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Archiv Rezensionen - The Fair Sex -

 

The Fair Sex - TFS - Endless Records

Lang, lang war es ruhig rund um The Fair Sex, aber nachdem die im Mai letzten Jahres veröffentlichte MCD "Lost Traces of the far Side" als Appetithäppchen Lust auf mehr geweckt hat, folgt nun mit "TSF" endlich das Full-Length-Album. Und, können The Fair Sex mit diesem Album die hohen Erwartungen nach dieser famosen MCD erfüllen? Diese Frage kann nun mit einem ganz klaren Ja beantwortet werden. Die Gothic-Urgesteine sind immer noch eine Klasse für. Mit spielerischer Leichtigkeit kleiden sie ihren ureigenen Sound in ein modernes Gewand und schaffen das Kunststück, frisch und trotzdem noch authentisch zu klingen. Allein schon die in ihrer Eindringlichkeit und Emotionalität beeindruckenden Vocals Myk Jungs treiben den Puls in die Höhe. Im Zusammenspiel mit der gelungenen Mixtur aus Elektronik und Gitarren zaubern TFS 12 Stücke zwischen rauher Wunt und tiefer Melancholie, die eigentlich kaum jemanden kalt lassen dürften. Abgerundet wird dieses Album mit dem Bonus "Lost Trace" im ultra coolen Das-Ich-Remix. Jepp, that's pure Gothic at its best!

Andrea Scherr

The Fair Sex

 

The Fair Sex – Lost Traces of the far Side - Endless Records

Frei nach dem Motto "Unverhofft kommt oft" haben uns The Fair Sex, wahrscheinlich nicht nur zu meiner großen Überraschung, jüngst ein neues Lebenszeichen in Form einer EP mit dem schönen Namen "Lost Traces of the far Side" gesendet. Nun denn, die große Frage, wie sich die 80er Formation im Jahr 2002 anhört, kann mit einem einzigen Wort beantwortet werden: GEIL! Der Sound pendelt eldritch-meets-electro-like irgendwo zwischen retro und modern. Würde ich Punkte für den Coolness-Faktor vergeben, hätten The Fair Sex allein schon für diesen mit Bravour gemeisterten Spagat eine glatte 10 verdient. Das endgeile "Lost Trace" wird in 2 Varianten präsentiert, wobei mir die schrägere, Bassdrum-lastige Misplaced-Version etwas mehr zusagt, als die mit Vocoder-Refrain versehene Always-Version, aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Bei dem eingängigen "The far Side" demonstrieren die 4 Ruhrpottler dann par Excellenze, dass sie eine ordentliche Prise Zeitgeist geschnupft haben, ohne ihre 80er Wurzeln zu verleugnen. Das letzte Stück dürfte bei einigen den berühmten Aha-das-kenn-ich-doch-Effekt auslösen, handelt es sich doch bei "The Palace of the Bad" um ihren Klassiker "The House of the Unkinds" in neuem elektronischen Gewand. Leider ist es nach 4 Tracks auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit und es bleibt ein Gefühl, als würde nach der Vorspeise der Hauptgang ausfallen. Angesichts dieses Appetithäppchens warte ich nun hungrig auf das viel versprechende Menü, welches dann voraussichtlich im Herbst serviert wird. Also dann, auf das ordentlich aufgetischt wird, wenn das Laub rieselt. Bis dahin erst einmal guten Appetit!

Andrea Scherr

 

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