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Archiv Rezensionen - Gothminister -

 

Gothminister – Gothic Electronic Anthems – Tantra / Soulfood

Wer hätte das gedacht, nicht nur in Deutschland setzt man auf die Klischee-Masche, nein auch in Norwegen bedient man sich dieser Marketingstrategie. So auch bei Gothminister, der sich, abgesehen vom mehr als peinlichen Namen, auch optisch klischeewirksam zur Schau stellt. Musikalisch gibt er sich auf dem Album "Gothic Electronic Anthems" auf der einen Seite mit harten Elektroklängen, die aber andererseits mit mehr als eingängigen Melodien versehen wurden. Die Eroberung der heimischen Tanzflächen dürfte mit Songs wie "The Holy One" oder "Pray" damit nur eine Frage der Zeit sein. Für die Produktion des Albums konnten mit Rico Darum (ex-Apoptygma Berzerk) und Erik Ljunggren (Zeromancer) klanghafte Namen gewonnen werden, wobei gerade letzterer der Musik seinen Stempel sehr deutlich aufdrücken konnte. In meinen Augen viel interessanter sind da die Stücke, bei denen auf Eingängigkeit verzichtet wurde, wie etwa "Devil", daß so an glorreiche Cat Rapes Dog-Zeiten erinnert. Alles in allem dürfte Gothminister unter diesen Vorzeichen als einer der nächsten Hypes wohl für mächtig Aufsehen sorgen und als neuer Held am Electro-Himmel gefeiert werden. Da bin ich wirklich gespannt, wie sich der Herr auf Konzerten so geben wird. Es könnte was zu lachen geben. ;-) In diesem Sinne ... anhören (mit einer Spielzeit von knapp 39 Minuten dauert es ja nicht so sehr lange) und selbst ein Urteil bilden.

Thorsten Kübler

Gothminister – Gothic Electronic Anthems

 

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