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| Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde |
| Rezensionen - Videos - Das Phantom der Oper |
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| Titel: | Das Phantom der Oper | Darsteller: | |
| Originaltitel: | II Fantasma dell`opera | das Phantom | Julian Sands |
| Produktion: | Italien 1998 | Christine | Asia Argento |
| Länge: | ca. 98 Min. | Raoul | Andrea di Stefano |
| FSK: | ab 18 Jahren | Carlotta Altier | Nadia Rinaldi |
| Kinostart: | 25.02.1999 | Honorine | Coralina Cataldi Tassoni |
| Leih-Videostart: | 31.08.1999 | Igriace | lstvan Bubik |
| Originalmusik: | Ennio Morricone | Poligny | Zoltan Barabas |
| Schnitt: | Anna Rosa Napoli | Madame Giry | Lucia Guzzardi |
| Kostüm-Design: | Agnes Gyarmathy | Pourdieu | Aldo Massasso |
| Produktions-Design: | Massimo Antonello Geleng | Montluc | Gianni Franco |
| Spezialeffekte: | Sergio Stivaletti, Peter Szilagy |
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| Ausführender Produzent: | Claudio Argento | ||
| Produzenten: | Giuseppe Colombo, Aron Sipos | ||
| Drehbuch: | Gerard Brach, Dario Argento | ||
| Literaturvorlage: | Gaston Leroux | ||
| Kamera: | Ronnie Taylor | ||
| Regie: | Dario Argento | ||
Dario Argento ist der unbestrittene Großmeister des fantastischen Films. Ein Visionär, dessen opulente Bildweiten das Grauen und dem Horror seiner Geschichten ein würdiges Dekor verleihen. Mit seiner Verfilmung des großen Genre-Klassikers "Das Phantom der Oper" nach Gaston Leroux kehrt der gefeierte Italiener nach zehn Jahren wieder an den Schauplatz seines "Terror in der Oper" zurück.
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Argento, 1940 in Rom als Sohn des Filmproduzenten Salvatore Argento und der Fotografin Elda Luxardo geboren, begann seine Karriere als Filmkritiker - und wirkte bereits 1968 als Ko-Autor bei dem Kultwestern "Spiel mir das Lied vom Tod" an der Seite des legendären Sergio Leone mit. Kaum ein Jahr später lieferte das Multitalent mit "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (mit Mario Adorf in der Hauptrolle) sein Regiedebüt. |
Argento arbeitete an dem "Phantom"-Projekt nach Leroux weltbekanntem Kultroman bereits seit 1992. Er hatte das Buch während der Dreharbeiten zu "Trauma" gelesen und endlich eine eigene Verfilmung beschlossen.
Das Werk faszinierte ihn seit seiner Kindheit, da er als 10jähriger bereits die Version mit dem berühmten Claude Rains ("Der Unsichtbare") als Phantom im Kino erlebte. Das Drehbuch schrieb Argento mit Roman Polanskis bevorzugtem Autor Gerard Brach ("Tanz der Vampire", "Der Name der Rose") in Paris. Als Drehort wählten die beiden Filmkünstler zuerst die Oper von Krakau, da sie für das (authentische) Pariser Opernhaus keine Drehgenehmigung bekamen. Schließlich aber wurde in der Oper von Budapest gedreht, da sie dem Original am nächsten kam.
| Für die Hauptrollen wählte Argento seine Tochter Asia, die bereits in "Demons 2", "Trauma" oder "Das Stendahl-Syndrom" zu erleben war. Die hübsche Italienerin, 1996 mit dem Donatello Preis als Beste Hauptdarstellerin in "Compagna Di Viaggio" ausgezeichnet, drehte zuletzt mit Abel Ferrara ("New Rose Hotel") und Michael Radford ("B. Monkey"). Julian Sands ("Winter", "The Loss of Sexual Innocence", "Leaving Las Vegas", "Warlock - The Armageddon", "Mario der Zauberer", "Naked Lunch") konnte für die Rolle des Phantoms gewonnen werden. | ![]() |
Er verleiht dieser Schreckensgestalt genau die richtige Dimension zwischen Tragik, charismatischer Anziehungskraft und Sinnlichkeit.
Paris. Ein neugeborenes Kind, von der Mutter in einem geflochtenem Korb dem Wasser und seinem Schicksal ausgesetzt, wird von den Strudeln eines unterirdischen Flusses in Welten jenseits menschlicher Vorstellung gezogen. Ein Rattenpaar nimmt sich des Kindes an und zieht es auf ...
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Jahre später ... 1877. Schon lange hält sich das Gerücht, daß in den unergründlichen Katakomben unter dem großen Opernhaus ein Phantom sein Unwesen treibe. Kein Mensch hat es je zu Angesicht bekommen, doch seine bedrohliche Gegenwart ist dennoch immer wieder spürbar ... Auf schreckliche Weise bekommen verschiedene Handwerker, die unter dem Opernhaus Reparaturarbeiten durchführen, immer wieder das Grauen zu spüren: Sie finden schreckliche Tode. |
Und niemand weiß, wer hier verantwortlich zu machen ist. Ein mysteriöses Wesen mit gräßlichen Kräften muß sie so zugerichtet haben, das weder Freunde noch Verwandte die Überreste identifizieren können.
Eine Person allerdings kann sich - ohne es zu ahnen - furchtfrei in den Weiten der Gänge, Hallen und Bühnen des Opernhauses bewegen: Die schöne und junge Sopranistin Christine. Einmal, als sie sich alleine glaubt, steht sie auf der großen Bühne und singt den Part der Julia, der eigentlich allein der Primadonna Carlotta zusteht. Verzaubert lauscht ihr das Phantom. Er ist geradezu überwältigt von der Schönheit und der Stimme des Mädchens. Der Geheimnisvolle beschließt, sich seiner Angebeteten zu nähern.
| Die Wirkung des gutaussehenden Fremden hinterläßt Spuren im Herzen und in der Erinnerung Christinas. Auch sie ist fasziniert. | ![]() |
Von der dunklen Seite ihres Bewunderers, der sein Reich ohne Gnade vor Eindringlingen schützt, kann Christina nichts wissen. Keine Kenntnis hat sie von dem blutrünstigen Schrecken, der die Leben der Rattenfänger unter der Oper beendet. Wie im Rausch durchlebt Christina ihre Tage ... während das Phantom unter der Erde blutige Ernte hält.
Doch bald erkennt das verliebte Rattenkind, daß er einen Nebenbuhler hat - den charmanten, aufrichtigen Viconnte Raoul de Chagny. Ein gutaussehender Mann aus bester Familie - und ebenfalls hoffnungslos verliebt in Christina. Die ist Raoul durchaus von Herzen zugetan, und folgt doch dem Phantom in sein unterirdisches Reich, um sich ihm mit Leidenschaft hinzugeben.
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Fortan will der Geheimnisvolle seine Geliebte zur größten Sopranistin von Paris machen - und somit ist das Leben der eitlen und resoluten Carlotta keinen Pfifferling mehr wert. Auch auf Christina bleibt die keinen Widerspruch duldende Dominanz des Phantoms nicht ohne Wirkung. Sie ahnt, daß nur Raoul ihre Rettung sein kann. So ist die Katastrophe unausweichlich! |
M.V.