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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - Funhouse

 

Funhouse – Flames Of Love – M&A Music Art / SX Distribution

Funhouse, die, wie der Name schon verrät, schwedischen Spaßmacher im Gothic-Rock Lager, melden sich mit „Flames Of Love“ tatsächlich mit einem neuen Album und neuen Songs zurück. Gab es zuletzt mit „Forever True“ in 2000 und „Oceans Of Tears“ für den US-Markt in 2001 doch lediglich zwei Best Of-Alben. Musikalisch erinnert nicht mehr so sehr viel an die Vergangenheit, wo man gerade durch den lockeren Umgang mit Szeneklischees positiv auffallen konnte. Funhouse hatten damals Spaß am Leben und zeigten das auch in ihrer Musik. Bei „Flames Of Love“ nun scheint der Sänger unter heftigem Liebeskummer gelitten zu haben, handeln doch sämtliche Texte Liebe und zwischenmenschlichen Gefühlen. Fast bekommt man den Eindruck, hier wurde ein wenig bei den skandinavischen Nachbarn HIM abgekupfert. Musikalisch haben sich Funhouse ebenfalls angepasst, das harte Brett wie noch in vergangenen Tagen sucht man vergeblich, Melancholie wird groß geschrieben. Alles in allem ein Album, wie man es zuletzt wohl von The Mission (vergeblich) erhofft hätte und das denn Hörer durch seine Eingängigkeit sogleich in seinen Bann schlägt. Und wer damit klar kommt, dass Funhouse nicht mehr die sind, die sie mal waren, wird sich hier sicher begeistern lassen. In meinen Augen eines der besten Dark Wave- und Gothic-Alben der letzten Monate.

Thorsten Kübler

Funhouse – Flames Of Love

 

Funhouse - Never Again - Oblivion / SPV

Als diese CD zum Rezensieren auf meinen Schreibtisch flatterte, schwante mir zuerst nichts Gutes. Eine schwedische Dark- Rock Band mit mehr als zehnjähriger Geschichte, die in ihrer Heimat bereits einen Kultstatus genießt? Nun, ich ließ mich überraschen ... und war es wirklich. Auf 12 Stücken beweisen Mikael Hartle, Richard Lion, Jonas Elmquist und Jan Gajdos mit ihrem zweiten Album, daß sie es durchaus verstehen, den 80'er Gothic-Sound (Erinnerungen entstehen an The Mission oder die alten Fields) in ein zeitgemäßes Gewand zu kleiden, ohne dadurch wie ein Plagiat zu klingen. Der Sound ist die meiste Zeit über recht abwechslungsreich, nur Stellenweise ein wenig langatmig. Man darf sich auf jeden Fall schon auf Ende September freuen, wenn diese Band auch durch Deutschland touren wird und sich der Bekanntheitsgrad drastisch steigern dürfte. Also Leute, vermißt ihr gut gemachten Gothic Rock, der stark an die guten alten 80'er erinnert? Dann kauft diese CD!

M.V.

 

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