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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| Filmrezensionen - 13 Geister |
Stab |
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| Regie | STEVE BECK |
| Drehbuch | NEAL MARSHALL, STEVENS RICHARD, D OVIDIO |
| Nach einer Geschichte von | ROBB WHITE |
| Produktion | GILBERT ADLER, JOEL SILVER, ROBERT ZEMECKIS |
| Kamera | GALE TATTERSALL |
| SPFX-Make-Up | HOWARD BERGER, CHARLES PORLIER, DAN GLASS |
| Supervisor Visuelle Effekte | JENNI GULLETT |
| Kostümdesign | SEAN HARGREAVES |
| Produktionsdesign | DEREK G. BRECHIN, EDWARD A. WARSCHILKA |
| Schnitt | JOHN FRIZZELL, CHRISTINE SHEAKS, C.S.A. |
| Musik | NADINE GEIST |
| Casting | JOACHIM TENNSTEDT |
| Deutsches Dialogbuch | R.C. PRODUCTION, BERLIN |
BESETZUNG |
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| Onkel Cyrus | F. MURRAY ABRAHAM |
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| Arthur Kriticos | TONY SHALHOUB | |
| Kathy Kriticos | SHANNON ELIZABETH | |
| Bobby Kriticos | ALEC ROBERTS | |
| Maggie | RAH DIGGA | |
| Kalina | EMBETH DAVIDTZ | |
| Rafkin | MATTHEW LILLARD | |
| Ben Moss | JR BOURNE | |
BESETZUNG - Die Geister |
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| Die verwelkende Liebende | KATHRYN ANDERSON |
| Der erstgeborene Sohn | MIKHAEL SPEIDEL |
| Der Torso | DANIEL WESLEY |
| Die gebundene Frau | LAURA MENNELL |
| Der zerrissene Prinz | CRAIG OLEJNIK |
| Die zornige Fürstin | SHAWNA LOYER |
| Die Pilgerin | XANTHA RADLEY |
| Das grosse Kind | C. ERNST HARTH |
| Die grässliche Mutter | LAURIE SOPER |
| Der Hammer | HERBERT DUNCANSON |
| Der Schakal | SHAYNE WYLER |
| Der Moloch | JOHN DE SANTIS |
Verzweifelt versucht die Familie Kriticos ein
furchtbares Unglück zu überwinden: Bei einem schrecklichen Feuer haben
Arthur Kriticos (TONY SHALHOUB) und seine Kinder Kathy (SHANNON ELIZABETH) und
Bobby (ALEC ROBERTS) nicht nur ihr gesamtes Hab und Gut verloren, sondern auch
die geliebte Frau und Mutter Jean (KATHRYN ANDERSON).
Immer noch unter Schock und um den großen Verlust trauernd, ist die Familie
total überrascht, als Arthur plötzlich das herrschaftliche Haus seines
entfernten Onkels Cyrus (F. MURRAY ABRAHAM) erbt, der unter mysteriösen
Umständen starb.
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Begeistert besichtigen sie den riesigen Palast aus Glas und Stahl, doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. Plötzlich tauchen ein geheimnisvoller früherer Mitarbeiter von Cyrus namens Rafkin (MATTHEW LILLARD) und die schöne Parapsychologin Kalina (EMBETH DAVIDTZ) auf und behaupten, dass Onkel Cyrus im Keller des Hauses 12 Geister gefangen hält. Zunächst will ihnen keiner glauben, doch dann sind Kathy und Bobby auf einmal wie vom Erdboden verschluckt. Arthur muss erkennen, dass das Haus in Wahrheit eine teuflische Höllenmaschine ist und er und seine Familie in eine tödliche Falle gelockt worden sind. |
Von wegen es gibt keine Geister!
Nach diesem Film wird man eines Besseren belehrt. Selten hat man so furchterregende
und gleichzeitig bemitleidenswerte Geister auf der Leinwand gesehen wie in Steve
Becks Spielfilm-Debüt 13 GEISTER.
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13 GEISTER ist das aufwändige state-of-the-art Remake eines Klassikers von Gruselmeister William Castle aus dem Jahre 1960. Die Produzenten dieses Horror-Schockers, der jetzt schon Kult-Status besitzt, sind keine Geringeren als JOEL SILVER (Matrix), ROBERT ZEMECKIS (Verschollen) und GILBERT ADLER. Nach House on Haunted Hill (Haunted Hill) ehren die drei erneut ihr großes Vorbild, in dessen Namen sie erst vor zwei Jahren die Dark Castle Entertainment Company gegründet haben. Hochkarätige Darsteller wie TONY SHALHOUB (Galaxy Quest), F. MURRAY ABRAHAM (Forrester - Gefunden!), MATTHEW LILLARD ("Scream"), SHANNON ELIZABETH (American Pie) und EMBETH DAVIDTZ (Schindlers Liste) sind die Stars dieses unglaublichen Höllentrips unter der Regie von STEVE BECK. |
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Theaterfans waren fasziniert
von Castles B-Movie-Klassikern wie Emergo, in dem ein leuchtendes Kunststoffskelett
so ausstaffiert wurde, dass es übers Publikum fliegen konnte, während
gleichzeitig auf der Leinwand im Film House of the Haunted Hill ein Skelett
in sich zusammenfällt. Außerdem erfand er das Percepto, eine
Vorrichtung, um die Kinosessel vibrieren zu lassen, um den Angriff des Monsters
in The Tingler (Schrei, wenn der Tingler kommt) simulieren zu lassen. Die
sogenannten "Fright Breaks" ließ er für die Vorführung
von Homocidal (Mörderisch) installieren, um Angsthasen die Flucht aus
dem Kino zu ermöglichen. Darüberhinaus erwarb Castle Lebensversicherungspolicen
von Lloyd's of London im Wert von 1000 Dollar, um die Zuschauer abzusichern,
die sich während des Films Macabre zu Tode gruseln würden. |
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Silver sagt: "William Castle hat begriffen, dass Menschen ausschließlich mittels der Einbeziehung des Unvorstellbaren wahrhaft zu erschrecken sind. Er entwickelte Techniken, die die Ängste des Zuschauers radikal ausnutzen, schaffte damit eine neue Form von Unterhaltung innerhalb des Horrorgenres und veränderte auf radikale Weise die Erfahrung des Kinogängers." Der Produzent Gil Adler, der die Dark Castle Neuverfilmungen von House on Haunted Hill und 13 GEISTER gemeinsam mit Silver and Zemeckis produzierte, spricht von dem beeindruckenden "Reichtum an Material in William Castles Filmen". "Für die Neuverfilmung von Thirteen Ghosts aktualisierten wir die Geschichte für das heutige Publikum, ließen aber ansonsten die anderen Elemente des Originals fast unverändert. Die grundlegenden Emotionen wie Liebe und Hass sind zeitlos." |
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Der Wunsch von Silver, Adler und Zemeckis war es, für ihre postmoderne Version ein ebenso innovatives Talent zu finden. Es gelang ihnen, den bekannten Musikvideo- und Werbefilmregisseur Steve Beck für das Projekt zu gewinnen. Beck, der mit 13 GEISTER sein Regiedebüt gibt, bemerkt: "Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, entdeckte ich verlockende visuelle und inhaltliche Elemente, die es uns ermöglichen würden, die typische Horrorrezeptur zu durchbrechen und den Anspruch des Films zu steigern." Ausgangspunkt für 13 GEISTER ist die furchtbare Situation der Familie Kriticos, die durch ein schreckliches Feuer ihres gesamten Hab und Guts beraubt wurde. Immer noch unter Schock und um den Verlust von Jean, Arthurs Ehefrau und die Mutter der Kinder, trauernd, ist die Familie total überrascht, als Arthur plötzlich das herrschaftliche Haus seines entfernten Onkels Cyrus erbt, der unter mysteriösen Umständen starb. |
| Mit F. Murray Abraham, bekannt
für seine mit einem Oscar nominierte Darstellung des Salieri in Amadeus
und in jüngster Zeit hervorgetreten mit seiner Rolle in dem Drama Finding
Forrester (Forrester - Gefunden!, 2000), fanden die Filmemacher einen Schauspieler,
dem es gelingt, den rätselhaften Charakter des Cyrus mit einschüchternder
Präsenz und Charisma glaubhaft als Gegenpol zu Shalhoubs striktem Anti-Helden
darzustellen. |
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Als die Familie Kriticos ihr neues und bizarres Zuhause besichtigt – ein wahres Meisterwerk der modernen Architektur, gefüllt mit Cyrus' Sammlung hochwertigster Antiquitäten – können der Vater und die Kinder ihr Glück kaum fassen. Aber nicht viel später müssen sie entdecken, dass sich hinter den eleganten, kristallklaren Glaswänden des Hauses etwas wahrhaft Schreckliches verbirgt. Nach und nach werden zwölf böse Geister, alle grausam durch den Tod entstellt, freigelassen und beginnen die Familie zu terrorisieren. |
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Die Geister werden von Schauspielern dargestellt, die ein extrem aufwändiges Make-Up und Prothesen trugen. Die Bandbreite ihres Ausdrucks reicht von beunruhigend bedrohlich bis zu extrem ekelhaft und abstoßend. Jeder Geist stellt eine bestimmte Person mit individuellen Eigenschaften dar. Diese sind durch die Geschichte der jeweiligen Toten festgelegt. Obwohl die Todesursachen der einzelnen Geister in dem Film nicht näher geschildert werden, dienten die Hintergrundinformationen, die das Leben und den Tod der gestraften Kreaturen betreffen, als visuelle Leitlinien. Für die Umsetzung ihrer Konzepte in die gespenstisch realistischen Kreaturen des Todes verpflichteten Beck und sein Team den vielfach ausgezeichneten Künstler Howard Berger. |
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In Folie eingewickelt rollt Der Torso (DANIEL WESLEY) in Begleitung seines abgetrennten Kopfes durch den Keller. Der Schauspieler, ein zweifach Amputierter, trug während des Filmens eine schwarze Haube, so dass das Team, das sich um die digitalen Spezialeffekte kümmerte, später seinen Kopf von dem Körper trennen konnte. |
Der zerrissene Prinz (CRAIG OLEJNIK) ist der
Geist eines Teenagers, der durch einen Autounfall ums Leben kam. Von seiner
Linken betrachtet, sieht er recht attraktiv aus. Seine rechte Körper- und
Gesichts-hälfte sind jedoch fürchterlich entstellt. Total zerrissen
und zerfetzt, das schreckliche Resultat des tödlichen Autounfalls. Ein
besonders grausames Element seiner kunstvollen Maske ist die komplizierte Freilegung
eines Stück Gesichts, das den Schädel und das Gehirn zum Vorschein
bringt.
Hintergrundgeschichte: Man schreibt das Jahr 1953. Royce Clayton ist der Baseball
Superstar der Valley Highschool, der seine Letterman-Jacke nie auszieht. Alles
wurde ihm auf einem silbernen Tablett serviert. Er fühlte sich unverwundbar.
Doch eines Nachts ging er mit seinem James-Dean-Gehabe zu weit. Seines Sieges
sicher, forderte er die örtlichen Raser zu einem Hindernisrennen heraus.
Doch weil er zu spät auf die Bremse trat, endete er als Star eines lodernden
Wracks.
Der Geist, der die Zuschauer vielleicht am stärksten
berühren wird, gehört Die zornige Fürstin (SHAWNA LOYER), einer
jungen Frau, die Selbstmord beging. Ganz nackt, von Kopf bis Fuß aufgeschlitzt
und blutleer, wird sie dem Zuschauer vorgeführt. Ihr Körper-Make-Up
wurde mittels verschmiertem Lippenstift, dunklem, flüssigen Eyeliner und
schwarzen Kontaktlinsen, die ihre Augen in tiefe Abgründe verwandeln, hergestellt.
Hintergrundgeschichte: Danna Newton war eine verrückte Schönheit,
die niemals ihrem eigenen Schönheitsanspruch gerecht wurde. Immer war sie
auf der Suche nach perfekter Schönheit, jedes einzelne Haar hatte korrekt
zu sitzen. Wegen ihrer wahnsinnigen Wutausbrüche wurde sie auch "Die
verrückte Schönheit" genannt. Letztlich verzweifelte sie an ihrem
Streben nach Perfektion. Sie nahm ihr letztes Schönheitsbad und schnitt
sich die Pulsadern auf. Abgesehen von den Schnittwunden, die sie sich selbst
zugefügt hatte, ist sie als Tote genauso schön wie in ihrem verschwendeten
Leben.
Eine weitere zornige Erscheinung der Vergangenheit ist Die Pilgerin (XANTHA
RADLEY). Sie wurde der Hexerei beschuldigt und starb, misshandelt von ihren
Mitbürgern, am Pranger. Der Geist der Toten ist in einer hölzernen
Halsbinde gefangen. Ihr gezeichnetes und zerfurchtes Gesicht wurde mit Hilfe
eines ausgetrockneten Fleischstücks hergerichtet. Milchige Kontaktlinsen
geben ihr einen wässrigen Blick und verstärken den blinden Ausdruck
ihrer Augen.
Hintergrundgeschichte: Miss Isabella Smith war eine jungen Dame ohne Familie,
die sich entschloss, England zu verlassen, um in den Neuen Kolonien zu leben.1675
begab sie sich auf die Reise über den Atlantik. Sie ließ sich in
einer kleinen Stadt in Neu-England nieder. Als Neuankömmling und Außenseiterin
fand sie keinen Zugang zu der eingeschworenen Gemeinschaft der Stadtbewohner.
Als sie vom Prediger der Stadt der Hexerei beschuldigt wurde, wehrte sie sich
gegen die Vorwürfe. Die Stadtbewohner aber wendeten sich gegen sie und
verurteilten sie zum Tode am Pranger. Denn das plötzliche Sterben der Viehbestände
unter mysteriösen Umständen ließ sich für sie nur durch
die bösen Zauberkräfte einer Hexe erklären.
| Hinter Das große Kind
(C. ERNST HARTH) und Die grässliche Mutter (LAURIE SOPER) steckt folgende Geschichte: Eine wahnsinnige Mutter versuchte ihr Riesenbaby zu einem Monster zu erziehen, das dann später ihre Rachefantasien verwirklichen würde. Aus dem Kind ist nun ein wuchtiger Mann geworden, der eine Riesenwindel und ein besabbertes Lätzchen über seinem gewaltigen Bauch trägt. Die Mutter ist eine winzige, alte Frau, deren faltiges und sich schuppendes Gesicht in lächerlichem Kontrast zu ihrer mädchenhaften Kleidung und ihrem Pferdeschwanz steht. Hintergrundgeschichte: Margaret Shelburne war eine sehr schüchterne Frau, die niemals für sich selbst einstand. Vielleicht lag es an ihrer Größe. Sie war nur einen Meter groß. Sie wurde von einer Gruppe herumziehender Zigeuner, die als Holzfäller arbeiteten, gefangengenommen. |
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Die Holzfäller sperrten sie zu ihrer persönlichen
Unterhaltung, eine besondere Form von Freak-Show, in einem Käfig ein. Margarets
ganzer Stolz und einzige Freude war das süße Geheimnis, das sie unter
ihrem Herzen trug. Harold – ihr dreihundert Pfund schwerer Riesensohn, der aus
der geheimgehaltenen Verbindung mit Jimbo, dem Mann mit der stählernen
Axt und den Riesenkräften, stammt. Margaret verwöhnte und verhätschelte
Harold seit seiner frühen Kindheit. Sie erzog ihn zu ihrem Beschützer,
Verteidiger und Rächer. Er würde Rache üben an den Holzfällern,
die sie gefangengenommen hatten. Harold führte die Axt seines Vaters Jimbo
mit Stolz und fällte schon bald Baumreihe um Baumreihe der riesigen Rotnadelfichten.
Als er älter wurde, ging er zu menschlichem Material über und bei
jedem Schlag, der einen Zigeuner traf, schrie er "Eiche". Nachdem
Harold und seine Mutter sich durch das Lager geschlagen hatten, wurden sie schließlich
von einer Meute mit Fackeln verfolgt und zur Stecke gebracht. Der Versuch, Harold
durch einen Holzschäler zu jagen, schlug fehl, weil sein riesiger Körper
nicht in den Maschinentrichter passte.
Der Hammer (HERBERT DUNCANSON) ist der blutrünstige Geist eines mörderischen
Schmiedes. Seine gespenstische Erscheinung ist am gesamten Körper und Gesicht
mit Nägeln und Metallspitzen durchbohrt. Anstelle der Hand wächst
ihm ein großer, schwerer Hammer aus dem Handgelenk, und Eisenketten umschlingen
seinen Körper. Die Fertigung seines Kostüms und seines Make-Ups waren
besonders aufwändig. Sein gruseliges Aussehen wurde durch die Verwendung
von Prothesen, eines Make-Ups für den ganzen Kopf, eines Ganzkörperanzugs
aus Schaumstoff sowie dem Hammerhand-Teil, erzielt.
Hintergrundgeschichte: Noch in den 1880er Jahren war George Markley ein glücklicher
und ehrlicher Schmied. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Mitmenschen seiner Heimatstadt
ihn fälschlicherweise des Stehlens beschuldigten und ihn aus der Stadt
vertrieben. Außer sich vor Wut, machte George die Zehn ausfindig, die
für sein Schicksal verantwortlich waren, schnappte sie und hämmerte
sie zu Tode. Die Stadtbewohner nahmen ihn schließlich gefangen, zerrten
ihn zurück in die Schmiede, wo er auf brutalste Art und Weise durch Selbstjustiz
hingerichtet wurde. Seine Peiniger schlugen Nägel in seinen Körper
und hackten dem Schmied die Hände ab.
Der Schakal (SHAYNE WYLER) ist mit seinem verrückten Gesichtsausdruck,
den gelben Augen und den scharfen spitzen Zähnen einer der gruseligsten
Geister. Sein Kopf ist in einem rostigen Käfig eingeschlossen. Der Schakal
ist mit seinem Buckel und den scheußlichen tödlichen Krallen eine
widerliche Kreatur, die aus einer Irrenanstalt des frühen 20. Jahrhunderts
entkommen ist. Für den Schakal war ein Ganzkörper-Make-Up nötig,
und um seinen Kopf wurde ein Eisenkäfig gebaut. Die Prothesen-Handschuhe
mit den extrem langen Fingernägeln und die gelben Kontaktlinsen geben dem
Schakal sein bestialisches Aussehen.
Hintergrundgeschichte: Im Jahre 1908 war Ryan
Kuhn ein psychisch schwer erkrankter Mann in der Borehamwood-Anstalt. Er war
eingesperrt wegen seines unstillbaren Appetits auf Frauen, die von ihm angegriffen
und gebissen wurden. Nach jahrelanger Gefangenschaft, in der man ihn in eine
Zwangsjacke steckte, die seinen Körper grotesk verdrehte, waren seine Gliedmaßen
völlig verwachsen. Er hasste jeglichen menschlichen Kontakt und rastete
aus, sobald sich ihm jemand näherte. Als ein Feuer in dem Trakt ausbrach,
in dem auch der Schakal untergebracht war, konnten alle bis auf ihn gerettet
werden. Man erzählt sich heute noch, wie der Schakal "Kommt mir nicht
zu nah" schrie und vor seinen Rettern flüchtete. Die Rettung seines
Schicksals wurde im Feuer vollzogen.
Der Moloch (JOHN DE SANTIS) ist der 12. und vielleicht der tödlichste Geist
von allen. Da er im Kugelhagel starb, ist der Körper seines Geistes von
Kopf bis Fuß mit Löchern übersät. Für diese Figur
wurde ein Ganzkörperanzug benötigt; zusätzlich ein sehr aufwändiges
Make-Up und fünf verschiedene Vorrichtungen für Stirn, Nase, Hals,
Kinn und Hände.
Hintergrundgeschichte: Breaker Mahoney war ein schwergewichtiger, schrecklich
entstellter und über zwei Meter großer Serienkiller. Er verschleppte
Motorradfahrer, die sich in seinem verrotteten Garten verfahren hatten und ermordete
sie auf brutalste Weise. Im wahrsten Sinne des Wortes riss er sie mit bloßen
Händen auseinander und portionierte sie in möglichst viele Einzelteile.
Als es den Behörden endlich gelang, den Mörder zu fassen, war es unmöglich,
diese körperliche Masse lebend zu überwältigen, denn Breaker
konnte jeden Menschen mit bloßer Hand zerbrechen. So starb er im Kugelhagel
der Polizisten, die ihn mit Blei vollpumpten.
Howard Polier war mit den Ergebnissen seiner Arbeit und mit seinem Partner,
dem Spezial-Effekte-Künstler und Emmy-Gewinner Charles Polier, sehr zufrieden.
Die Gestaltung der Geister erforderte teilweise ein Team von sechs Visagisten,
die an einem Geist drei bis vier Stunden zu tun hatten. Berger und sein Team
kamen auf neue Lösungen, um für die Schauspieler die Zeit in der Maske
zu verkürzen. Statt fünfunddreißig Schichten von Silikon übereinander
aufzutragen, benutzten die Maskenbildner Schaumgummi als Grundlage. "An
manchen Tagen mussten alle zwölf Geister gleichzeitig für Aufnahmen
bereit stehen, so dass ein Schaumstoffverfahren nötig war, um innerhalb
eines vernünftigen Zeitplans zu bleiben", sagt Berger. "Die Verwandlung
eines attraktiven Schauspielers in ein Monster innerhalb weniger Stunden kann
ein sehr anstrengender Vorgang sein."
Berger und sein Künstlerteam lieferten eine so überzeugende "Gruselarbeit"
ab, dass sogar die Filmemacher verstört waren. Berger plaudert aus dem
Nähkästchen: "Eines Tages bekam ich eine E-mail von Steve. Er
fragte: 'Werden wir eines Tages in der Hölle schmoren, weil wir Filme wie
diese machen?' Ich antwortete: ‚Sicherlich, aber glücklicherweise mit all
unseren Freunden'."
Na, hat das nicht Euer Interesse geweckt? Dann aber ab in die nächste Vorstellung!!!!!!!!!!!
M.V.