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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| Filmrezensionen - Glasshaus |
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| ROLLE | DARSTELLER | SYNCHRONSPRECHER |
| Ruby Baker | LEELEE SOBIESKI | Katrin Gaube |
| Erin Glass | DIANE LANE | Cathrin C. Tietze |
| Terry Glass | STELLAN SKARSGÅRD | Achim Geisler |
| Alvin Begleiter | BRUCE DERN | Horst Raspe |
| Rhett Baker | TREVOR MORGAN | Philip Hoffmann |
| Uncle Jack | CHRIS NOTH | Ekkehardt Belle |
| Dave Baker | MICHAEL O´KEEFE | Claus Brockmeyer |
| Grace Baker | RITA WILSON | Ute Bronder |
| Nancy Ryan | KATHY BAKER | Helga Trümper |
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STAB
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| Regie | DANIEL SACKHEIM | |
| Produzent | NEAL H. MORITZ | |
| Ausführende Produzenten | MICHAEL RACHMIL | |
| Drehbuch | WESLEY STRICK | |
| Co-Produzer | HEATHER ZEEGEN | |
| Kamera | ALAR KIVILO | |
| Ausstattung | JON GARY STEELE | |
| Kostümdesign | CHRISI KARVONIDES DUSHENKO | |
| Schnitt | HOWARD E. SMITH, A.C.E. | |
Als die Eltern von Ruby (LEELEE SOBIESKI) und ihrem jüngeren Bruder Rhett (TREVOR MORGAN) bei einem Autounfall ums Leben kommen, bricht für die beiden eine Welt zusammen. Voller Mitgefühl bieten die besten Freunde ihrer Eltern, Erin und Terry Glass (DIANE LANE, STELLAN SKARSGÅRD), an, das traumatisierte Geschwisterpaar bei sich aufzunehmen.
Der Umzug in das opulente Strandhaus der Glasses im mondänen Malibu soll Ruby und Rhett dabei helfen, einen Neuanfang zu wagen. Erin und Terry erweisen sich bald als äußerst fürsorgliche Pflegeeltern und beeindrucken vor allem Rhett mit teuren Geschenken. Alles scheint in bester Ordnung, zumal auch die Zukunft der beiden Kinder durch den beachtlichen Treuhandfonds, über den sie eines Tages verfügen werden, bestens abgesichert ist. Bis Ruby immer mehr Hinweise aufschnappt, die sie an der heilen Fassade zweifeln lassen. Sind Erin und Terry tatsächlich so vertrauenswürdig wie sie scheinen? Oder entspringen all ihre Verdächtigungen – für die Terry stets eine plausible Erklärung zur Hand hat – nur der Fantasie eines überspannten, rebellischen Teenagers? Je mehr Ruby über die Glasses in Erfahrung bringt, desto größer wird die Gefahr, der sie sich aussetzt...
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In der Hauptrolle dieses ebenso spannenden wie intelligenten Psychothrillers von Daniel Sackheim glänzt Jungstar Leelee Sobieski ("Eyes Wide Shut", "Deep Impact", "Joy Ride") an der Seite von Diane Lane ("Der Sturm"), Stellan Skarsgård ("Good Will Hunting", "Dancer in the Dark"), Bruce Dern ("All die schönen Pferde") und Trevor Morgan ("Der Patriot", "Jurassic Park III"). |
THE GLASS HOUSE ist der neueste Film von Produzent Neal H. Moritz, einem der erfolgreichsten und erfahrensten jungen Produzenten der Filmindustrie, dessen letzte Erfolgsknüller – wie zum Beispiel die Filme The Fast and the Furious (2001), Blue Streak (Der Diamanten-Cop, 1999), Cruel Intentions (Eiskalte Engel, 1999) und I Know What You Did Last Summer (Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast, 1998) – den Finger direkt am Puls der jungen Kinogänger hatte.
"Wenn die Leute in diesen Film gehen", sagt Moritz über THE GLASS HOUSE, "werden sie rundum unterhalten: verängstigt, auf den Rand ihres Sitzes gepresst, fiebern sie mit Ruby und ihrem Bruder und feuern sie an, sich aus der Situation zu befreien."
Der Regisseur Daniel Sackheim spricht in THE GLASS HOUSE Themen an, die über das Genre hinaus gehen. "Es gibt ein altes Sprichwort, welches besagt, dass man das, was man besitzt, erst zu schätzen weiß, wenn man es verloren hat.’ So ist es auch bei Ruby: Sie merkt erst, wie sehr sie an ihren Eltern und ihrer altmodischen Kleinfami-lie hängt, als sie nicht mehr existiert."
| Sackheim beschreibt den Film als "klassisches Schauermärchen mit einem zeitgenössischen Update" und als "vollendete Geschichte des Erwachsenwerdens, eingebettet in einen psychologischen Thriller." Sein Zugriff auf das Material ist von Hitchcock inspiriert. Dazu führt er aus: "Wenn man einen solchen Film macht, ist es nicht so wichtig, was man dem Publikum sagt oder zeigt, sondern vielmehr, was man dem Publikum nicht zeigt. Es ist immer wichtig, die Tür nur einen kleinen Spalt offen zu lassen, so dass das Publikum auf der Suche nach Antworten angestrengt um die Ecke lugen muss; dann entsteht eine Beziehung zwischen dem Publikum und dem Charakter und es will die Antworten genauso schnell wie der Charakter", sagt Sackheim. | ![]() |
Die Charaktere und die Story sind dem Drehbuchautoren Wesley Strick in einem Traum erschienen – oder auch einem Alptraum. "Ich bin eines Morgens aufgewacht und plötzlich tauchte alles in meinem Kopf auf, in fast vollendeter Form," erinnert er sich. Die Geschichte hatte auch einen autobiographischen Hintergrund, da seine Frau und er zu der Zeit ernsthaft darüber redeten, zu wem sie ihre Kinder geben würden, falls ihnen etwas Unvorhersehbares zustieße.
Nach zwei Wochen Proben mit den Schauspielern begannen in Los Angeles die eigentlichen Dreharbeiten zu THE GLASS HOUSE. Um der komplizierten Handlung und der außerewöhnlichen Besetzung eine visuelle Glaubwürdigkeit zu verleihen, konnte das THE GLASS HOUSE–Team einige der innovativsten Spezialisten für visuelle Effekte der Branche für den Film gewinnen:
mit dabei der Produktionsdesigner Jon Gary Steele –Cruel Intentions (Eiskalte Engel, 1999), American History X (1999) -, Kostümdesignerin Chrisi Karvonides Dushenko ("From the Earth to the Moon"), Kameramann Alar Kivilo - Frequency (2000), A Simple Plan (Ein einfacher Plan, 1999) sowie Howard E. Smith A.C.E. –The Abyss (Abyss - Abgrund des Todes, 1989), Strange Days (1996) für den Schnitt.
Das Haus der Familie Glass selbst spielte in dem Film eine ebenso starke "Rolle" wie jeder der vier Haupt-darsteller. Aus diesem Grund hat die Produktion große Anstrengungen unternommen, die richtige "Besetzung" für dieses Gebäude zu finden. Mehrere Monate lang durchkämmte man die Küste Kaliforniens auf der Suche nach dem perfekten Schauplatz. "Dan wollte, dass das Haus viele Fenster und einen Blick aufs Meer hatte, jedoch nicht direkt am Meer lag. Vom Haus aus wollte er Hügel sehen, nicht nur Wasser, um dem Blick eine Begrenzung zu geben," erinnert sich der Produktionsdesigner Steele. Außerdem musste es isoliert stehen und eckig und protzig sein, da die Glasses ja wie Rockstars leben."
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Das perfekte Haus sichtete die Produktion während eines Hubschrauberfluges über der berühmten Küste von Malibu. Es thronte auf einem Vorgebirge und war meilenweit von Bergen umgeben, mit Blick in die Ferne auf den Pazifik. Das ca. 1500 m2 große Haus war ein atemberaubendes Produkt von High-Tech-Architektur aus Beton, Glas und Stahl, entworfen von den angesehenen Architekten Hagy Belzberg und George Daniel Wittman. |
"Es was das Haus, da es betont friedlich und heiter aussah, und es wirkte durch seine Abgelegenheit zugleich beunruhigend," sagt Sackheim. "Als wir es sahen, fanden wir, dass es die Situation dieses jungen Mädchens, das seiner Heimat und seinen Freunden entrissen worden war, besonders zur Geltung brachte. Es hatte etwas von einem wunderschönen, makellosen Gefängnis."
"Die Idee ist, dass diese Kinder, ähnlich wie Hänsel und Gretel, das Knusperhäuschen betreten, in dieses wundervolle, großräumige Zuhause kommen, welches auf einem Felsen über Malibu liegt," ergänzt der Regisseur, "Es ist malerisch! Es ist wunderschön! Es erweckt den Anschein eines rundum perfekten Lebensstils."
"Doch dann beginnen die Dinge sich langsam zu wenden, so dass das Haus eine eher unheilvolle Ausstrahlung bekommt. Ich denke, dass eine Sache, die ich mit diesem Haus schaffen wollte, die Vorstellung war, durch alles hindurchsehen zu können und doch gleichzeitig gar nichts zu sehen."
"Glas ist eine Metapher," sagt die Schauspielerin Diane Lane und verweist damit auf Parallelen zwischen den Themen des Films und dem strengen, schmucklosen Haus, das in seinem Mittelpunkt steht. "Es kann mit Dingen verwechselt werden, die wertvoller sind als Glas. Es ist zerbrechlich. Es kann einen verletzten. Wenig stabile Gefäße sind aus Glas. Physikalisch gesehen ist es ein Leiter, hat aber selbst keine rechte Substanz und zeichnet sich durch nichts besonders aus."
Steele kontrastierte das Haus mit dem Heim der Bakers, wo wir zuerst auf Ruby, Rhett und ihre Eltern treffen. "Dieses Zuhause lag mitten an einer idyllischen, baumgesäumten Straße in einem Vorort. Ich gestaltete das Innere warm und verschwommen – in Erdtönen gehalten, unaufgeräumt und gefüllt mit Büchern," sagt Steele. Die restliche Produktion wurde in und um Los Angeles gefilmt.
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Wie ein vertrautes Märchen mit überraschendem Ende berührt THE GLASS HOUSE die tiefsten Ängste und Gefühle des Publikums und erschüttert es bis aufs Mark. "Dies ist ein Film für jeden Kinogänger," erklärt der Schauspieler Bruce Dem, "denn jeder ist irgendwann mal von zuhause fort zu Verwandten geschickt worden; und das ist riskant. Der Film zeigt, warum es riskant ist." Und mit diesen Worten wollen wir enden und Euch viel Spaß bei diesem außergewöhnlichen Film, der am 29. November 2001 in den deutschen Kinos anlaufen wird, wünchen. |
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M.V.