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Archiv Rezensionen - Sheila Chandra

 

Sheila Chandra – The Indipop Retrospective – Indipop Records / Virgin

Dies war wieder einer dieser seltenen Augenblicke, in denen man eine neue CD einlegt, vom ersten Ton an wie gefesselt vor den Boxen sitzt und sich erst nachdem der letzte Ton verklungen ist, aus der Hypnose befreien kann, die die Musik auf Einen bewirkt. Sheila Chandra war mir bis dato unbekannt, dabei ist sie in Großbritannien schon seit vielen Jahren musikalisch aktiv, mit Ihrer ersten Band „Monsoon“ Anfang der 80er gelang ihr gar ein Top 10-Hit. Mit dem Album „The Indipop Retrospective“, das seinen Namen nicht etwa aus dem Independent-Bereich ableitet, sondern sich auf indischen Pop bezieht, der ursprünglichen Heimat Sheilas. Wer hier nun Klänge wie sie derzeit von Panjabi MC in aller Ohren sind, befürchtet, sieht sich enttäuscht und positiv überrascht. Hier entdeckt man viel mehr, woher Bands wie Dead Can Dance seinerzeit wohl ihre Inspiration bezogen. Zerbrechliche Melodien mit mehr oder minder ausgeprägtem fernöstlichen Touch treffen auf einen Gesang, wie er so von Lisa Gerrard jahrelang bekannt und von Vielen geliebt wurde. Sicherlich geht es hier weniger düster zu, aber in Anbetracht dessen, dass sich die Szene in den letzten Jahren mehr und mehr dem Mainstream angenähert hat, ist „The Indipop Retrospective“ dann doch eine willkommene Abwechslung und wärmstens zu empfehlen.

Thorsten Kübler

Sheila Chandra – The Indipop Retrospective

 

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