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Archiv Rezensionen - We came to dance Vol. VII -

 

SAMPLER - We came to dance Vol. VII – Subterranean / SPV

Kaum ist Vol. VI draußen, da erscheint schon wieder eine neue Compilation der We came to dance-Samplerreihe mit den drei lustigen Skeletten, denen der Grafiker immer wieder neue Hüte verpaßt und ihnen die Arme umdreht (schon mal aufgefallen?). Und wieder geht es um die Highlights und Tanzflächenfüller des letzten Halbjahres, zusammengestellt von den Mitarbeiter des Samplerlabels Subterranean.

Los geht's mit Calva Y Nada und „Fernes Neid", ein wuchtiger Opener, Calva, wie man sie kennt. Von „Fernes Leid" zu „Missing Leid, äh, Light", X Marks The Pedwalk auf der Suche nach dem verschwundenen Feuerzeug... Hoppla, gleich dahinter Lacrimosa? Tilo Wolff (kann der backen?) und Anne Nurmi haben ihre Perserkatze unter den Kopierer gelegt und die Schreie gesamplet, deswegen heißt das ja auch „Copycat". Nee, ernsthaft, das Stück ist wirklich gut, richtig heavy mit den Gitarren, hätte ich Lacrimosa gar nicht zugetraut.

Bionic mit „Trail of Torment", hmm, das Stück ist o.k., wenn es mich auch nicht unbedingt vom Hocker reißt, ebenso wie E.C.M 's „Poisen". Evils Toy sind mit „Dear God" dabei und The Fair Sex melden sich zurück aus der Zukunft mit einem Auszug ihrer Cyberopera „Labyrinth", eine gute Wahl, ich halte „Cyberbite“ für das beste Stück ihres aktuellen Albums. Thorsten, ich danke Dir, daß Du mich letztens auf The Frozen Autumn aufmerksam gemacht hast, sonst würde ich „Again" wohl erst seit diesem Sampler kennen, ein wahnsinnig schöner Track, fast zu schade für diese Welt...

Cu-ra-cell-klick wosch! Der Sample ist genial, aber wenn ein gewisser Michael Z. aus B. diesen Track seit Monaten rauf und runter dudelt, kann man das Stück bald rückwärts auf finnisch mitsingen.

Ghosting haben zwar einiges seit ihren früheren Veröffentlichungen dazugelernt, aber „Bombed the world" klingt für mich doch eher wie eine Polonaise im Altenheim.

Von Ghosting zu Haujobb, dieser Übergang ist wirklich eine Spur zu krass, das hätte doch wirklich nicht sein müssen, es hat aber sein Gutes. Denn im Vergleich zu Ghosting stechen die Bielefelder mit „World Window" meilenweit hervor.

Gnrrrrk, schon wieder so'n heftiger Übergang, Revenge Of Nephtys (muß ich die kennen?), mit „The Factory" im Industrialmix, schöner Gothicrock, der aber zwischen Haujobb und Cyber Axis leider völlig deplaziert ist.

Was haben wir denn da - Regenerators „Everyone Follows" hört sich ja richtig gut an im Orgasmix!

Oha! Welle:Erdball haben sich den vielzitierten W.o.l.fspelz übergezogen und mischen damit die „Schafherde“ von Hannover auf, es wird Zeit, daß der Schafhirte dem Senden Einhalt gebietet! Das Brüllen der Lämmer...

Fazit: We came to dance Vol. VII bietet wie immer einen aktuellen Überblick über das derzeitige Musikgeschehen und die Hightlights der Independentszene ohne großartige Durchhänger, nur wirkt die Reihenfolge einzelner Tracks kaum aufeinander abgestimmt, aber damit kam man leben. Hätte ich die CD nicht schon, wurde ich sie mir kaufen!

S.L.

 

 

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