück stellt sich nicht nur, als bloße Reproduktion dar, sondern ist mir gänzlich neuen Text und Melodiepassagen, sowie komplett neue Arrangements angereichert. Fast als wäre dieses Album, in einer großen Live-Session entstanden. Diese CD ist ein mit Musikalischen Momentaufnahmen und intimen Schnappschüssen, vollgepreßtes und hörbares "Foto"-Album. Lacrimosa, die mit den letzten beiden Alben, "Satura" und "Stille" Meilensteine der Alternativen-Musikgeschichte geschrieben haben, untermauern mit diesem Werk, zu recht, Ihren Erfolg. Der Release Termin für diesen Silberling, ist etwa der 02. Juni. Tja, Leute-was soll man sagen, greift zu, sobald das Teil erscheint. 1 Shadow98

 

LACRIMOSA - ELODIA (CD - Hall Of Sermon / eastwest)

Schon im Vorfeld als Rockoper in drei Akten unter Mitarbeit des London Symphony Orchestra angekündigt, dürfte 'Eldoia' für recht kontroverse Stimmen gesorgt haben. Sprachen Kritiker von Größenwahnsinn, waren viele Fans schon vor dem Hören eines einzigen Tones begeistert. Und die Zusammenarbeit mit dem London Symphony Orchestra hat sich wirklich gelohnt. Die harten E-Gitarren wurden im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen deutlich zurückgenommen, während die klassischen Instrumente des Orchesters der Musik von Lacrimosa sehr gut stehen. Und so wurde das Konzeptalbum 'Elodia' zu einem Gesamtkunstwerk, daß auch außerhalb der Szene bestehen dürfte. Eindeutig das bisher beste und ausdrucksstärkste Album von Tilo & Co. Bleibt nur die Frage, ob und wie man ein solches Highlight noch toppen will. Th. K.

 

LACRIMOSA - Schakal - LC / Hall of Sermon

Jede Band macht irgendwann einmal eine gewisse Veränderung durch, selbst Lacrimosa. Was da neulich aus meinen Boxen ertönte, hat mich einfach vom Hocker gehauen. Tilo Wolff und Anne NURMI (Ex-Two Witches) wandeln hier auf neuen Pfaden, ganz zum Ärger derer, die Ihre Musik in eine bestimmte Schublade stecken wollen. Selbst ein Gitarren-gewitter kann seiner Musik nichts anhaben. Die neue Maxi Schakal ist verstärkt dem Gothic-Rock und dem klassischen Bereich verfallen und überzeugt durch seinen bombastischen Sound. Ein tolles Stück Musik, was selbst denen gefallen könnte, die sonst nichts für Lacrimosa übrig haben.

Thomas Czernetzki

 

LADY BESERY'S GARDEN - EXPERIMENT EXPERIENCE EXPLOSION (CD - Accession Records / EFA)

Musikalisch hat man sich auf 'Experiment-Experience-Explosion' gegenüber dem Vorgänger 'Perceptions' deutlich weiterentwickelt, ohne die Wurzeln zu verleugnen. LADY BESERY'S GARDEN, das ist auch auf dem aktuellen Album eine Melange aus Wave, Pop, Rock und Gothic. Mal melancholisch, wie etwa bei 'After Dark', dann deutlich tanzbarer mit EBM-Anleihen ('Collapse' und 'Explosion') gelingt es ihnen, den Hörer ein ums andere Mal in ihren Bann zu schlagen. Und auch die Coverversion 'Andy Warhol', im Original von DAVID BOWIE, fügt sich problemlos in das Gesamtkonzept des Albums ein. Ein weiteres Highlight im Jahre 1999, von denen es dieses Jahr im Wave- und Gothic-Sektor ja doch schon einige gab. Es tut sich etwas. Th. K.

 

LAKE OF TEARS - A crimson cosmos CD - Black Mark

Wow, was für ein Hammer! Mit "A crimson cosmos" haben sich LAKE OF TEARS einmal mehr übertroffen. Selten erscheint ein Album, das eine solche Eigendynamik entwickelt und den Gedanken riesengroße Flügel verleiht, um so mühelos den eigenen Horizont zu überschreiten. Ständig gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken, die Realität bleibt zurück. "A crimson cosmos" ist ein Märchen irgendwo zwischen klassischem Rock, einer Gratwanderung von den 70ern bis heute, einem Touch Gothic und das Ganze verfeinert mit dem gewissen psychedelischen Etwas. Die einzelnen Songs sind einfach zu komplex und zu schön, als daß man sie hier in Worte fassen könnte. LAKE OF TEARS muß man einfach selbst gehört haben! Unsere Kollegen vom RockHard haben es schon richtig erkannt. Das ist das Album des Monats... T.C.Note: 1

 

L’ame Immortelle - Epitaph - Trisol Music Group MCD

Info: www.lameimmortelle.com

Etwas ungewohnt klingt sie schon, die neue L’ame Immortelle. War doch gerade Sonja Krauskofers Gesang das Aushängeschild No.1, man denke an die Tanzflächenfüller "Bitterkeit" und "Life will never be the same", so wird man bei "Epitaph" eines Besseren belehrt. Denn auch Thomas Rainer kann mit seiner Stimme überzeugen, wenn er mal seinen Verzerrer ausgeschaltet läßt. "Epitaph" ist ein netter Darkwave/EBM-Song (wie auch immer) und wird sicherlich seinen Weg zum Dancefloor finden, allerdings kann er nur bedingt an gewohnte Hitqualitäten anschließen. Des weiteren findet sich massig Bonusmaterial in Form von 3 Remixen (Der Collapsed-Remix knallt ganz gut...), einem exklusiven Track (The Truth Behind) und 2 Livestücken (Changes und Stern) auf dieser (wirklich) Maxi-CD. Man darf also gespannt dem neuen Album "Dann habe ich umsonst gelebt" entgegen sehen.... TC

 

L'ame Iimortelle - Lieder, die wie Wunden bluten CD MOS Records/ Last Epitaph

Zugegeben, als ich den Titel der CD sah, dachte ich zuerst an schwülstigen, klischeebehafteten Gothic-Schlager-Pop a`la Illuminate, aber nein, dies wurde mir zum Glück erspart. Statt dessen überraschen L'ame immortelle, bestehend aus Thomas Rainer (keys, vocs), Hannes Medwenitsch (keys) und Sonja Kraushofer (vocs), mit recht gutgemachtem, rein synthetischem Sound, der stilistisch von Synthie Pop bis zu eiskaltem EBM reicht, der entweder durch Thomas harte, verzerrte Vocals oder durch Sonjas klassischen, vielleicht manchmal etwas zu süßlichen, Gesang akzentuiert wird. Für besonders gelungen halte ich "Life will never be the same again" in der Klassik Version sowie "Figure in the mirror", ein Song, der demnächst in allen einschlägigen Clubs zum Reportoire gehören dürfte. Und das mit Recht. H.M. Note: 3

 

Le Cri du Mort

Es gibt CD's, die muß man zwei oder drei mal hören, um den Sound richtig zu beurteilen. So ist es mir bei dieser Scheibe gegangen. Ein, auf den ersten Eindruck, verwirrender Sound entpuppt sich als eine gute Mischung aus Gothic und Metal. Mit einem Sänger, der diese typisch tiefe Metalstimme losschmettert und dazu die gefühlvolle Frauenstimme - also, mich hat's beeindruckt. Auch die Abstimmung der Musik ist eine gute Mischung aus harten mit Doppelbase und schweren Gitarren gespielten Parts und den gefühlvollen Gothic-Parts. Ich finde daher, daß diese CD ein recht gelungenes Werk ist. Wer also auf Gothic-Metal steht, sollte sich diese CD kaufen. 3 Celle 98

 

Leaether Strip - The Legacy of Hate and Lust Zoth Ommog/Semaphore

Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche, jeden Moment kann es einen gigantischen Vulkanausbruch geben. Dieses Gefühl vereinnahmt mich beim Hören des neuen Silberlings vom Klangtüftler Claus Larsen alias Leaether Strip. Es ist ein sehr eindringliches, intensives Album geworden, ein düsteres Inferno mit bedrohlich-wütenden ("Come out tonight") als auch melancholisch-aufwühlenden ("We are loosing time", "I won't look back") Stimmungsbildern. Bei der Reise durch das Werk erwarten den Hörer eher ruhige, getragene Songs, über dessen Haupt der Geier der Ausweglosigkeit zu schweben scheint. Und wenn dann noch Mr. Larsens Stimme, hier vermehrt unverzerrt und pur zu vernehmen, die Songs untermalt, erhält das ganze gar einen zerbrechlichen, sensiblen Touch ("Whisper your Petry"). Der beste Beweis, daß auch harte EBM-Künstler keine Maschinen, sondern gefühlsbetonte Menschen sind. Wer nun aber befürchtet, vor lauter ruhigen Songs, die im übrigen durchweg Klasse haben und äußerst gelungen sind, keine Tanzschocker vorzufinden, den kann ich beruhigen. Mit "No rest for the wiched" oder "The darkness end's the day" hat Mr. Vorzeigeelektroniker auch an die Bewegungssüchtigen gedacht. "The legacy of hate and lust" ist garantierter Hörgenuß und uneingeschränkt zu empfehlen. AX

 

Leætherstrip - Anal Cabaret CD Zoth Ommog / semaphore

Zoth Ommog kann anscheinend kaum noch mit dem Tempo, das Claus Larsen bei seinen Veröffentlichungen vorlegt, Schritt halten. Diese CD war von Claus' Seite aus schon im Sommer, als ich mit ihm das Interview führte (Entry Aug./Sep. '97), fertiggestellt und ist nun endlich auch erschienen. Sie ist ein Soft Cell-Tribute, von dem Claus Larsen im Booklet selbst sagt: "Soft Cell always meant a great deal to me and ever since I started writing music I've wanted to do this tribute. So here it is. Enjoy!" Und genießen kann man diese EP in der Tat, denn in den Songs sind eine coole Mischung aus dem genialen und eingängigen 80ies-Pop von Soft Cell und dem harten EBM von Leætherstrip. Speziell die Version von "Sex Dwarf" ist ein Kracher und es sollte mich doch arg wundern, wenn diese nicht die Tanzflächen der schwarzen Tempel der Nacht füllen sollte. Aber auch "Baby Doll" und "Soul Inside" könnten mühelos Club-Hits werden. Nachdem Leætherstrip vor dem "Self Inflicted"-Album überhaupt keine Coverversionen veröffentlicht hatte, scheint man nun so richtig auf den Geschmack gekommen zu sein. 2 Z

 

LEATHERSTRIP - Yes I'm limited Vol.III - 2CD - Zoth Ommog

1001 Remix von "Coming up for air" und "Are we the sinners?".... muß das sein? Und abgesehen davon haben LEATHERSTRIP weitaus besseres Material in petto, als gerade diese beiden Songs, die auf der Länge von fast einer ganzen CD bis zum Erbrechen von mixwütigen Bands vergewaltigt werden. Fairer Weise muß ich natürlich eingestehen, daß einige Mixe wirklich gut gelungen sind. Außerdem gibt es ja auch noch eine zweite CD, die mit wesentlich interessanterem Material aufwarten kann. So zeigen beispielsweise "Dreaming" und "Never trust anyone at the carnival", zwei alte Demos von 1982, daß Mr. Larsen bereits in seinen Anfängen mit den Großen problemlos mithalten konnte. Als weiteres gibt's dann noch einige Live-Tracks von seinem 1990er Auftritt in Frankfurt und ein paar Songs, die bisher entweder gar nicht, oder nur auf Compilations und in anderen Versionen zu hören waren. Deshalb ist dieser Stoff in erster Linie für Fans und Sammler. TC Note: 3

 

LEATHER STRIP - Positive Depression - MCD, ZOT / IRS

Claus Larsen meldet sich mit seinem Projekt LEATHER STRIP aus dem hohen Norden Dänemarks zurück und präsentiert nun seine neue Maxi-CD "Positive Depression". Die Fans warteten gespannt auf dieses Stück Musik, denn sie waren aufgrund seines Konzeptalbums "SERENADE FOR THE DEAD" recht geteilter Meinung. Was würde nun folgen? Keine tanzbaren Klänge mehr von LEATHER STRIP? Ein grausamer Gedanke... Und tatsächlich fällt die neue CD sehr, sehr ruhig aus. Lediglich das erste Stück "Torture" erinnert an die alten LEATHER STRIP, treibende Beats in bekannter Machart, obwohl es nicht an die Tanzbarkeit von Stücken wie "Adrenalin Rush" oder ,,Strap me down" herankommt. Weitaus langsamer, ungewohnter und doch eben typisch Larsen kommt "We deserve ist all". Ungewohnter deshalb, weil Claus hier ohne Gesangseffekte auskommt und auch sonst noch 'ne Menge Ideen auf Lager hat. Als typisches Element darf sein verhalltes Synthieklavier natürlich nicht fehlen. Als weiteres werden noch zwei andere Tracks geboten, zum einen "Dead on Arrival", welches ohne weiteres auf die schon erwähnte "SERENADE FOR THE DEAD"-CD gepaßt hätte und eine SPOKEN-Version des Hits "DON'T TAME YOUR SOUL".

Thomas Czernetzki

 

LEGENDARY PINK DOTS - FROM HERE YOU`LL WATCH THE WORLD GO BY CD- NR: STCD 099 STAALPLAAT/Discordia

Es ist soweit, das bereits 19te Album der LEGENDARY PINK DOTS ist vollendet. Vielleicht ist es auch das 18te oder das 20te, aber wer zählt da schon mit. Immerhin können die Pink Dots auf eine Schaffensphase von gut 15 Jahren zurückblicken, Musiker kamen und gingen, Neben- und Soloprojekte wurden begonnen, manche auch vollendet, andere auch wieder nicht. Aber es wurde nie ruhig um sie. "From here you`ll watch the world go by" ist ein für Pink Dot-Verhältnisse typisches Album geworden, wobei es allerdings nicht unbedingt an die letzten Veröffentlichungen "9 Live to Wonder" oder "Malachai" anschließt. Vielmehr wird Edward Ka-Spel`s unverkennbar charismatische Stimme um Längen stärker betont, und auch die sonst so reichlichen Synthie-Verziehrungen sind mehr, aber nicht völlig den Blas- und Akustikinstrumenten gewichen. Es erinnert eher an "The Maria Dimension" oder frühere Sachen, nur halt weniger elektronisch. Bei solch genialen Veröffentlichungen stellt sich mir immer wieder die Frage, warum sich nur so wenige Leute mit den Pink Dots auseinander setzen? Wenn es eine Band verdient hat, mehr beachtet zu werden, dann sie. Sie sind eben REAL UNDERGROUND. T.C.

 

LETZTE INSTANZ - brachial romantik - CD - costbar

Brachial Folk Core oder Power Folk Rock - So bezeichnen LETZTE INSTANZ ihre Musik, und sie treffen damit den Nagel genau auf den Kopf. Naja, das mit den "brachial" lasse ich mal im Raum stehen, denn das paßt nicht immer. Aber ich muß zugeben, die Kombination einer Rockkapelle mit Geige und Cello und dem folkigen Touch kommt wirklich gut. Erinnert vielleicht etwas an New Model Army oder die Pogues. Nur der deutsche Gesang ist gewöhnungsbedürftig. Einige Arrangements sind leider nur mittelprächtig, und könnten hier und da etwas mehr Pepp und Tiefgang vertragen, doch kann ich mir lebhaft vorstellen, daß LETZTE INSTANZ live der absolute Brüller sind. T.C. Note: 2

 

LIGHTS OF EUPHORIA - BRAINSTORM FORMAT: CD/LC: 7037 NR: ZOT 137 / IRS 989.237 LABEL: Zoth Ommog/VERTRIEB: Intercord SUBJECTION.

Ein geiles Elektronik-Album, das Lust auf mehr macht - hört mal rein!!!! T.C. Lights of Euphoria - Beyond Subconsciousness Zoth Ommog/Semaphore Torben Schmidt, die Zweite. Mit "Beyond Subconsciusness" legt der New Life-Redakteur hier das zweite Album seines Projekts "Lights of Euphoria" vor. nachdem er mit "Give me you" bereits einen Szenehit verbuchen konnte, war mit der Veröffentlichung von "Beyond Subconsciousness" eine gewisse Erwartungshaltung verbunden. Doch soviel gleich vorweg: Ein potentieller Hit wie "Give me you" ist auf dieser CD nicht enthalten. Dafür gibt es aber auch einige Totalausfälle auf dieser CD. Alle Songs kann man sich ganz gut anhören, aber vom Hocker reißen sie einen auch nicht gerade. Und ein Nachfolgestück zu besagtem "Give me you" ist (natürlich?) auch vorhanden. Es nennt sich "Lock me up", ist ähnlich simpel und eingängig aufgebaut wie "Give me you", dafür aber textlich etwas deftiger, ohne die Klasse des Vorbildes zu erreichen. Als Zugabe zum Standardprogramm befinden sich auf dieser CD eine Coverversion von Anne Clark's "Oueer Darkness" (O.k.), sowie diverse Remixe der L.O.E.-Stücke von Projekten wie Leaether Strip, Apoptygma Berzerk etc., die mal mehr, mal weniger gelungen sind. Insofern ist "Beyond Subconsciusness" eine CD, die man nicht unbedingt haben muß, für deren Besitzt man sich aber auch nicht schämen braucht. Note: 3 +,R.I.R.

 

LIGHTS OF EUPHORIA - BEYOND SUBCONSCIOUSNESS / ZOTH OMMOG - SEMAPHORE

Torben Schmidt, die Zweite. Mit "Beyond Subconsciusness" legt der New Life-Redakteur hier das zweite Album seines Projekts "LIGHTS OF EUPHORIA" vor. Nachdem er mit "Give me you" bereits einen Szenehit verbuchen konnte, war mit der Veröffentlichung von "Beyond Subconsciousness" eine gewisse Erwartungshaltung verbunden. Doch soviel gleich vorweg: Ein potentieller Hit wie "Give me you" ist auf dieser CD nicht enthalten. Dafür gibt es aber auch einige Totalausfälle auf dieser CD. Alle Songs kann man sich ganz gut anhören, aber vom Hocker reißen sie einen auch nicht gerade. Und ein Nachfolgestück zu besagtem "Give me you" ist (natürlich?) auch vorhanden. Es nennt sich "Lock me up", ist ähnlich simpel und eingängig aufgebaut wie "Give me you", dafür aber textlich etwas deftiger, ohne die Klasse des Vorbildes zu erreichen. Als Zugabe zum Standard-programm befinden sich auf dieser CD eine Coverversion von Anne Clark's "Ouer Darkness" (O.k.), sowie diverse Remixe der L.O.E.-Stücke von Projekten wie Leaether Strip, Apoptygma Berzerk etc., die mal mehr, mal weniger gelungen sind. Insofern ist "Beyond Subconsciusness" eine CD, die man nicht unbedingt haben muß, für deren Besitzt man sich aber auch nicht schämen braucht. Note: 3+

R.I.R.

 

Lokalmatadore/Klamydia - Kipsi Teenage Rebel Records

Zwei Kultbands covern sich gegenseitig - und heraus kommt eine abwechslungsreiche CD mit geilsten Punkrock! Lokalmatadore Hits wie `Pisspottshow´, `Tangobruder´, Ìn den Arsch´ werden von der Finnischen Punklegende Klamydia gelungen umgesetzt. Umgekehrt bringen unsere Mühlheimer Trunkenbolde die Klamydia-Knaller `Nukkumatti/Nuttenbrause´, ´Saksaan/Wat will der Sack da´, `Mä Haluan Pillu/Ich will Fotze´ in gewohnter Qualität rüber! 13 fette Punkgranaten - günster Art, machen Laune und sind Pflicht! Vergeßt die ganzen neuen Kinderpunkbands ohne drive! 1000 Länderpunkte! Stumpf 1

 

London After Midnight "Selected Scenes From The End Of The World" (Apocalyptic Vision/EFA 0156-2)

Geil!! Als ich diese CD das erste mal hörte, dachte ich nur, daß dieses wohl purer Gothic-Rock sein müßte. Eine gute Stimme, melodische Rhythmen und überzeugende Atmosphären werden einem bei diesen Werk präsentiert und lassen einen nicht mehr los. Einen Schwerpunkt würde ich auf jeden Fall auch auf die Texte legen, denn wer sie gelesen hat, wird wohl feststellen, daß dort ein Künstler seine Hand im Spiel hat. Zusammenfassend kann man sagen, daß diese CD von London After Midnight mit 4 alten und 4 neuen Liedern einen neuen Maßstab in Sachen Gothic für mich gesetzt hat. R.R.

 

London After Midnight - Kiss Apocalyptic Vision AV015 CD

Hier nun das zweite bei uns erhältliche Werk von LAM. Vier Lieder sind auf dieser Maxi-CD und die haben es in sich. Schön, melodisch, druckvoll und weiterhin Gothic Rock vom feinsten. Das erste Lied `Kiss` wird man wohl bald in allen Discos zu hören bekommen. Das zweite `Shatter` und das dritte `Demon` lassen den Hörer in düstere Stimmungen schweben und das letzte Lied `Untitled` bringt wieder härtere Tonlagen in das Set. Alles in allem ein würdiger Nachfolger für das letzte Album. R.R., Note: 1

 

LONDON AFTER MIDNIGHT PSYCHO MAGNET Apocalyptic Vision AV019 CD

Hier dann auch schon das zweite Album der Gothic-Formation London after Midnight. Ist das ein böses Omen, daß mein CD-Player erst lange überlegen muß, bevor er die CD schluckt? Wohl nicht, denn das, was ich hier höre, ist kein deut schlechter als die letzte Veröffentlichung "Kiss". London after Midnight schlagen auf "Psycho Magnet" im Vergleich zu Ihrer ersten CD einen etwas härteren Ton an, ohne dabei ihre Düsterheit zu verlieren. Die 12 Tracks sind wiederum tanzbar und haben ihren unbeschreiblichen Reiz behalten. Einziges Manko dieser CD sind die letzten beiden aufgeführten Stücke "Where Good Girls Go To Die (Remix)" und "Kiss (Remix)", welche als normale Version auch auf der CD vertreten sind und sich fast unmerklich von den Orginalen abheben. (Wäred Ihr mal lieber länger im Studio geblieben, dann hättet Ihr vielleicht noch zwei schöne Stücke zusammenbekommen!!!) Aber nun verstehe ich auch die Probleme meines CD-Players, denn es gibt noch ein 99. Stück (!) auf der CD, welches wohl einem Horrorfilm entsprungen sein muß und irgendwie gar nicht zu London after Midnight paßt. Wer LAM auf der World Tour 3 gesehen hatte, konnte sich auch von der Live-Qualität dieser neuen Stücke überzeugen und müßte feststellen, daß man sich diese CD einfach kaufen muß. Note: 1- R.R.

 

LUCIE CRIES - "Prima Verba" (1990 - 1993)

Diese französische Formation gibt uns mit diesem Album einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen. Tendenziell handelt es sich hierbei um Gothic aus der Mittelklasse. Also nicht schlecht, aber auch nicht überwältigend. Vielleicht liegt es ein wenig an der französischen Sprache, die die meisten an Chanson's, wie sie in Frankreich üblich sind, erinnert. Vielleicht ist es aber einfach auch nur gewöhnungsbedürftig. Die Gitarren- und Bassklänge sind dem Metier entsprechend ausgelegt. Der Gesang von Cédric Verhaege ist eher zu sanft und teilweise ziemlich hoch für eine Männerstimme, als man es erwartet. Man sollte sich diese CD vor dem Kauf unbedingt einmal zu Gemüte führen. S.H.

 

LÁZLÒ HORTOBÁGYI / Annales of Gáyan Uttejek Society - The Arcardian Collection - Erdenklang

Nachdem ich gerade noch mit Ken Lee in Shiva's Tempel weilte, bin ich jetzt in genau der richtigen Stimmung um den Trip durch die Nacht fortzusetzen. Dieser Trip führt mich über Athos, Indien und Java direkt in das wundersame Land Arkadien. Hortobágyi und sein Projekt Gáyan Uttejek Society liegen abseits der üblichen Hörgewohnheiten. Sie machen eine Musik, auf die sich der Hörer total einlassen muß, danach aber kann es gut sein, daß er süchtig ist. The Arcadian Collection besticht durch eine unglaubliche Fülle der verschiedensten exotischen Instrumente und Stimmen. Da finden sich neben Cello und Keyboard auch Tabla, Sistrum, Vina und Thai Gongs. Gar nicht zu reden von den Mönchsgesängen... Hortobágyi sammelt Versatzstücke diverser Musiktraditionen, "dreht diese einmal durch den Wolf" und läßt so bisweilen obskure Klang-Collagen, aber auch unglaublich dichte düstere Sounds entstehen. Anspieltips: Stasis Binkar (dunkle Chor Sequenzen), Rex Virginum (!!) oder das ungewohnt-vertraute Jah-Indollah, das den Hörer nach 7.24 Min. endgültig in seinen hynotischen Bann gezogen hat. The Arcadian Collection ist gewiß keine Musik die man nebenbei hört oder die man einfach konsumieren kann. Das Album sei allen denen empfohlen, die davor keine Angst haben.

Frank Hellwig

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