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Magazin für Dark Music, Kult(ur) und Avantgarde

 

Archiv Rezensionen - Mondsucht -

 

Mondsucht – Für die Nacht gemacht - Alice in... (Dark Dimension)

Mit dem Wort "melancholisch" trifft man genau den Kern des Albums "Für die Nacht gemacht" von Mondsucht. Für die Nacht ist diese Platte tatsächlich gemacht, denn sie klingt düster und wirbt mit Titeln wie "Nachtfalter" oder "Keine Träume", was wiederum die Erwartungen auf einen schnellen beat und spritzige Texte sinken lässt. Texte sind auch nicht gerade die Stärke von Mondsucht, aber das stört wenig, denn so kann sich der Zuhörer auf den Zauber der Musik einlassen.

Astrid, Robert und Olaf, nämlich die Personen, die sich hinter Mondsucht verbergen, schaffen es seit 1998, eingängige Beats mit mystischen Klängen zu verbinden. Dieses Album ist ihr 4. Release, auch wenn sie nebenbei auf verschiedenen Samplern immer präsent waren. Neben einer verzerrten Männerstimme, die in besinnliche Töne eingebettet ist, findet der Hörer nette elektronische Spielereien. Oft stehen diese aber im Kontrast zum männlichen Sprechgesang. Hier beweisen sich Mondsucht als Soundtüfftler und Soundentdecker. Neben Kirchenglocken und Chorparts experimentieren sie mit elektronischen Parts, die eine wohlige Abwechslung zu einem etwas gewöhnlicheren Gesang. Für jeden Fan der bedrückenden Töne ein Schätzchen !

Marta Bock

 

MONDSUCHT - WILLKOMMEN IM JENSEITS - ALICE IN...

Die bereits 1999 erschienene MCD "Der Totentanz", verhalf der E-Band "Mondsucht" sofort zu einem DAC-Club-Hit (Platz 2). Das dazugehörige Album soll beweisen, dass es sich dabei um keine Eintagsfliege handelt. Die beiden schon bekannten Stücke "Der Totentanz" und "Verließ der Ewigkeit" sind auch auf dem Album wieder erhalten, dazu gibt es allerdings acht neue Tracks, die einen fast durchweg ein bißchen arg an Prager Handgriff oder frühere Terminal Choice erinnern. Der oft blecherne Sprechgesang des Sängers Olaf und die schleppenden bis pochenden, jedoch selten adrenalintreibenden Beats tragen natürlich einen Großteil zu der angesprochenen Ähnlichkeit bei. Bei den ausschließlich deutschen Vocals handelt es sich zumeist um unglückliche oder verlorene Lieben, oder schlicht und einfach den Tod. Auch wenn der Tanz der Toten tatsächlich ein Clubhit war, meist wirkt der Versuch, unbedingt einen solchen zu erschaffen, ein wenig kitschig. Vielleicht sollten sich zwei (!) Texteschreiber Astrid und Matthias demnächst fünf Minuten länger hinter ihre Füller klemmen, denn Phrasen wie "Dunkle Seelen, fliehet vor der Nacht, ihr werdet ewig leiden..." (aus "Dunkle Seelen") immer und immer zu wiederholen, das reißt heutzutage wirklich keinen mehr vom Hocker... Doch ganz ohne Reiz ist die Musik der Kombo nicht, kann sie doch durchaus die eine oder andere schwarze Gestalt ansprechen, wenn die Songs in einer Disco gespielt werden, sozusagen zum Aufwärmen für die wirklichen Tanzklassiker. So kann man getrost sagen, dass die Scheibe für Fans des Genres durchaus einen lohnenswerten Hinweis darstellt...reinhören und sich selbst eine Meinung bilden, lautet hier die Devise! D.S.

 

Mondsucht - Tränen der Zeit

Mondsucht sind eine der neuen Newcomerbands aus der Stadt Bottrop in Nordrhein-Westfalen und präsentieren mit "Tränen der Zeit" ihre Debüt-CD. Aufgenommen wurde diese von den Mitarbeitern des mittlerweile sehr bekannten Tonstudio K&S. Dieses heißt, es ist eine in Eigenregie produzierte CD und beinhaltet so auch nur ein paar Songs. Genauer gesagt hat die CD 3 Lieder ("Gekämpft, gehofft..." ; "Abschied" ; "Regen der Zeit") und 2 Fill-ins. Musikalisch ist das ganze im Metalbereich angesiedelt und hat die Tendenz zum emotionalen und apokalyptischen. Persönlich gefällt mir die CD gut, aber es fehlt ihr der sogenannte "letzte Schliff". Die Aufnahme ist schlaff (was bei Demo-CD´s eigentlich normal ist), der Gesang paßt gelegentlich von Stimmung und Stimmlage nicht zu den Songs und die Soli könnten manchmal besser strukturiert sein. Alles in allem ist aber "Tränen der Zeit" eine sehr nette CD, wobei Mondsucht mit einem Major-Deal weit mehr aus ihren Talenten machen könnten. Georg Menzel

 

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