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| Archiv Rezensionen - Covenant - |
Covenant - Northern Lights - Sony Music
Diese Rezi fange ich mal mit ein bisschen Brainstorming an: hypnotisch, rhythmisch, atmosphärisch, warm, bewegend, herzerwärmende Vocals...
Und nichts davon kann das wiedergeben, was Covenant mit Northern Lights erschaffen haben: Ein wundervolles Elektroalbum voller Harmonie, was überwiegend, passend zur Jahreszeit, ruhigere Töne anschlägt. Man nehme nur das überirdisch schöne, sehnsuchtsvolle "Bullet", das wundervoll hymnische, mit Chor unterlegte "Invisible Silent" oder auch das berührende "Prometheus"; weiter geht es mit "Rising Sun" und "Winter comes". Klar, Covenant wären nicht Covenant, wenn sie nicht zumindest einen Tanzflächenfüller im Gepäck hätten und das dazu erkorene "Call the Ships to Port" hat alle dazu erdenklichen Qualitäten - nicht umsonst konnte es sich innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Alternativen Charts schrauben. Der Nachfolger könnte mit dem nicht minder szenehitverdächtigen "We stand alone" auch schon in den Starlöchern stehen. Zwei Ausbrecher des insgesamt gesehen sehr harmonischen Gefüges sollten allerdings noch Erwähnung finden, und zwar die sehr minimalistisch gehaltenen, etwas an Kraftwerk erinnernden Abschlussstücke "We want Revolution" und "Scared Atlas", die allerdings auch ihren eigenen, ganz speziellen Reiz entwickeln.
Letztendlich kann ich kein anderes Fazit ziehen, als das die drei Schweden mit Northern Lights gezeigt haben, dass auch Elektro-Mucke mit Herz und Hirn möglich ist. Kritikpunkte finde ich bei diesem rundherum überzeugendem Album keine - Northern Lights ist das, was man, um auf Phrasen auszuweichen, als perfektes Album, das in keiner dunklen Plattensammlung fehlen darf, bezeichnen kann.
Andrea Scherr
COVENANT - SEQUENCER / Off Beat - SPV
Nach dem gelungenen Debüt konnten sich COVENANT mit ihrer genialen Maxi "Figurehead" nun auch in den Clubs durchsetzen und begeistern. Mit ihrer neuen CD können sie es nur bedingt, denn einen Oberhammer wie "Speed", der einen sofort auf die Tanzfläche treibt, findet man erst mal nicht auf "Sequencer". Dafür haben die Jungs an ihrem Sound gefeilt, und schließen sich der positiven Entwicklung im Electrobereich an, Technoelemente zu benutzen, ohne die Melodien zu verhunzen, für die sie sich ihren Namen gemacht haben und ohne die Electrofraktion zu verschrecken. Stattdessen verbindet man lieber die besseren Elemente von beiden Stilen, und schafft es absolut eigenständig zu klingen. Geil. Am besten weiß "Feedback" und die lange, neue Version von "Figurehead" zu gefallen. Einigen wird der Erstling sicher besser gefallen. Trotzdem noch klasse.
L.S.