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Archiv Rezensionen - Poisonblack

 

Poisonblack - Escapexstacy - Century Media 

Beim den ersten Versuchen, den Titel des Debüt-Albums der drei Finnen in korrektem Englisch auszusprechen, verknotet man sich ein ums andere Mal die Zunge, bis Frau und Mann dann schließlich "Escapexstacy" einwandfrei über die Lippen fließt!

Schon das Cover dieser Scheibe versprüht pure Erotik. Kein Wunder, denn die attraktive rothaarige Dame, eingehüllt in eine hautenge, schwarze Lackchorsage, weckt beim männlichen Konsumenten sicherlich auf Anhieb den ein oder anderen, nicht eben jugendfreien Gedanken. Frau kann sich, beim Anblick der Verpackung wahlweise in Neid oder Bewunderung üben, denn die erotischen Erlebnisse der ganz besonderen Art, werden Frau erst nach dem "Auspacken" und "Anspielen" der Ware dargeboten.

Der erste wohlige Schauer dürfte garantiert sein, sobald Juha Pekka, der, mittels seiner Vokalakrobatik, bei der finnischen Band "Charon" schon seit Jahren für Gänsehaut sorgt, seine Stimme erhebt. Stellt man sich dann auch noch den großen Ville Laihiala von Sentenced vor, wie er, seine lange, schwarze Mähne lasziv schüttelnd, seine nordischen Hände virtuos über die Saiten der seiner Gitarre gleiten lässt ...könnte man glatt den Eindruck bekommen, wir sprechen hier eigentlich nicht über Musik. Tun wir aber doch und deswegen: Zurück zum Ernst des Musikerlebens.

Das Erstlingswerk von Juha Pekka, Villen Laihiala und Janne Kukkonen, der das Trio am Bass vervollständigt, hat es wirklich in sich und es ist offenkundig zu hören, wie viel Spaß die drei an diesem Projekt haben. Durch Juha Pekkas prägnante Stimme ist die Ähnlichkeit zu "Charon" sicher nicht wegzudiskutieren, aber der Vergleich mit einer Band dieser Klasse, sollte auch kein Problem sein. Jedes "Instrument" in diesem Dreierreigen ist gleichberechtigt, was dazu beiträgt, dass die einzelnen Elemente miteinander harmonieren. Neben den klassischen Gitarrenparts, wie man sie aus dem Gothic und Metal Bereich kennt, hat man auch auf elektronische Samples zurückgegriffen und so kommt in jedem Song auch das Keyboard zum Einsatz. Düster, melancholisch, emotionsgeladen, sowohl auf lyrischer als auch musikalischer Ebene, so präsentiert sich "Escapextacy". Ganz nebenbei rockt es auch noch derart, dass ihre infernalisch "weichgespülten" Majestäten demnächst dann wohl oder übel gezwungen sind, einem qualitativ um Längen hochwertigeren Konkurrenten ins nordische Antlitz zu blicken!!!

Es ist also angerichtet und wer davon kosten möchte, darf dies gerne und reichlich tun, denn am 17. Februar wird das finnische Feinkostbüffet offiziell eröffnet.

Guten Appetit!

Mareike

 

 

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