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Theatre of Tragedy - Assembly - Eastwest Records
Vorweg - selten ist es mir so schwer gefallen, bei einer Platte objektiv zu bleiben. Die Aégis-CD von ToT zählt immer noch zu meinen Faves 4ever und damit hat "Assembly" genauso viel gemeinsam wie Uran mit Urin. Ich stelle mir also vor, ich habe es mit einer ganz neuen Band zu tun, um unvoreingenommen und objektiv über das neueste Machwerk berichten zu können; trotzdem ist der erste Eindruck: "Ganz nett, aber irgendwie belanglos." Ohne Frage, die Scheibe ist perfekt produziert und arrangiert, Livs Stimme ist facettenreich wie nie und der männliche Gesangspart noch sparsamer dosiert und per Vocoder verfremdet. Aber von wegen Nomen est Omen - die tragischen Momente sucht man hier ebenso vergebens wie Atmosphäre. Die Songs sind eingängig, von luftig beschwingter Natur und flutschen sofort ins Ohr, aber leider auch ebenso schnell wieder heraus, will sagen, es bleibt nichts wirklich hängen und spätestens nach dem 5. Hördurchgang stellt sich Langeweile ein. Fazit: Wer auf radiotauglichen Futurepop mit Female Voices steht, sollte unbedingt ein Ohr riskieren. Wer jedoch eine halbwegs düstere Stimmung mag, dem kann ich nur raten "Finger weg.".
Es drängt sich übrigens die Frage auf, ob angesichts dieses krassen Stilbruchs eine Namesänderung nicht langsam mal angebracht wäre, denn dass Theatre of Tragedy im CD-Laden immer noch unter Metal eingeordnet sind, wirkt angesichts dieses Albums, und auch das des Vorgängers, höchst amüsant.
Andrea Scherr
Thanatos – An embassy to Caius – Project / Hyperium / Rough Trade
Wenn Du einmal das Bedürfnis haben solltest, Dich vom Alltagsstreß zu kurieren, dann könnte dieser Silberling eine Medizin für Dich sein. THANATOS entführen Dich 70 Minuten lang in entspannende Klanggefilde, die ich als Romanctic-Dark-Folk-Pop beschreiben würde. Im Mittelpunkt der fast durchweg ruhig gehaltenen Songs steht akustisches, pures Gitarrenspiel, welches nur gelegentlich mit elektronischen Hilfsmitteln angereichert wird, der Hörer wird also mit handgemachter, natürlicher Musik konfrontiert. Bei mir persönlich stellt sich zwar nach einer Weile eine Tendenz Richtung Langeweile ein, aber das liegt sicher daran, daß mir die Dosis von 24! Songs zu hoch ist und einige Songs sehr ähnlich klingen. Fazit bleibt jedoch: „Anti-Streß-Mittel" geeignet.
AX
Tilt! – I put a smell on you – Celtic Circle Productions – Efa
Eins versprech' ich Euch: diese CD wird Euch untilten. Ob im positiven oder negativen Sinne sei einmal dahingestellt, aber sie tut es. Wer hätte nach Szenhits wie „Mercyless" ein solche Scheibe erwartet? Die CD mit dem geschmacklosen Cover paßt einfach in überhaupt kein Schublade. Mal singt ZADOC, mal eine Lady namens LINDA ZERO, deren klare Stimme mit den Kirmesorgeln, Panflöten, der Balalaika, dem Piano, den Xylophon, den Bläsern, dem Akkordeon und was weiß ich was da noch alles drauf ist, kontrastiert. „I put a smell on you" ist definitiv keine CD für Electros, Gothen, Folkfans oder wie auch immer. Diese CD ist eher was für den uns allen bekannten Leuten, die nur anhand von Beweisphotos überführt werden können, daß sie es waren, die auf der Abfüllpartys mit Taucherbrille ins Aquarium sprangen, die 86 jährige Untermieterin verführt haben, nackt in der Schlammbowle getanzt, oder den wegen Ruhestörung alarmierten Bullen ins Gesicht gefurzt haben. Und auf genau so einer Party kommt eine solche CD an besten zum Tragen. Stimmungsvoll-abgefahrende, absolut kranke Lieder, mit Texten, wo es mal ums ficken, mal ums saufen und mal um Tampons geht. Ganz zu schweigen von der Pogues Coverversion „Dirty old town"! Die einzige Gemeinsamkeit scheint zu sein, daß beide Combos zu den Kampftrinkern gehören. Genau bei denen wird diese Veröffentlichung wohl auch am besten ankommen. Apropos „Kind Alcohol" ist richtig geil geworden. Mit Sicherheit der Highlight des Albums.
L.S.
Tristania - World Of Glass - Naphalm Records
Da sind sie wieder, die sieben Norweger... und zwar mit einem Album, dass sich sehen und hören lassen kann. Wie keine andere Gothic Metal Band schaffen Tristania die heikle Gradwanderung zwischen Gothic, Metal und Elektro. Neben dem altbewährten Duett zwischen Vibeke und Kjetil ist auf World Of Glas noch eine neue Stimme dazugekommen. Østen übernimmt die weicheren Klangpassagen und schafft dadurch einen interessanten Kontrast zu Kjetils aggressivem Gesang, während er mit Vibekes Stimme harmonisiert. Eine einzigartige Mischung, die ich so noch bei keiner Band aus diesem Bereich gehört habe. Natürlich trumpfen die Sieben aus Stavanger auch in diesem Werk mit klassischen Elementen und gewaltigen Klangpassagen auf. Immer unterstützt von Vibekes klassischem Gesang, der diesmal übrigens vielschichtiger ist, als in den Vorgängeralben Widows Weeds und Beyond The Veil. Es scheint fast, als experimentierten Tristania geradezu mit den drei, zur Verfügung stehenden Stimmen. Experiment geglückt, kann ich da nur sagen. Ebenso verhält es sich auch mit den elektronischen Elementen und Samples. Die Norweger verstehen es einfach perfekt, alle diese Elemente optimal zusammenzusetzen und damit jedem Lied eine Besonderheit zu geben. Da kommt beim Hören garantiert keine Langeweile auf und es ist sowohl für den Metal, Gothic, als auch für den Elektroliebhaber mindestens ein Song dabei. Aber bevor ich weiter versuche, dieses geniale Werk in Worte zu zwingen, empfehle ich, lieber mal selbst rein zu hören, denn dieses Album bedarf eigentlich keiner Erklärungen. Tristania pur und ein bisschen mehr. Als Hörprobe habe ich mich für den Song "Deadlocked" entschieden, der meiner Ansicht nach, alle Elemente dieses Albums vereint.
Mareike
TRANCE TO THE SUN - VENEMOUS EVE - CD AMBULANCIA
Aufgrund des Bandnamens legte ich diese CD in der Erwartungshaltung ein in elektronische Welten einzutauchen. Jedoch bereits die ersten Minuten, gar Sekunden wirkten ernüchternd. Bei diesem aus 9 Titeln bestehenden Werk handelt es sich in meinen Augen um eine recht klassisch orientierte und konzeptierte Gothic-Formation, die zur Erschaffung von Atmosphären industrial-ähnliche Untermalungen verwenden, was grundsätzlich sicherlich eine sehr interessante Idee ist, jedoch wirken die einzelnen Titel im Stückablauf zu orientierungslos und eintönig. Zwar entstehen zum Teil sehr packende, düstere Klanggebilde, allerdings werden diese für meinen Geschmack viel zu weit ausgereizt und verlieren somit an Faszination. Nur die zum Teil recht ausgefeilten Drumcomputerrhythmen sorgen dann noch mal für gelegentliches Aufhorchen. Hinzu kommt, daß der Gesangsstil der Sängerin sicherlich nicht jedermanns Sache sein dürfte. Ich jedenfalls konnte mich mit ihrem ziemlich experimentellen Stil nur kaum anfreunden. Für eingefleischte Gothic-Fans sicherlich ein recht interessantes Produkt, es bleibt jedoch abzuwarten wie sich diese Band in Zukunft weiterentwickeln wird.
B.K.
Trace to the sun – Bloom flowers, bloom!
Ein Blick auf den Bandnamen und das Herkunftsland USA... o.k., rezensier' ich. Zu hause angekommen muß ich bei einem Blick ins Info feststellen, in dem von Gothic die Rede ist, daß meine Erwartungshaltung sich wohl nicht bestätigte. Auch wenn diese Veröffentlichung nicht meinen Geschmack trifft, muß ich dem amerikanischen Duo attestieren, ein interessantes musikalisches Konzept entworfen zu haben. Auf ihrer mittlerweile zweiten CD verbinden TTTS auf den ersten Blick wirr strukturierte Soundtracks, die in ihrer wirren und teilweise improvisierten Art zu ungewöhnlich sind, als daß ich sie in die Kategorie „Gothic" stecken möchte. Die Musik kommt übrigens komplett ohne Keyboards und Sampler aus, da die Band der Meinung ist, daß man sehr viel bessere Noises auf der Gitarre produzieren kann. Unabhängig von meinem persönlichen Standpunkt, muß ich zugeben, daß die Töne, die die Beiden ihrer Gitarre entlocken, tatsächlich ungewöhnlich und noisig sind. Wer also beim Stichwort „Gitarre" DEATH IN JUNE-ähnliche Songs erwartet, den muß ich enttäuschen. Besonders hervorzuheben ist auch die Stimme der Sängerin ZOE, die durch ihre Variation und Penetranz quasi als eigenes Instrument fungiert. Eine Veröffentlichung für Fans von ruhigen, aber dennoch experimentellen Soundscapcs, zu denen man schwer Zugang bekommt.
L.S.
TICKET TO WONDERLAND - DREAM OF A PURPLE TURTLE - CD ENERGY/SPV
Schweden ist irgendwie ein Phänomen! Am laufenden Band kommen Synthie-Veröffentlichungen von da oben, und nicht selten gefallen sie sogar mir, obwohl ich sonst ja eher härtere Kost bevorzuge. Letzte Ausgabe waren's STATEMACHINE, diesmal sind's TICKET TO WONDERLAND. Sie machen auf `Dream of a purple turtle` Musik, die wieder mal nach einer Bandwurmbezeichnung schreit: "Ambient-Space-Pop` würde ich das Ganze nennen. Die Scheibe ist so richtig schön fluffig geworden und vertreibt die sich anbahnenden Winterdepressionen durch melancholisch-fröhliche Sphärenträumerei. Dafür, daß man nicht völlig abdriftet, sorgen einige griffige Tanzstücke, wie zum Beispiel `Inspiring rain` und `Eclipse', die eventuell einigen bekannt sein dürften. Inwiefern der Genuß bewusstseinserweiternder Drogen den Spaß an `Dream of a purple turtle` vergrößert, müßt Ihr am besten selbst ausprobieren... Note: 2
RIR
Trust - "Ni dieu ni maitre" (NBKB/XIII BIS Records)
Französischer Gitarren-Rock mit Punk-Anleihen und einer ziemllich aufdringlichen Stime. Über Französische Musik kann man ja denken was man mag, aber ich finde, dass sich die Sprache einfach nicht für Musik eignet (es gibt natürlich hervorragende Ausnahmen, aber davon leider nur einige wenige). Ich kenne mich auf dem Gitarren-Sektor zu wenig aus um irgendwelche Vergleiche heranziehen zu können, aber ich denke mal, dass das auch nicht viel nützen wird. In Frankreich hat Trust vielleicht eine Chance, aber hier wird sich die Scheibe wahrscheinlich nicht so etablieren können. A.D.
THIS VALE OF TEARS - ADAM NUDE - Nightbreed
Mit ihrem zweiten Album haben THIS VALE OF TEARS nun endlich auch eine Plattenfirma hinter sich ... und mit Nightbreed auch keine ganz so unbekannte. Wer die drei Belgier kennt, weiß was ihn erwartet, für Belgien eher untypischer Gothicrock. Beim Opener ‘Angel Station’ hat man noch den Eindruck, es würde sich hier um eine etwas rockigere Variante von DIARY OF DREAMS handeln. Erst im weiteren Verlauf des Albums wird der wavige Sound weiter zurückgenommen und durch Gothic-Gitarren ersetzt. So beginnt ‘Kiss Miss Paranoia’ bedrohlich langsam, schleppt sich wahrlich dahin, um dann endlich in einer abgedrehten Paranoia zu explodieren. Ein weiterer Höhepunkt dürfte das ruhigere ‘Slipping Away’ sein, das von der ziemlich genialen klagenden Stimme des Sängers lebt und sich in einen wahren Rausch hineinsteigert. Überhaupt zeichnet sich die CD dadurch aus, daß praktisch kein Ausfall enthalten ist. Und auch die beiden Coversongs ‘Maniac’ und ‘Killing An Arab’ können überzeugen.
Thorsten Kübler
Tatmotiv Angst - Leben...Religion...Krieg...CD - EFA
Hier nun der zweite Longplayer der mühlhausener Formation. Dark Wave und Gothic werden mit tiefgreifenden, deutschen Texten verknüpft. Leider bleibt dabei die musikalische Ausdrucksform auf der Strecke. Gut also, daß eine CD auch Pausen hat, sonst würde es schwer fallen, den nächsten Track zu erkennen. K.T.Note: 3
TELEPHERIQUE - LICHT UND SCHATTENCD AntZen
Eine kleine Einführung in die Physik der Strahlen gefällig? Ja, aber dann bitte mit dieser CD. 9 Tracks aus dem harmloseren Industrial der Noisekollagen geben Einblick in die Radiologie. Einen direkten Zusammenhang zwischen Titel und Musik, abgesehen von den gesampelten Sprachsequenzen, kann ich zwar nicht entdecken, aber die Hauptsache ist schließlich, daß ein höchst skuriler Eindruck erweckt wird. Das nette Booklet tröstet über so manche musikalische Schwächen hinweg. Ein, zwei gute Songs machen noch lange kein gutes Album. T.C.Note: 4
Templebeat - WickedMCD - Submission/SPV
Christian: "Pinocchio erzähle mir noch einmal diese Geschichte". Pinocchio: "Als ich da einst auf dunklem Pfade durch den Wald irrte, waren es weder der fette Kater, noch der blöde Fuchs, die mich retteten, schon gar nicht S/M-Meister Gepetto, sondern die Männer von Templebeat. Führten mich auf verschlungenen Wegen durch eine wundersame Welt, auf der ich Dinge sah, die nie zuvor das Auge einer Holzpuppe gesehen hatte. Gegen Abend erhob sich aus großer Entfernung plötzlich ein lautes Geschrei und Wehklagen, denn im Orte, dem wir uns näherten, waren meine Gesellschafter ob ihrer Konzerte gefürchtet. Auch ich sollte noch in selbiger Stunde wissen, warum, denn mit lauten Gitarrengelärme, böser, verzerrter Stimme und auf reibender Rhythmusbegleitung spielten sie vier Lieder von einer Art, die mir mißfiel. Titel wie "Ich möchte ein erotischer Kultheld sein" oder "Böse", welche in englischer Sprache dargeboten wurden, ließen mich nichts gutes ahnen und nachdem sie ein Lied namens "You spin me round" zum Besten gegeben hatten, welches wohl noch nicht einmal aus ihrer Feder stammte, wurden sie mit Schimpf und Schande aus dem Ort gejagd." Christian: "Und Du fandest nicht, daß ihre Musik vor Bösartigkeit und Talent nur so strotzt, daß dies eine kraftvolle Antwort auf all die Luschen und Langweiler des Musikmarktes ist?" Pinocchio: "Nein, Meister, es war eine gar schreckliche Vorführung. Niemand verdient diese Strafe, sanfte Töne und romantische Melodien können doch so schön sein. Warum versuchen diese Herren es nicht einmal damit?" Christian: "Gib es auf, die Antwort wirst Du nie erhalten. Als Strafe für Deinen schlechten Geschmack werde ich Dich jetzt in den Hexler werfen. Gute Reise..."Note: 2 (-), C.C.
Terminal Choice - KhaosgottCyberware Productions
Machen wir es kurz: Man nehme 20 Kg abgestandene Düsterklischees als Basis und füge dem 5 Kg 80er-Jahre-Electro aus deutschen Landen (Marke Invincible Spirit - an sich ja nichts schlechtes, aber irgendwie so alt...) zu, 1,5 Kg Grunzen, Rülpsen und Blubbern, 500g Billig - Effekte sowie eine winzige Prise :Wumpscut: und herauds kommt nach langen lagern in modrigen Verliesen unser Tip des Tages (oder auch nicht): Khaosgott! Wem´s schmeckt...P.S.: Track 66 - welch Zahlenmystik - ist ene Hate-is-just-a-4-letter-word-Coverversion, Ideenreichtum hat mehr Buchstaben....... C.C
Terminal Choice - Totes FleischSubtronic Rec./SPV
Na prima. Einen Tag vor Redaktionsschluß flattern mir sieben CD’s von SUBTRONIC und SYNTHETIC SYMPHONY ins Haus und auf den Schreibtisch. Na dann mal ran. Die seit zwei Jahren bestehende Band um Christian Pohl präsentiert mit "Totes Fleisch" nach fünf Tapes ihre Debut-Maxi, mit der sie genau in die Kerbe von Dark-Electro Acts wie :wumpscut: stoßen. Der Titel ist Programm und dem/der Hörer/in wird direkt mit dem ersten Stück ("Höllensong") klargemacht, wohin die Reise geht: "Fahr zur Hölle" heißt die liebevolle Begrüßung und Einladung zu einer Höllenfahrt von dunklen, atmosphärischen Synthieläufen, die mit gelegentlichen Knüppeleinlagen, einer Vielzahl von fiesen Samples, dreckigem Gesang und apokalyptischen Texten - passend zum niedlichen Cover - eine gnadenlosen Höllentrip kreieren. "Serial Killer" wird sicherlich bald die Tanzwütigen unter Euch in den Clubs zu letzten Tanzorgien animieren, bevor Ihr mit "Totes Fleisch" der letzten Prophezeiung ins Auge schaut. Der vierte und letzte Track läßt Euch dann noch genug Zeit zum Sterben ("Time do die") und bereitet auch ein letztes, tanzbares Vergnügend. Aber bringt Euch bitte nicht all zu schnell um, denn Ende des Jahres erscheint das Debut-Album des lustigen und lebensfrohen Berliners. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. L.S.
TERRORGRUPPE - DER RHEIN IST TOTMCD, Nr.: 576 539-2, Metronome
Der Punk (Ska) kommt von der TERRORGURPPE, allseits bekannt und geliebt für ihren sarkastischen Humor und ihren Mut, endlich die Wahrheit über die Kelly Family in aller Öffentlichkeit zu postulieren. Da die Kelly‘s momentan ganz andere (Steuer-)Sorgen haben, lassen die Jungs von der Terrorgruppe mit "Der Rhein ist tot" ordentlich die Sau raus. Ein ‘Hoch’ auf die TERRORGRUPPE. T.C., Note: 1Terrorgruppe - Keiner hilft euchHört man nur die Musik, dann geht bei Terrorgruppe echt die Post ab! Gitarrenlastige, schnelle, gut anhörbare Mucke. Doch "Oh" Schreck, der Gesang und die Texte, sind echt nicht der Brüller!! Einfallslos und ziemlich primitiv geschrieben, z.B. "Mit fünf Kilo im Darm, wird einem ganz schön warm..." oder "Die Kondome werden reißen, kann ich bald nicht scheißen...", so geht’s eigentlich in jedem Song ab. Besonders, die sich ständig wiederholenden ewig langgezogenen "Refrains" sind dermaßen nervig, so daß man den guten Sound fast vergißt. Deshalb mein Tip, bitte liebe Terrorgruppe überdenkt Eure Texte doch noch einmal, denn Musikalisch ist Euer Sound nicht schlecht! Celle 4
TEST DEPT. "Materia Prima"Jungle / EFA
Ursprünglich nur als limitierter US-Import erhältlich, hat Jungle sich entschlossen, "Materia Prima", wenn auch wieder in limitierter Auflage, für den europäischen Markt zu lizensieren. Vorliegende CD beinhaltet Aufnahmen, die bei Konzerten in England und auf dem europäischen Festland in den Jahren 1986 - 89 gemacht wurden. Dieses Album zeigt Test Dept. an der Schwelle von krachigen Soundscapes zum heutigen Ethno-Dance, wobei der Industrial-Einschlag aber doch noch deutlich überwiegt. Überzeugen können in erster Linie das feierliche "Funeral" sowie das ruhig-rituelle "Landrites". Diejenigen, die mit den heutigen Test Dept. nichts mehr anfangen können, werden "Materia Prima" - sofern sie die CD nicht eh schon besitzen - wohl begeistert aufnehmen. Für alle anderen gilt: reinhören lohnt sich allemal. H.M
Test Dept – Totallity – KK Musik / RTD
Die in den 80er Jahren in Industrialkreisen zu großer Beliebtheit („Kultstatus" ist einfach ein ausgelutschtes Wort) gelangten TEST DEPARTMENT werden mit ihren neuesten Output wahrscheinlich alteingesessene Krachpuristen verschrecken. Grund ist, daß die ihren charakteristischen Metall- und Perkussionelemente stark in den Hintergrund gedrängt werden und jetzt eher Wert auf einen sehr organischen und goovenden „Dancefloor" (auch `n scheiß Wort) gelegt wird. Der politisch stark engagierten Band jedoch Ausverkauf oder Kommerz vorzuwerfen, wäre ein ungerechtes und sachlich falsches Urteil. Gerade einer Gruppe wie TEST DEPT. sollte das Recht zugestanden werden, sich weiterzuentwickeln und mit anderen Sounds zu experimentieren. Wer sich der musikalischen Entwicklung der 90er Jahre verschließt und immer noch zu stark in Kategorien denkt, hat meines Erachtens sowieso die Zeit verpennt, was ausnahmsweise mal keine schicke Sache ist. „Open minded people" sollten sich deshalb ruhig mal in diese CD reinhören, da sie ihre Qualitäten und Intensität zwar anders gewichtet hat, aber diese nicht verlorengegangen sind. Außerdem besitzen sie - gerade live - immer noch starke rhythmische und perkussive Elemente. Apropos live: wie „kommerziell" TEST DEPT. geworden sind, zeigt sich wohl auch an den Schwierigkeiten, die sich ergaben, sie live im „Pott" zu booken. Nach 3 - 4 Jahren deutscher Bühnenabstinenz werden sie im Dezember leider nur 3 Gigs, u.a. in Hamburg geben. Wem das nicht zu weit ist, der sollte sich dringend aufmachen und sich dieses Ereignis bloß nicht entgehen lassen.
L. S.
TEST DEPT - Legacy - Freud / EFA
"Legacy" bietet einen Überblick aber das Schaffen von Test Dept. in den Jahren '90 -'93. Hier werden nicht etwa alte Nummern neu verbraten, sondern ausschließlich Remixes bzw. neu aufgenommenes Material präsentiert. Hierbei wird der bereits auf "Pax Americana" eingeschlagene Weg fortgesetzt; eingängige Dance-Beats bestimmen das Geschehen. "Legacy" durfte vor allem House-Freaks interessieren, Liebhabern der "alten" Test Dept. durfte man aber vom Kauf der CD abraten - mit "Induatrial" hat das Ganze nämlich nur noch am Rande zu tun.
Holger Meyer
TALLA 2XLC - TALLA 2XLCUrban/Motor//Polygram/PVNachdem im November bereits das Stück "The Eternal Mystery" erschienen ist, steht nun Ende Juni das Debütalbum an. Dabei mutet sich das Wort "Debüt" bei jemand wie Talla wirklich grotesk an. Seit über 15 Jahren hat der wichtige "Technopapst" die Technoszene entscheidend mitgeprägt, ob als Mitbegründer des "Frontpage", dessen Ära jetzt zu Ende zu gehen scheint, als Veranstalter des legendären "Dorian Gray", DJ, oder durch die Veröffentlichung von unzähligen Remixen und Releases, so z.B. auch Bigod 20. Nun benutzt er num ersten Mal seinen eigenen Künstlernamen für eine Veröffentlichung, auf die man sich freuen kann. Das Vorabtape brilliert durch zehn Stücke, die zutreffenderweise im Presseinfo mit "Monumental EBM Trance" umschrieben werden. So treffen hier auch trancige Strukturen auf EBM-lastige Rhythmuselemente, wenn es auch deutlich mehr in Richtung Techno als EBM geht. Dennoch bestechen Titel wie eben "Eternal Mystery" oder das düstere "Is Anybody Out There?" durch eine hervorragende Melodieführung und gradlinige, eingängige Strukturen, so daß sich auch die EBM-Ecke stark angesprochen fühlen sollte. LS Note: Schöne Scheibe
Teufelsküche - Teufelsküche - Semaphore
Die Band Teufelsküche erinnert stark an Bands wie Rammstein oder Ministry, da die Musik sehr starke Züge der Metal und Elektroszene besitzt. Kurzum Industrial, wie er heute sehr gerne gehört wird und nicht nur bei mir auf ein bereitwilliges Ohr trifft. Die Texte sind gemischt lyrisch, anklagend, ekelig aber eingängig und gut verständlich, wobei die beiden Sänger eine sehr gute Mischung der Stimmen vornehmen, so daß eine größere Abwechslung im Gesang für bessere Stimmung sorgt. Schade eigentlich, daß man noch nicht eher etwas von dieser Band gehört hat, da sie nun im Kielwasser von Rammstein und anderen deutschen Bands stehen.Aber mit ihrer gekonnten Mischung aus Synthie, Techno und Metal werden sie den Zugang zu ihren Hörern finden und sich behaupten. Auf jeden Fall reinhören in die Songs: Mein Schatz, Tanzt und Metzger. J.K.1
THERION - THELI - CD Nuclear Blast
Die Wurzeln der Band THERION stecken tief im Nährboden der skandinavischen Blackmetal-Bewegung. Meines Wissens nach hatten sie jedoch nichts mit irgend welchen brennenden Kirchen da oben zu tun, wie das so einigen Leuten aus dieser Szene nachgesagt wird und manche sogar offen zugeben. Mit "Symphoni Masses - Ho Dragon Ho Megas" schufen THERION vor einigen Jahren für mich DEN Meilenstein der Doom-/Blackmetalmusik. Ohne sich an irgendwelchen Klischees zu orientieren, spielten sie damals ein faszinierend vielschichtiges Werk ein, das bereits damals die Türen zum Gothic Rock hätte öffnen können, wenn eine größere Toleranzbereitschaft der Hörer bestanden hätte. Inzwischen haben andere Bands die Lorbeeren geerntet (PARADISE LOST, MY DYING BRIDE etc.). Doch auch THERION kommen anno 1996 mit einem neuen Werk auf den Markt. Es heißt "Theli" und wurde unter großem Aufwand, z.B. mit Hilfe zweier Chöre, aufgenommen. Diesen Aufwand merkt man bei jeder Note, doch leider geht THERION dadurch etwas die charmante Unbekümmertheit vergangener Tage verloren. Das ganze Album ist sehr symphonisch arrangiert, und Schwächen gibt es eigentlich keine. Also nix mehr Blackmetal, Dark-Symphonic-Metal heißt die Devise. Doch eines ist klar: Erfolg haben THERION auf jeden Fall verdient, und wenn es so klappt, dann ist das auf jeden Fall o.k.. Note:2 R.I.R.
THINK ABOUT MUTATION - VirusMotor
Nachdem in unserer letzten Ausgabe nur das Vorab-Tape besproche werden konnte, gibt’s jetzt die "richtige" CD-Rezi vom neuen TAM-Album "Virus", das übrigens am 9.2. erscheint. Generell stimmt es schon, was TW in der letzten Ausgabe geschrieben hat, nämlich daß TAM kunterbunt mixen, was ihnen unter die Finger kommt. Aber so gewöhnungsbedürftig finde ich das denn auch wieder nicht; da hat man doch schon Abgefahreneres gehört! Ganz im Gegenteil, ich finde eher, daß TAM richtig gelungene Pop-Strukturen aufweisen können; man höre sich nur mal "Irregular" an. Die Songs gehen schnell ins Ohr ("Discotrash"), sind abwechslungsreich und frisch. Die musikalischen Zitate, die TAM verwenden, sind aktuell, aber nicht verstörend revolutionär und reichen von modernem D&B und Breakbeat über die Labelkollegen RAMMSTEIN (Gitarre in "Flash") bis hin zum Hardcore ("Powered States"). Dennoch ergibt sich eine harmonische Einheit, die vielleicht sogar etwas diskrepanter hätte ausfallen dürfen (man neheme mal MOBY als Beispiel), um perfekt zu sein. Aber für ein modernes "Pop"-Album bieten TAM eigentlich genau das Richtige, denn ich glaube, daß der Begriff "Pop" in diesem Fall durchaus positiv zu bewerten ist. Sehr geil ist auch der auf der Tracklist nicht verzeichnete Remix von "Accident" (Track 13), der elektronischer und tanzbarer ausgefallen ist. Fazit: Ein Album für die späten 90er; für die Leute, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen wollen und noch Spaß an Musik haben. 2xR 2
Wieder legen Totenmond ein kräftiges Album dar, das sich in keinster Weise hinter seinen Vorgänger verstecken muß. Totenmond beweisen wieder das guter Black Metal sich nicht immer in englischer Sprache ausdrücken muß. Die Stimme des Sängers jagt einem eine Gänsehaut den Rücken hinunter und dem Druck der Band ist kaum standzuhalten. Man muß schon sagen das Totenmond in keiner Sammlung fehlen sollte und wird sich auf jeden Fall auf dem Metal Markt durchsetzen! G.B. 2
TRISOMIE 21 - THE SONGS BY T21CD - NR: BIAS 286 CD/LABEL: PIAS
Die Elektronik-Pioniere TRISOMIE 21 haben zu einem Rundschlag ausgeholt und präsentieren nun auf zwei einzeln erhältlichen CDs (Vol.1 & 2) eine Art Best-Of-Compilation. Diese umfaßt natürlich die Klassiker der 80er Jahre als auch die immer noch aktuellen, atmosphärischen Werke der Gegenwart, wobei die zweite CD ausschließlich Instrumentalstücke beinhaltet. Vergleiche zu anderen Bands scheitern alleine schon daran, daß Trisomie 21 auf eine beachtliche musikalische Vergangenheit zurückblicken können und im Laufe dieser Zeit auch einige Stilwandel durchgemacht haben. "The Songs..." ist eine Compilation, die eigentlich in keiner Elektroniksammlung fehlen sollte. T.C.
TRYSTICIA - Lust (EP-CD - Sub Flora/Amöbenklang)
Mit TRYSTICIA kann nun eine weitere Dark Wave/Gothic-Band Ihre erste CD-Veröffentlichung präsentieren. Dafür das diese Veröffentlichung nicht in der Masse an Neuheiten untergehen dürfte, sollten schon die ausgefeilten Arrangements der einzelnen Songs sorgen. Zwar dominiert in den meisten Stücken die Gitarre, doch kommen auch angenehme Synthie-Melodien nicht zu kurz, was den Titeln den nötigen Tiefgang gibt. Die in diesem Genre eher selten eingesetzte Trompete sorgt dann für den nötigen Kick um die Songs endgültig im Ohr des Hörers festzusetzen. Gesanglich wird sowohl der englischen als auch der deutschen Sprache gefrönt, wobei gerade die deutschen Texte glücklicherweise nicht in irgendwelchen Pseudo-intellektuellen Phrasen abdriften, wie bei anderen Combos. Lediglich mit dem abschließenden ‘Nightfever’ hatte ich so meine Probleme, es bewegt sich irgendwo zwischen Volksfesthit und Trinklied. Doch dafür gefallen die vier restlichen Stücke um so besser.T.K. (CD-Bewertung: ‘Schöne Scheibe’)
TWO WITCHES - BITESCD, NR: CD SATE 18 / SPV 84-11972LABEL: Talitha Records / Music Research, VERTRIEB: SPV
Aus dem hohen Norden Finlands kommen sie, die zwei Hexen alias TWOWITCHES. Eigentlich sind es ja auch gar keine 2 Hexen mehr, sondernnur noch eine. Sängerin ANNE hat nämlich vor ein paar Monaten IhrenHexenhut genommen und ist zu LACRIMOSA gewechselt, um dort Thilo Wolffzu verzaubern. Trotz dieses wechselnden Line-Ups hat es dieGothic-Formation bis zum dritten Album BITES geschafft, welches seitetwa 2 Wochen erhältlich sein sollte. BITES schließt sowohl thematischals auch musikalisch nahtlos an die vorherigen Alben THE VAMPIRES KISSund PHAERIEMAGICK an, wobei zudem noch eine konsequente Weiterentwicklungauffällt. Erfreulich ist es, daß Two Witches keinen Gitarren-Einheitsbreiaufwärmen. Ihre Musik klingt frisch und ausgereift.
Toyshop - "Party up" - (Roadrunner)
Eine schöne Mischung aus No Doubt und Green Day. Kinder-Happy-Party-Punkt für (fast) alle Gelegenheiten. Der Gesang ist einigermassen nett und die Musik schön schnell und gitarrenlastig. Diese Scheibe könnte durchaus auf diversen Abi-Parties laufen, ohne dass irgendwer den Unterschied zwischen Toyshop oder anderen Viva-Hurra-Bands feststellen würde (wie denn auch, auf Abi-Parties?).
AD
T.H.D. - Mechanical Advantage'
Wenn sich ein Gothic ein Album aus dem EBM-Bereich zulegt, muß es schon ein ziemlich gutes sein. Dies trifft auf "Mechanical Advantage" zu. Ein brutaler, gefühlaustreibender Sound und der verzerrte Gesang lassen eine eiskalte Atmosphäre entstehen. Man wird in einen Sog hineingezogen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint, bis sich nach 67 Minuten der CD-Spieler ausschaltet. Vergleiche zu yelworC und Co. sind durchaus angebracht. Anspieltips: Cyberchrist, No Faitli, Execute.
Alexandra Gerhardt
DAVID TIBET / STEVEN STAPLETON - The Sadness Of Things - United Dairies/Discordia
Das vorliegende Album, welches einer Kollaboration zweier der wohl genialsten Künstler unserer Zeit entsprungen ist, in seiner wahren Größe zu beschreiben, ist schier unmöglich. Wieder einmal bewahrheitet sich die weise Sentenz eines Rodney Orpheus, welcher da sagte: "Über Musik zu schreiben, ist wie zu Architektur zu tanzen". Und genauso verhält es sich in diesem Fall. Die CD trägt mit ihren knapp 53 min Spielzeit nur zwei Titel: "The Sadness Of Things" (welches in einer 1,5 minütigen Version auf der "Emblems"-CD enthalten ist) sowie "The Grave And Beautiful Name Of Sadness" (Soundtrack zu Diana Rogersons Film "Twisting The Black Thrends Of My Mental Marionetten").
Das Album stellt einen Pfichtkauf für Freunde experimentell/avantgardistischer Sounds dar, weckt sie doch Erinnerungen an "Live At Bar Maldoro" oder "Nature Unveiled"-Zeiten, ohne jedoch die depressiv-zerstörerischen , wie die genannten Werke, sondern eher die melancholischen, aber doch hoffnungsvollen Aspekte des Lebens auszuleuchten. Eine Platte, die man sich am Besten vor dem Schlafengehen anhören sollte -was aber nicht heißen soll, daß sie zum Einpennen langweilig ist, sondern eine ungemein beruhigende Wirkung hat. Wie gesagt, ein phantastisches Werk, für das man Geduld und Ruhe braucht und welches obendrein durch ein edles und geschmackvolles Cover zu überzeugen weiß.
Holger Meyer
THIS DARK NOISE - Perihelion - TUC REC / Semaphore
Mit "Perihelion" legen THIS DARK NOISE ihr drittes Werk vor. Bandintern hat sich einiges getan. Aus dem Duo wurde ein Trio und nun gehört Pilli (tolle Back-Vocals) mit dazu. Die Musik der Band läßt sich nicht so richtig einordnen. Auf dieser CD sind sowohl Elektronische, stark gefühlsmäßige Stücke zu finden, als auch krachigere Songs mit Gitarren im Vordergrund. Absoluter Anspieltip ist gleich das erste Lied "Catch Your Eye". Dieses Stück klingt irgendwie traurig und schön, obwohl es keineswegs ruhig ist.
Michaela Böttcher
Das hannoversche Duo Trial, bekannt durch den Szene-Hit "Blut und Eisen" bietet auf ihrer neuen Veröffentlichung düsteren Techno - so richtig schön zum Abschalten des Gehirns. Wie üblich bei dieser Art von Musik wiederholen sich die Sequenzen häufig. Wer jetzt meint, wieder eine schlechte Nachahmung mehrt, irrt sich gewaltig! TRIAL klingen trotz der Eintönigkeit sehr eigenständig und vor allem genial. Die düstere Stimme läßt die Atmosphäre dieser Songs noch gewaltig aufleben. Dazu geeignet, die Tanzflächen hiesiger Szene-Läden zu füllen, sind die Kompositionen von Trial zwar nicht, aber nichts desto trotz sollte sich jeder Electro-Freak dieses gute Stück zulegen. Es lohnt sich.
Michaela Böttcher
TYSKE LUDDER - Bombt die Mörder? - KM Musik/Semaphore
Die längst überfällige Debüt-CD von dieser Band enthält 13 Stücke aus dem Dark-Electro-Bereich. Die Stücke sind allesamt gut tanzbar und sehr energiegeladen. Die Texte dieses Albums beschäftigen sich u.a. mit sozialkritischen und sexistischen Themen, wie auch mit der Bürgerkriegsproblematik in Bosnien. Selbstverständlich wurde auch der allseits bekannte Song "Bartholomäus" auf dieser CD veröffentlicht. Tyske Ludder verwendet viele interessante, leider auch einige sehr bekannte, Samples. Insgesamt ein gutes Erstlingswerk, dem teilweise jedoch die musikalische Abwechslung fehlt. Interessant für alle Electrofreaks.
Michaela Böttcher
Tyske Ludder – Dalmernock – KM-Musik
Was muß ich da im Info lesen? Das Debüt-Album „Bombt die Mörder“ ist wie eine Bombe eingeschlagen? Also mir schlug es eher auf den Magen, aber das soll jetzt nicht zur Diskussion stehen. Die mir vorliegende zweite CD präsentiert wieder EBM wie wir ihn schon so oft gehört haben: treibend tanzbar, dunkle Vocals (auf deutsch) und ein recht einfaches musikalisches Strickmuster. Mir ist es zu einfach, aber Leuten denen HAUJOBB zu anspruchsvoll sind und der „Hauptsache es macht Bumm und man kann drauf tanzen, wir schrecken auch nicht vor PP? zurück"-Fraktion dürfte dieser Silberling durchaus zusagen.
L.S.