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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - R -

 

Rage
Rame
Rain Ministers
Rammstein
RAM - ZET
Ravenous
Reaktor Rot
Rebirth
Reborn Z
R.E.C.
Rector Scanner
Red Aunts
Redland
Reel
Regenerator
Reincarnation
Requiem In White
Radio Werewolf - Love Qonquers All
Restricted Area
RESURRECTION EVE
Revenge Of Nephthys
Re-Vision
Revolution By Night
Richthofen
Rise
Rise And Fall Of A Decade
Robert Marlow
Rossburger Report
ROTERSAND
Rotten Sound
Rozz Williams/Gitane Demone
Runemagick
Running Wild
The Resurrectet

Reaktor Rot – AI/Maschine - Eigenproduktion

Diese 3 Track Maxi ist einfallslos und wie mir scheint auch lieblos gefertigt. Leichter Industrial mit Samplern - oder sind es Gesangsversuche? - in einer Stimmlage, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Leider nicht schaurig schön, sondern gruselig schlecht. Da hilft es auch nicht, wenn zum xten Mal Der Tod ist ein Meister aus Deutschland gesampelt wird. Schlichtes Electrogeballer in Mid-Tempo, das am Computer, in nur wenigen Minuten mindestens genauso gut zu produzieren wäre - wenn man wollte! Will aber keiner und daher sollte man meiner Meinung nach die Fingerganz weit weg lassen.

Markus Freyer

 

Reborn Z - Broken Glass - EP-CD (Promo) 18 Minuten - November 2000

Reborn Z kommen aus Karlsruhe und machen Gothikrock! Punkt. War's das?? Nein! Denn wenn man die gutgemachte CD in den Händen hält, bemerkt man ersteinmal gar nicht, daß es sich hierbei um eine komplette Eigenproduktion handelt. Das Cover ist schwarzweiss und die Innenseiten in Farbe. Alles sehr liebevoll und perfekt gemacht. Es tut immer gut, wenn man sieht, was man als "kleine" Band so alles auf die Beine stellen kann, das nötige Kleingeld mal vorausgesetzt.

Um jetzt mal die eigentlich unnötigen Vergleiche zu scheuen, nenne ich ihre Musik jetzt mal Gothic-Rock, melodisch und hart, heftige Gitarrenriffs gepaart mit sanften Keyboardflächen. Alles gut durchkomponiert und nicht zu aufdringlich. Hier werden keine Klischees bedient, hier wird gearbeitet. Man staunt jedesmal, wieviel Potential doch so im Underground steckt, wo junge Bands sich noch frei entfalten dürfen!

Vorallem die Gesangsstimme geht unter die Haut, eine düstere "Rockröhre", die Vergleiche zu Oompf oder gar Rammstein nicht zu scheuen braucht. Man singt englisch, aber leider vermisse ich hier die Texte stellvertretend für die Leute, die beim Hören der Musik auch was zu lesen haben wollen. Das ist aber nur ein kleiner Negativpunkt, den man ansonsten auf Kosten des Gesamteindruckes gut verschmerzen kann.

Mein Fazit: gute Musik so wie sie sein muss!

www.rebornz.de

KarstenV, 8/10 Punkten

 

RAM – ZET - Escape - Century Media 

RAM – ZET..... oder die Kunst, ein Stück Musik jenseits aller Grenzen zu kreieren. Das neue Werk der norwegischen Band um Sänger und Gründer Zet, durchbricht wahrlich alle Grenzen und Strukturen, der inzwischen so eingefahrenen Pfade im Death Metal Bereich. Vergleichbar mit den Bewegungen des Meeres, mal erbahmungslos vorpeitschend, in Wellen getrieben vom Wind, dann, von einer Sekunde zur anderen wieder ruhig dahinfliessend.

Escape ist ein ständiger, scheinbar unbeeinflussbarer Wechsel von atmosphärisch düsteren Klängen, auf der Folie von aggressiven Gitarren, getrieben vom hetzende Schlagwerk, begleitet durch orgel- bzw. pianoartige Keyboardklänge. All diese Komponenten bietet bereits der erste Song R.I.P., der mit sakralem Chorgesang eingeleitet wird. Der lieblich melancholische, fast klagende Frauengesang, der später unvermittelt in spitzes Geschrei ausbricht, tritt in Opposition zur Stimme des Sängers, die anfänglich flüsternd, ebenso abrupt in hysterisch wütendes Geschrei übergeht.

Natürlich eine gängige Technik innerhalb des Death Metal Genres. Das Besondere liegt hier in der Art und Weise, wie die beiden Vokalisten Sfinx und Zet, den Verlauf der Songs durch ihre Stimmakrobatik leiten und melodiös beeinflussen. Beide benutzen ihre Stimmen als vollwertige Instrumente, die mal in Einklang, mal in Dissonanz zueinander treten.

Der treibende Grundrhythmus ist allen Songs gemein und wird lediglich durch die sanfte Stimme der Sängerin, begleitet von sachtem Pianospiel unterbrochen. Aber selbst diese Ruhe währt nicht lange und wir jäh durch stakkatoartige Tastenbewegungen unterbrochen. Dieser, in den meisten Fällen sicher eher als störend empfundene Zustand, fügt sich auf Escape, als notwendiger Teil eines harmonischen Ganzen, fliessend in die Klangstruktur ein. Die Inspirationsquellen der sechs Musiker sind vielfältig. Als besonders prägnant zeigt sich aber die Affinität zu klassischen Vorbildern wie sakralen Chorsequenzen, Violinenklängen und natürlich dem weiblichen Sopran. Escape ist die, von tiefster Sehnsucht getriebene Reise durch eine phantasievolle Klangwelt, die den Hörer gleichwohl an beängstigend düstere, wie paradiesisch schöne Orte führt.

Einziger Wermutstropfen ist die Länge der einzelnen Songs, die im Schnitt bei 7 ½ Minuten liegt. Dem häuslichen Genuss tut es sicherlich keinen Abbruch, erschwert aber leider die Clubtauglichkeit einzelner Stücke. Ein einzigartiges Klangerlebnis, was ich jedem Musikliebhaber ans Herz lege, der bereit ist, sich auch auf ungewohnt experimentelles Terrain zu wagen. Für alle Fans der klampfenden Zunft ein Pflichtkauf!

Mareike Meyer

 

Re-Vision - Longevity - B.Mind Records

Einfach nur geil - Re-Vision klingen, wie HIM klingen könnten, wenn sie mindestens 10 Weichspülgänge weglassen würden. Dies soll kein Plagiatsvorwurf sein, sondern nur eine grobe Beschreibung des Sounds, der euch auf dieser Scheibe erwartet, denn hier vereint sich druckvolle Härte mit autentischer Melancholie zu einer Einheit, die ich kaum zu beschreiben vermag. Wohldosierte Braeks und Tempowechel sorgen für die nötige Spannung, um dieses Album nicht im großen Sumpf der Langweile versinken zu lassen. Fazit: Longevity ist wie ein guter Wein, je länger man ihm Zeit gibt, umso besser wird er. Angesichts dieser Qualität erscheint es fast müßig zu erwähnen, dass Kai Hoffmann (Ex-Secret Discovery) hier als Gastsänger mitgewirkt hat... Anspieltipp gefällig - genießt einfach nur das geniale Stück "Downfall"

Morgana 

 

Regenerator - WAR - alfa matrix

EBM in Hochform beschreibt das Gesamtwerk sicher vortrefflich. Nicht jedes Lied hat Hitcharakter, aber das macht nichts, vereinzelte Stücke beeindrucken auf jeden Fall derart, um zur Kaufpreisrechtfertigung herhalten zu können. War, das erste Stück, trägt sich fast gänzlich instrumental und reißt trotzdem mit, spätestens beim zweiten Stück, Battleground, erfüllt das erfreute Ohr ein saugut gemischtes Insgesamt aus zwei Vocals, die beide für sich durchweg überzeugen, angereichert durch diverse innovative Samples, welche die abwechslungsreichen Sounds abrunden. Teilweise wahrlich tanztauglich, komplett ein gelungener Hörspaß mit minimalsten Defiziten.

Shores Of Forever und God Is On My Side laufen umgehend auf Repeat und Colours, als eines der letzten auf dem Album hervorragend platziert, bietet den idealen akkustischen Surround um sich so richtig wegzuknallen, ohne die Couch verlassen zu müssen.

Sebo

 

RESTRICTED AREA - BERGSTROLL / MCD - CYBER WARE PRODUCTIONS

In eine ähnliche Richtung wie "Statemachine" geht auch diese Musik der ebenfalls aus Schweden stammenden "RESTRICTED AREA". Das, was sie auf "Bergstroll" von sich hören lassen, ist laut Cyberware repräsentativ für das Album und wird von mir auch mit dem Stempel "poppiger Electro" bedacht. Im Vergleich zu "Statemachine" sind sie weniger verspielt, etwas geradliniger, aber auch uninteressanter. Lustig ist die Tatsache, daß "Bergstroll" auf schwedisch gesungen wird. Der Song geht zwar gut ins Ohr, hängt einem aber auch schnell wieder zu besagtem Ohr heraus (schönes Bild, nicht?). Als Single ist ein solcher Song ganz o.k., aber sollte er wirklich repräsentativ für das Album sein, dann ist das nichts besonderes, denn auch die beiden anderen Stücke dieser Maxi hauen mich nicht gerade vom Hocker. Note: 3-

R.I.R.

 

RISE - AMERICA'S SYNTHPOP UNDERGROUND - CD SYNTHETIC PRODUCT - REC./INDIGO

Das ist ja mal was .... Synthie-Pop aus Übersee. Neugierig war ich ja schon, was die Amis zu bieten haben, doch bereits nach einigen wenigen Songs entwickelte sich aus der anfänglichen Sympathie eine gewisse Antipathie. Leider bieten die meisten Bands wirklich nichts Besonderes geschweige denn Innovatives. Zwar gibt es immer Ausnahmen, in diesem Fall sind es SEVEN RED SEVEN (Liquid) und DISSONANCE (Unwhole), doch kann das doch nicht alles gewesen sein. Vielleicht ist es auch meine Einstellung, mit der ich dieser CD begegnet bin. Die Amis verstehen halt unter Synthie-Pop schon fast oder sogar schon ganz Dancefloor-Mucke! Die Songs kommen einfach nicht an die der europäischen Bands heran, was die USA zu einem Entwicklungsland in Sachen Synthie-Pop macht. Wem `s gefällt ....!? Note: 4

T.C.

 

RED AUNTS - SALTBOX - CD EPITAPH

Schräbbelige Gitarren, hüpfende Bässe, eine sich überschlagende Frauenstimme a `la HOLE, Indie-Guitar mit Punkeinflüssen, SEX PISTOLS und Johnny Rotten lassen grüßen, etwas Country & Blues, 4 Frauen - Wer sagt da `Das kann gar nichts sein? Nun ja, was die Spieldauer angeht, so ist diese recht dürftig - zumindest für ein Album. Ansonsten wäre eine Maxi mit 14 Songs und 24 Minuten Spielzeit schon OK :-)! Der Sound ist dagegen nur ?????, einfach so abzappeln, sich abreagieren, im Auto Schlangenlinien fahren, Musik ganz laut, Scheiben unten, Nachbarn gucken dumm .... Das ist schon cool! Und dann noch das Frontcover mit auswechselbaren Bilderchen, je nach Frauengeschmack. RED AUNTS wollen sicherlich kein Geld mit ihrer Musik verdienen. Hört mal rein - aber VORSICHT: Ist sie da, ist sie schon wieder wech ....als dann. Note: 3

T.C.

 

RAME - CYBERGOD - MCD

Nach der skandinavischen Großoffensive sorgt nun auch unser Alpennachbar dafür, daß die deutsche Monopolstellung im Synthipopbereich zu bröckeln beginnt. Mit Erschrecken muß ich feststellen, daß es nicht mehr nur unseren heimischen Musikern vorbehalten ist, eingängige Melodien und tanzbare Arrangements zu produzieren. Ich hoffe inständig, daß Bands wie TRYLOK und RAME eine Ausnahme bilden. Ansonsten müßte ich einen radikalen Einfuhrstop für Österreichischen Synthipop fordern. Deshalb schon jetzt mein dringlicher Aufruf: Stoppt die Ausfuhr von Ensonic ASR 10 und Akai S 3200 nach Österreich!!!

K.F.

 

REDLAND - ICH MUß NUN GEH'N - KM-MUSIC

Schwierig, schwierig, schwierig...Eine Rezension zur offiziellen Debut-CD "Ich muß nun geh'n", der Frankfurter (Main) Kombo "Redland" zu schreiben, bringt den geneigten Rezensenten in eine äußerst interessante Lage. Anfangs fühlt er sich bei dem abwechslungsreichen Elektro mit E-Gitarren noch durch die eher unterdurchschnittliche Produktion (die Bässe dröhnen zu sehr, alles wirkt sehr dumpf) gestört, ebenso durch die sehr tiefe Stimme der Sängerin Jana, die etwas penetrant daherkommt. Jedoch schon nach ein bis zwei Liedern, heitert sich das Gesicht des Autors um einiges auf, denn er beginnt zu verstehen, daß "Redland" hier echtes 80er-Gothic-Feeling rüberbringen, trotz ihres Einsatzes von modernen Beats! Schöne Songs, wie "Doom", der Stampfer "Black Prison Life", der sich durchaus - bei Auskopplung - zu einem Clubhit entwickeln könnte, sowie das 10-Minuten-Werk "Meri", lassen eine äußerst düstere Atmosphäre aufkommen, die durch die teils mysteriösen Texte, sowie die Anleihen an afrikanische oder arabische Folklore, noch mehr verstärkt wird. Respekt! Zwar möchte das ganze ab und zu zu extrem an die "Untoten" erinnern, jedoch kann man (nicht nur) Fans der besagten Kombo diese CD ruhigen Gemütes an Herz legen, auch wenn die Newcomer natürlich im direkten Vergleich eher versagen würden, was aber eigentlich kein Kunststück oder gar ein Kritipunkt sein sollte. Wenn man sich dann auch noch "Das Schwert" genau anhört, kann man nicht drumherum, den Song sogar als so etwas wie Death Metal zu bezeichnen. So darf man auch Fans der härteren Gangart durchaus mal mit dieser Scheibe vertraut machen, ohne sich Gedanken über seine schöne Nase machen zu müssen...

Mit einer Spielzeit von über 70 (!) Minuten, die so manche große Bands nicht zu stande kriegen würden (selbst wenn sie wollten...), ist ein Kauf dieser CD sicherlich nur zu empfehlen. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß man sich, wie gesagt, mit dem merkwürdigen Gesang zuerst anfreunden muß. Aber wo bekommt man heutzutage noch so seine pure, düstere Underground-Gruftie-Scheibe? Genau...(ds)

Rain Ministers - "Mister Proud" (Tonhaus/Der Verlag)

Alternative-Gitarren-Rock/Pop mit lateinamerikanischen- und Reggae-Anleihen. Sehr gitarrenorientiert und mit verhaltener Elektronik. Gute Partymusik und einige Tracks besitzen gar Hymnen-Qualitäten.

 

The Resurrectet - BloodlineEP

Das ist eine Promo, die nur rein zufällig in meine Hände kam. Der Sound, der mir entgegen peitschte, nenne ich jetzt, der Einfachheit halber: Death Metalpunkpalaver der Härtesten Gangart. Mit Stücken wie: Valley of Sluts und Wide open Cunt machen sich die Jungs auch bestimmt keine Freunde in der Frauenwelt. Diese CD ist auf jeden Fall nur etwas für Leute, die auch Death Metal mögen, für total Durchgeknallte (wie meine Wenigkeit) und Wahrscheinlich für Hörgeschädigte. D.W. 4

 

Rage - XIII

Die deutsche Metal Band Rage versucht mit XIII den Zusammenschluß von Metal und Klassik. Hier geben sich Instrumente wie E-Gitarre, Bass und Schlagzeug die Hand mit Violine, Cello und Horn. Eine Substanz, die beim hören auf Wohlgefallen stößt. Dies ist wohl eine der ausgefallensten CD, die es auf jeden Fall verdient hat angehört zu werden. Die aufwendig gestaltete CD wird nicht nur Metal Fans begeistern. Durch ihre Musik werden Rage es wohl schaffen auch neue Mitstreiter in ihren Bann zu ziehen G.B. 2

 

RAMMSTEIN - Du hast - MCD - Motor

Ach, guck an... die neue Maxi von RAMMSTEIN. Nach dem Tiefflug der Engel nun "Du hast". Ein vielversprechender Titel, wie ich meine....!? Bei genauerem Hinhören fällt allerdings wieder einmal auf, das die Texte eindeutig an Biß verloren haben, teilweise sind sie viel zu verworren. Hinter den Sinn von "Bück Dich" (netter Titel) bin ich bis heute noch nicht gekommen!? Es gibt genügend anderer Bands, die weitaus direktere und ansprechendere Musik fahren. Ebenso kann man sich an den schon fast typischen Gitarren leid hören. Einzig allein die Produktion ist grandios, und das macht ihnen, oder besser Ronald Prent, keiner so schnell nach (siehe KREATOR-Interview). T.C.Note: 3

 

Ravenous - No Retreat And No SurrenderCD - Zoth Ommog / Connected

Mit Ravenous ist jetzt das dritte Projekt von Gerrit Thomas bei Zoth Ommog gelandet. Ansonsten vergnügt sich dieser nämlich bei Funker Vogt und bei Fusspils 11, woran die Mitglieder beider Combos beteiligt sind. Ravenous haben ihr Debüt-Album "Mass Mental Cruelty" bei Off Beat herausgebracht. Trotz des Club-Hits "The Voices You Hear", das auch auf dem letzten Mystic Sounds Sampler des Zillo-Magazins erschien, gab es wohl Probleme mit dem Label und man hat sich offensichtlich nicht wirklich in Freundschaft getrennt. Dies erklärt auch den kämpferischen Titel des Albums, den man etwas frei und weniger wortgewandt wahrscheinlich auch mit "Jetzt erst recht" übersetzen könnte. Der größte Vorteil von Ravenous gegenüber Funker Vogt ist, daß Sänger Tim Fockenbrock besser (bzw. daß er überhaupt?) singen kann, worauf er allerdings für meinen Geschmack zu selten zurückgreift. Bei manchen Songs habe ich nämlich das Gefühl, daß (ähnlich wie bei Funker Vogt) ein interessanter melodischer Ansatz nicht durch eine ausgefeilte rhythmische und atmosphärische Struktur, sondern durch EBM-Bumm-Bumm und verzerrten Gesang ergänzt wird. Einige Songs wissen aber durchaus zu gefallen - so ist Ravenous mit "Underwater Gardens", das für meine Begriffe der beste Song auf dem Album ist, eine schöne Ballade gelungen. Einige der etwas schnellere Stücke können ebenfalls eine Atmosphäre kreieren und dann auch über den ganzen Song halten - zu diesen gehören "Abandon All Hope" und "Dark Angels". Neben einem Remix von "The Voices You Hear" waren das im wesentlichen aber auch die Highlights von "No Retreat And No Surrender", denn ansonsten plätschert das Album doch ziemlich dahin und wird irgendwann nervig.Es gibt übrigens auch wieder - wie auf dem Fusspils 11-Album - eine Schlager-Coverversion; jedoch kann mich der hier präsentierte Song "Eine Mark Für Charly" bei weitem nicht so amüsieren oder überzeugen wie "Griechischer Wein", das in Österreich angeblich schon so eine Art Radio-Hit ist. Alles in allem ist das Album zwar "Kein Rückzug Und Keine Kapitulation" aber auch kein großer Sieg.Note: 3Z

 

REBIRTH - Back from the inside - CD - Info: Sven Heimerdinger, Bleiche 46, 74343 Sachsenheim

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wenn Bands mit Eigenproduktionen in dieser Qualität um die Gunst der Hörer werben, so wie in diesem Fall REBIRTH. Ihre Musik trifft nicht ganz das, was sonst hier in der ENTRY zu finden ist, dennoch möchte ich REBIRTH vorstellen. Ihre Musik ist eine Mischung aus klassischem (Heavy-) Rock und einigen progressiven Elementen. Hin und wieder gelingt es REBIRTH sogar, den Hörer (mich) mitzureißen. Besonders der Song "Moonlight Child" mit dem genialen Glockenspiel hat es mir angetan, und auch der neunte Song ohne Titel, der sich so nach Wayne Hussey anhört, ist absolut klasse. Der Rest geht leider spurlos an mir vorbei, aber es gibt sicherlich Leute, die auf einen solchen Sound stehen. Deshalb ist meine Benotung auch unter Vorbehalt zu sehen. T.C.Note: 4

 

REEL - LockCD - Electric Blue/SPV 084-160492

Von diesem holländischen Trio hatte ich vorher noch nie etwas gehört und privat gekauft hätte ich mir diese CD wohl nicht. Das liegt nicht an der Musik, die REEL bieten, sondern am stark an Tekkno erinnernden Cover. Bisher habe ich diese computeranimierten Figuren nur in Videos dieses Bum-Bum-Genres gesehen. Nun aber zur Musik: wenn ich sie stellenweise mit Krupps vergleiche, tue ich keinem weh. REEL bieten ein ähnlich gutes Konglomerat aus Gitarrenteppichen, die mit synthetischen Sounds versetzt wurden. Leider klingen einige Lieder auf die Dauer langweilig, da sie sehr einfach aufgebaut sind. Wenn die 3 noch etwas kompakter werden und mehr Abwechslung in ihre Stücke bringen, haben sie große Chancen, in ferner Zukunft auf Krupp’schen Wegen zu Wandeln. M.W.

 

REINCARNATION - Void - Repulse

Lange habe ich über dem CD-Cover gesessen und gerätselt, wie diese Band überhaupt heißt. Doch dies ist auch gar nicht wichtig, den das, was REINCARNATION (So stand’s im Info) an den Mann bringen wollen, ist einfach nur Deathmetal im Mid-Tempo von der schlechtesten Sorte. Struktur- und einfallslose Rhythmen, Null Melodie und nichtssagende Texte, das heißt eigentlich nicht verständliche Texte, denn der Sänger (?) zieht es vor in das Mikro zu röhren. Egal, es interessiert sowieso niemanden... T.C. 5

 

REQUIEM IN WHITE - CD - "Of The Want Infinite" - EFA 01557-2

Sicherlich eine der besten Veröffentlichungen im Bereich des Gothic-Rocks in diesem Jahr ist "Of The Want Infinte" von Requiem In White. Die Band, die in den USA schon einen Kultstatus haben soll, ist hier total unbekannt. In den letzten 10 Jahren soll sich Requiem in White in der Prsse sehr rar gemacht haben, unter anderem gab es kein Interwies, und die Platten sind strng limitiert und mit niedrigen Auflagen auf den Markt gekommen.Der vom Label angebotene Vergleich mit Christian Death und Diamanda Galas ist nur insoweit falsch, als das Requiem in White mal wieder zeigen, daß eine weibliche Gesangsstimme, die die Ohren des Hörers nicht bis zur Schmerzgrenze strapaziert, auch für die Musik ein Gewinn ist. Gerüchten nach soll die Sängerin von R.I.W. Opernsängerin sein. Außerdem beweisen R.I:W. durchaus musikalische Eigenständigkeit.Ansonsten enthält "Of The Want Infinte" alle Elemente, die man sich wünscht: Klagende Gitarren, eine in die Abgründe des Daseins führender Gesangspart. In diese CD sollte man zumindest mal reinhören, auch wenn man nicht unbedingt Anhänger des Gothic-Rocks ist. H.S.

 

REVENGE OF NEPHTHYS - "Crying Time"(Talitha Rec./SPV)REVENGE OF NEPHTHYS

bieten auf ihrem neuen Album bodenständigen, keyboardlastigen und versiert vorgetragenen Gitarrenwave mit gelegentlichen Mission-Anleihen. "Trace to my room", das zweite Stück der CD, stellt den Höhepunkt von "Crying Time" dar: die mehr als gelungene Verbindung von Keyboardsequenzen, einprägsamen Gitarrenläufen und gefühlvollem Gesang. Fans von Gitarrenwavebands wie PTB oder EWR sollten mal ‘reinhören. H.M.

 

REVOLUTION BY NIGHT - BreatheCd, Nr. CD 084-61172 Synthetic Symphony/SPV

Es ist sicherlich nicht einfach, für eine gitarrenorientierte Band, gegen Größen wie Fields, Sisters und noch etliche mehr, anzuspielen. Diese haben ihrerzeit ordentlich vorgelegt. Aber heute ist irgendwie alles so viel schwerer geworden, da die Möglichkeiten, mit Gitarren etwas Neues zu machen, doch eher beschränkt geblieben sind. Die schwedischen REVOLUTION BY NIGHT stehen z.B. noch ganz am Anfang ihrer Musikerkarriere. Klar, ihre Musik ist geprägt von eben diesen großen Vorbildern, doch verbinden sie altbekannte und vollkommen neue Elemente zu einer eigenen Komposition irgendwo zwischen Batcave und Gothic, so daß man eigentlich nicht von einer Kopie sprechen kann und darf, ganz im Gegensatz zu so vielen anderen Bands. "Breathe" hat das gewisse etwas, genug Power und Eigenständigkeit, um nicht gleich wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Dabei sind es vielmehr die atmosphärisch-ruhigen Stücke wie "Fallen II", "Pyramidion" oder "Beloved to him who makes silence", welche das Potential dieser Band widerspiegeln.T.C., Note: 2

 

Richthofen - Seelenwalzer - GUN/BMG

Huargh, RICHTHOFEN are coming to get ‘cha! RICHTHOFEN, das klingt wie RAMMSTEIN oder wie EISENVATER oder wie GESETZBRUCH oder wie LEISTENBRUCH. RICHTHOFEN spielen Todesboogietrash, RICHTHOFEN haben einen gewaltig böse klingenden Sänger, der bei einigen Songs wohl gerne LEMMY KILMISTER wäre (wer WARPATH kennt, dem sei gesagt, daß er auch bei denen ins Mikro gebrüllt hat). RAMMSTEIN finden es einfach nur witzig, RAMMSTEIN zu heißen, was RICHTHOFEN über ihren Namen denken, weiß ich nicht. Die Musik ist gewaltig seelenwalzend und plattmachend, aber irgendwie uninteressant. Deutsche Texte scheinen in zu sein, und wenn man sie dann noch mit englischen Versatzstücken ergänzt, scheint das schon Kunst zu sein. Böse müssen die Texte natürlich auch sein; zynisch wie RAMMSTEIN reicht nicht. O.K., das ist jetzt fies, die Texte sind wirklich nicht so schlecht. Konzeptkunst aber auch nicht gerade. Irgendwie hinterläßt das Album eine große Leere. Gewaltig ist es, aber aus Selbstzweck. Ein Song wie "Ich mach Dich tot" bietet zwar durch seinen Refrain einen hohen Wiedererkennungswert und kann bestimmt auch in Metal-Diskos gespielt werden, aber in diesem Rahmen sind RICHTHOFEN irgendwie fehl am Platze. Mich würde ‘mal interessieren, was das ROCK HARD zu diesem Album schreibt; vielleicht können die solche Musik objektiver beurteilen. Ich kann jedenfalls nur hoffen, daß RICHTHOFEN nicht im Zuge von RAMMSTEIN den gleichen Hype erhalten. R.I.R.Note: 4

 

RISE AND FALL OF A DECADE - FORGET THE TWENTIETH CENTURY (CD- In Scene / Weisser Herbst / EFA)

Diese französische Band führt hierzulande ganz zu Unrecht lediglich ein Mauerblümchendasein und kommen über einen gewissen Insiderstatus nicht heraus. Ob sich das mit der aktuellen Scheibe ändern wird, bleibt abzuwarten, denn großartige Veränderungen haben sie nicht durchgemacht. Sie bewegen sich wie gehabt auf düsteren Wavepop-Wegen, erinnern gesanglich ein wenig an THE SMITHS (nur der Sänger, die Sängerin kann man eher der Heavenly Voices-Fraktion zurechnen) und verbreiten von der ersten Minute an eine melancholische Grundstimmung, die den Hörer tief berührt. Schwer zu beschreiben das Ganze, man muß es einfach selbst hören. Ein Album, daß fernab aller derzeit aktuell angesagten Sounds seine Daseinsberechtigung hat und RISE AND FALL OF A DECADE wohl leider trotzdem wieder nicht in das verdiente Rampenlicht bringen wird. Ach ja, trotz Retromusik macht man sich doch die Hilfsmittel der modernen Technik zu Gute und hat auf die Scheibe gleich noch einen CD-ROM Track gepackt, auf dem man weiterführende Infos zur Band, Songtexte, Soundschnippsel älterer Stücke, sowie einen ansprechenden Videoclip zu ‘The French Song Is Dead’ zu sehen bekommt.Th. K. (Note: 2)

 

ROSSBURGER REPORT 2 - CD - Strange Ways

Eine merkwürdige Aufmachung.... Kunst oder nur intellektuelle Scheiße? Aber was ist nun dieser Rossburger Report? Eine Definition: "Der Rossburger ist ein Widerspruch mit orchestralen Dimensionen, völlig frei in einem Erhabenen und völlig unfrei in einem minimalistischen Sinne. Seine Sprache ist Masse, Volumen, Dichte, Intensität, gespielt und erlebbar." (Holger in’t Veld) Ich hätte es vermutlich nicht besser beschreiben können.... Mit einer kleinen Ausnahme stammen alle Kompositionen von Markus Lipka, dem es auch zu verdanken ist, daß dieses Tondokument überhaupt auf CD verewigt wurde. Seinerzeit (1993) wurden die ersten Aufnahmen im Studio1 des NDR getätigt, waren wohl aber klangtechnisch so unzureichend, daß sich das 4AD-Label dessen nicht annehmen wollte. Rossburger ist nun eine, eigentliche mehrere, Komposition(en) für insgesamt 12 (!) Gitarren mit Bass und Schlagzeug. Ausschlaggebend ist die Idee der Überlagerung von Klängen, Vervielfachung der Klänge in Abhängigkeit von Disziplin und Struktur. Es ist eine faszinierende Collage, die genauso beeindruckt, wie sie erschreckt. T.C. Note: 2

 

Rozz Williams/Gitane Demone - "Dream Home Heartache"(Paragoric/Intercord)

An glorreiche alte CHRISTIAN DEATH-Zeiten wird man beim Hören dieser CD erinnert. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: "Dream home Heartache" enthält weder eine Gitarre noch Sachen à la "Ashes" oder "Deathwish". Nein, der einzige musikalische Vergleich, den man anstellen könnte, wäre "Awake At The Wall". Gleich ist jedoch die melancholische, bedrückte Grundstimmung, die diese CD auszeichnet. Para-jazzige Klavierballaden, brillant intoniert von zwei der besten Vokalisten unserer Zeit. Wer über seinen Tellerrand hinausblicken kann, sollte mal ein Ohr riskieren. Er wird nicht enttäuscht werden.H.M.

 

RUNEMAGICK - THE SUPREME FORCE OF ETERNITYCentury Media Records

"Runemagick", was für ein Name, ich als Fantasyfreak, bakam schon feuchte Hände bei diesem Klang und was für ein Cover also nichts wie rein mit der Scheibe in den CD-Player und Start gedrückt. Ups, naja, Death-Metal, nicht mein Fall!!! Einige echt nette Gitarrensounds, wenn nur nicht der Sänger andauernd dazwischen grunzen würde. Alles in allem sollte irgendjemand den Jungs mitteilen, das einwenig ins Mikro gurgeln und böse mit den Augen rollen noch keine gute Platte macht. Aber es ist noch Hoffnung, einfach nochmal auf nehmen ohne Gesang. Mein rein subjektives Urteil, laßt uns den Mantel des Vergessens über diese Rohstoffverschwendung hüllen. Wertung: ist ja zum.......... FL

 

RUNNING WILD - The Rivalry - GUN

RUNNING WILD gibt es irgendwie schon immer und wird es wohl auch immer geben, und sie werden wohl auch immer das gleiche machen: pathetischen Powermetal, Seeräuberromantik, Machogehabe... also alles was der Mann von gestern so zu brauchen glaubt. "True-Metal" ist das Stichwort,und wer macht sowas heute schon noch? Das ist sowas von alt, daß es schon wieder kultig ist. RUNNING WILD scheinen seit jeher ein Abo für Mitgröhlhymnen zu haben, ähnlich wie BAD REILIGION, aber doch VÖLLIG VÖLLIG VÖLLIG anders! Die Musik hat sich also nicht geändert, aber wozu auch nach 22jährigem Bestehen (hüstel...)? Dumm nur, daß sogar mein Kopf ein kleines bißchen mitwackelt, wenn RUNNING WILD ihre Attacke beginnen. Aber wenn man völlig weggetreten ist, kann einem das ja sogar bei Volxmusik passieren, gelle? Denn vom Innovationsstand sind RUNNING WILD und die deutsche Volksmusik in etwa auf dem gleichen Stand. Um mehr über "the Rivalry" zu erzählen, ist das ENTRY sicherlich nicht die richtige Stelle; immerhin wißt Ihr jetzt, daß es eine neue RUNNING WILD gibt und das alles beim alten geblieben ist. Und wenn ihr nicht wißt, was bei RUNNING WILD "das Alte" ist, dann ist das auch nicht weiter schlimm... 2xR 4

 

Robert Marlow – The Peter Pan Effect Energy Records / October P

Robert Marlow, der bereits 1977 mit Allison Moyet seine erste Band "The Vandals" gründete, wird mit dieser Veröffentlichung endlich der längst fällige Respekt bezeugt. Das bislang leider nie veröffentlichte Album hat eine bewegte Vergangenheit: Das von Vince Clark vor 16 Jahren produzierte und Instrumentierte Album die 4 Singles sowie sieben bisher unveröffentlichte Songs, die neben der Musik von Depeche Mode und Yazoo wahrscheinlich die besten Synthie-Pop-Perlen jener Zeit sein dürften. Dem Label gebührt ein großer Dank, dieses Werk endlich der Öffentlichkeit geschenkt zu haben. Also Leute, Kaufen ist ein absoluter Muß! Ach ja, muß ich noch erwähnen, daß sich auf der CD mit "The Face Of Dorian Gray" auch ein klasse Video-Clip befindet? Note 1, Markus Vennemann

 

R.E.C. - R.E.C. - SPV

Was kommt dabei heraus, wenn sich York Eysel von Love Like Blood und Peter Spilles von Project Pitchfork zusammentun, das Projekt R.E.C. nennt und die CD unter anderem von Jürgen Jansen (Cassandra Complex) produzieren lassen ? Auf jeden Fall etwas anderes, als nach "Valley of Grief" vom Aural Conception Sampler erwartet wurde. Beim ersten Hören konnte ich meine Enttäuschung nicht so ganz unterdrücken. Hierzu sollte man wissen, das ich dem Instrument Gitarre nicht gerade sehr freundlich zugetan bin. Nach mehrmaligen Hören stellte ich jedoch fest, daß sich die Stücke trotz Gitarren gar nicht mal so uninteressant anhören. Das musikalische Spektrum ist weit gestreut. Von Industrial-Crossover-Stücken, klassischen Wave-Balladen und elektronischen Sounds bieten R.E.C. eigentlich alles. Bei den Songs wurde kräftig herumexperimentiert. Auf jeden Fall läßt sich hier feststellen, daß die Vocals von Yorck Eysel nicht nur für Gitarren-Wave a la LOVE LIKE BLOOD geeignet sind. Interessant klingen die abwechselnden Gesangparts zwischen York Eysel und Peter Spilles. R.E.C. beinhaltet 13 Songs, die sich in keine Schublade pressen lassen. Diese CD ist kein Muß für LLB oder Project Pitchfork-Fans, aber absolut empfehlenswert für Menschen, die unvoreingenommen sind!

Michaela Böttcher

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