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CATASTROPHE
BALLET - MODERN PRIMITIVES - SPV/OBLIVION
Die Elektro-Gothic-Rock-Formation Catastrophe
Ballet, rund um Sänger Eric Burton, bringt nun nach gut 3 (!) Jahren,
auch mal wieder ein Album zum Vorschein. Bei dieser Zeit, die sich die
Künstler hier gelassen haben, hätte man allerdings etwas mehr
erwarten können, als ein elektronisch angehauchtes schwarzrockiges
Album, das auch gut und gerne Ende der 80er hätte erscheinen können,
wenn man mal vom Sound und von der Produktion absieht, die allerdings
auch nicht wirklich so fett geworden ist, wie sie es noch beim Vorgänger
"Menschenfeind" war... Zwar schön anzuhören, aber einfach zu
nichtssagend klingt die Mischung aus der Härte von Secret Discovery
und der Songstruktur von (meist tanzbarem) The Mission-Liedgut. Die bedrohliche
industrielle Düsternis von früher, ist hier fast gänzlich
verschwunden, wobei einige Songs schon fast wieder "versuchen", an die
ganz alten Sachen zu erinnern (Bsp. "The First Cut (Nightbreed)"). Das
ausgerechnet ein "Selbst-Cover" ("House Of Pain (Re-Built 2000)") am angenehmsten
aus den anderen Songs heraussticht, ist schon beinahe bedenklich zu nennen...
Als durchaus witzig bezeichnen (ob nun gewollt oder ungewollt) kann man
den 80er-Punk-Versuch "Anarchy In The U.K.", wobei die Originale auch
hier unerreicht bleiben, während man die "Love Is Dead & Death
Is The Only Love"-Fortsetzung (wieder zusammen mit Burton-Freundin und
Aurora Sutra-Sängerin Patricia Nigiani) allenfalls "interessant"
nennen könnte, aber sicherlich nicht "aufregend" oder "umwerfend"...
Fazit: Vielleicht wirken die Songs live, denn bis jetzt haben Catastrophe
Ballet eigentlich immer am meisten so zu überzeugen gewußt,
aber ansonsten muß man diese CD leider in die Schublade mit der
Aufschrift "FÜR SAMMLER" stecken. Sorry Jungs (und Mädels),
aber so ein "Schnellschuss" nach 3 Jahren?(ds)
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