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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - Fear Factory

 

Fear Factory - Concrete - Roadrunner

Über zehn Jahre nachdem es eingespielt wurde, veröffentlichen die mittlerweile aufgelösten Fear Factory als Abschiedsgeschenk ihr eigentliches Debütalbum. Anfang der 90er-Jahre blieb "Concrete" aufgrund von Vertragsproblemen in der Schublade liegen und die Metal-Welt musste bis "Soul Of A New Machine" warten, um den ersten Tonträger des Ami-Quartetts in Empfang nehmen zu können. Im Nachhinein mag dies allerdings auch besser für die Band gewesen sein, denn "Concrete" kann nur bedingt überzeugen. Die Produktion der späteren Nu-Metal-Ikone Ross Robinson ist relativ dumpf. Zu finden sind bei dem 16 Tracker lediglich 9 Titel die nicht auf "Soul of a new machine" bereits veröffentlicht wurden. Die restlichen 7 gleichen Stücke sind zumindest in anderen oder etwas veränderten Versionen auf ihrem tatsächlichem Debüt vorzufinden. Wer auf die neuen Sachen von FF im NU-Metal Bereich steht, sollte von Concrete lieber die Finger lassen oder zumindest vorher reinhören. Derber, schneller Death-Metal trifft auf bombastische Industrial-Parts, in denen Sänger Burton C. Bell sphärische, hochtonig melodische Vocals vom Stapel lässt, so wie man es kennt - allerdings stößt er mehr dumpfe Death Metal Grunzlaute aus bis die Stimmbänder knistern. Das kann toll sein, allerdings ähneln sich die Songs zusehens und können sogar einen gewissen "Nerv-Faktor" erreichen. Die abwechslungsreiche Gitarrenarbeit weiß zu gefallen, unterm Strich sind die von Gitarrist Dino Cazares im Alleingang komponierten Songs aber nicht stark genug, um außer alten oder richtig "bösen" Death Metal Fans jemanden nachhaltig anzusprechen. Wer "Soul of a new machine" nicht hat, sollte zugreifen. Für Sammler aber auf jeden Fall ein Muss.

Markus Freyer

 

 

FEAR FACTORY - Remanufacture CD - Roadrunner

Ist dies die Zukunft des Industrialmetals? Eine, wie ich meine, berechtigte Frage, denn FEAR FACTORY betreten mit "Remanufacture", dem Remixalbum von "Demanufacture", absolutes Neuland irgendwo zwischen Metal und Techno. Der Wiedererkennungswert zum Ursprünglichen ist erstaunlich groß, wobei trotzdem ein völlig neues Outfit präsentiert wird. Nicht zu unrecht trägt die CD den Zweitnamen "Cloning Technology". Hinter alledem steckt niemand geringeres als Rhys Fulber (Ex FLA), der sich nun 5ter Mann bei FEAR FACTORY schimpfen darf. Rhys hat einen Großteil der Mixe angefertigt, einige wenige andere kommen von ausgesuchten DJs aus dem Technobereich. So sind Einflüsse a' la Prodigy & Co. geradezu vorprogrammiert (im wahrsten Sinne des Wortes!). Unzählige Elektronikspielereien verfremden die Songs, komplett neue Rhythmusarrangements und computerisierte Bässe, man denke an Drum'n'Bass und Breakbeats, zeigen nun. Wo der Hammer hängt. Alte Fans werden geschockt sein, doch schon jetzt sind FEAR FACTORY die neuen Electrogötter. T.C. Note: 1

 

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